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Aachener Spar- und Stiftungsfonds in Abwicklung

Der Aachener Spar- und Stiftungsfonds wird abgewickelt; die Fondsimmobilien sollen verkauft werden. Für die Anleger des offenen Immobilienfonds bedeutet dies zunächst, dass sie ihre Anteile nicht mehr zurückgeben können. Ebenso sind finanzielle Verluste im Zuge der Abwicklung möglich.

Der Aachener Spar- und Stiftungsfonds investierte schwerpunktmäßig in Einzelhandelsimmobilien in Deutschland und im benachbarten Ausland. Nach Angaben der Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH war der Fonds zum Stichtag 31. März 2026 noch in 18 Immobilien mit einem Verkehrswert von rund 225 Millionen Euro investiert. Das Netto-Fondsvermögen belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 194,6 Millionen Euro. 

 

Anleger können Anteile nicht mehr zurückgeben

Mit Wirkung zum 30. Juni 2026 hat die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH nach eigenen Angaben die Verwaltung des Fonds gekündigt. Das bedeutet, dass der Fonds abgewickelt und die Immobilien verkauft werden. Fondsanteile werden nicht mehr ausgegeben. Ebenso können die Anleger keine Anteile mehr zurückgeben. Auch Rückgabeverlangen, die schon vor der Kündigung der Kapitalverwaltungsgesellschaft gestellt wurden, werden nicht mehr bedient.

Als maßgeblichen Grund für die Abwicklung des Fonds gibt die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH die zahlreichen Rückgabewünsche der Anleger an. Die liquiden Mittel des Fonds hätten nicht mehr ausgereicht, um die Rückgabeverlangen zu erfüllen und gleichzeitig die ordnungsgemäße Bewirtschaftung des Fonds sicherzustellen. Da auch keine positive Fortbestandsprognose gestellt werden konnte, sei die Entscheidung gefallen, den Fonds abzuwickeln.

 

Verkauf der Fondsimmobilien

Im Zuge der Abwicklung sollen die Fondsimmobilien verkauft werden. Aus dem Verkaufserlös werden zunächst vorrangig bestehende Darlehen bedient. Anleger sollen in regelmäßigen Abständen Ausschüttungen erhalten.

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Offene Immobilienfonds in der Krise

Der Aachener Spar- und Stiftungsfonds ist nicht der einzige offene Immobilienfonds, der sich in einer wirtschaftlichen Krise befindet. Auch der Leading Cities Invest von Kanam wird abgewickelt. Zudem haben die offenen Immobilienfonds Wertgrund Wohnselect D, Fokus Wohnen Deutschland, UBS (D) Euroinvest Immobilien und Habona Nahversorgungsfonds die Rücknahme der Anteile ausgesetzt. Wie beim Aachener Spar- und Stiftungsfonds soll auch hier der Verkauf von Fondsimmobilien Liquidität in die Kassen spülen.

Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der offenen Immobilienfonds sind regelmäßig höhere Finanzierungskosten, rückläufige Transaktionen und eben anhaltende Rückgabewünsche der Anleger. „Für die Anleger bedeutet die Schließung bzw. Abwicklung der Fonds, dass sie nicht an ihr Geld kommen und in ihrer Liquidität eingeschränkt sind“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. 

 

Fazit: Mögliche Schadenersatzansprüche der Anleger

Allerdings müssen die Anleger auch über die Möglichkeit der Aussetzung der Anteilsrücknahme und weitere bestehende Risiken ihrer Geldanlage aufgeklärt werden. Wurden die Informationspflichten nicht ordnungsgemäß erfüllt, können den Anlegern Schadenersatzansprüche entstanden sein.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte gibt Anlegern offener Immobilienfonds zum Pauschalpreis von 149 Euro inkl. MwSt. und Auslagen gern eine Ersteinschätzung zu ihren rechtlichen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an!

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/offene-immobilienfonds

 

Ansprechpartner

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Aktuelles

Der offene Infrastrukturfonds KGAL Klimasubstanz wird abgewickelt. Das hat der Fondsinitiator KGAL am 28. September 2026 mitgeteilt. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft KVG hat ihr Mandat bereits gekündigt. Für die Anleger bedeutet das, dass sie ihre Anteile nicht mehr zurückgeben und nicht über ihr investiertes Geld verfügen können. Das gilt auch dann, wenn sie ihr Rückgabeverlangen schon erklärt haben.

Schlechte Nachrichten für Anleger des offenen Immobilienfonds Grundbesitz Global der DWS. Die DWS hat den Fonds in den vergangenen Monaten um insgesamt rund 5,2 Prozent abgewertet. Entsprechend haben die Fondsanteile der Anleger an Wert verloren. Anleger des offenen Immobilienfonds DWS Grundbesitz Europa mussten zuletzt sogar Wertverluste von kumuliert 7,3 Prozent hinnehmen.

Der offene Immobilienfonds UBS (D) Euroinvest Immobilien wird abgewickelt. Das hat die Kapitalverwaltungsgesellschaft UBS Real Estate am 24. September 2026 mitgeteilt. Ein halbes Jahr nachdem die Rücknahme der Anteile ausgesetzt wurde ,ist klar, dass der offene Immobilienfonds nicht wieder geöffnet, sondern liquidiert wird.

Nach den Landgerichten Stuttgart (Az. 12 O 287/24) und Münster (Az. 114 O 7/25) hat nun auch das Landgericht Dresden einem Anleger des offenen Immobilienfonds UniImmo Wohnen ZBI mit Urteil vom 10. September 2026 (Az. 9 O 2102/25) Schadenersatz zugesprochen, berichtet u.a. das Portal dasinvestment. Da die Volksbank Dresden-Bautzen den Anleger gleich in mehreren Punkten fehlerhaft beraten habe, müsse sie Schadenersatz leisten, so das LG Dresden. Die genannten Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Die Krise der offenen Immobilienfonds hat auch den Grundbesitz Europa der DWS erreicht. Die DWS, Tochter der Deutschen Bank, hat den Wert der Fondsanteile um 7,3 Prozent abgewertet, wie die Süddeutsche Zeitung am 7. September 2026 online berichtete. Der offene Immobilienfonds Grundbesitz Europa weist ein Volumen von rund 4,6 Milliarden Euro auf.

Seit dem 15. Januar 2026 können Anleger des offenen Immobilienfonds Wertgrund WohnSelect D ihre Anteile nicht mehr zurückgeben. Daran ändert auch der Anfang August 2026 erfolgte Verkauf einer Neubauwohnanlage in Bielefeld mit 252 Wohnungen für 46 Millionen Euro nichts – die Anleger kommen weiterhin nicht an ihr Geld.