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Ab 2023: Bei Immobilien droht höhere Erbschaftssteuer

28.11.2022

Für Erben von Immobilien kann es im neuen Jahr teuer werden, denn es droht eine drastische Erhöhung der Erbschaftssteuer. Aufgrund eines geänderten Bewertungsverfahrens gehen Experten davon aus, dass die Erbschaftssteuer bei Immobilien um 20 bis 30 Prozent und in Einzelfällen sogar um 50 Prozent steigen könnte.

Grund für den möglichen Anstieg ist, dass im Jahressteuergesetz 2022 eine Änderung der Bewertungsgesetzes vorgesehen ist. Demnach ist geplant das Ertrags- und Sachwertverfahren zur Bewertung bebauter Grundstücke sowie die Verfahren zur Bewertung in Erbbaurechtsfällen und in Fällen mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden an die die Immobilienwertermittlungsverordnung vom 14. Juli 2021 anzupassen. Folge wäre eine Neubewertung von Einfamilienhäusern, Eigentumswohnungen und vermieteten Wohnungen. „Es wird also nicht die Erbschaftssteuersatz erhöht, aber durch die Neubewertung ist mit einem höheren Immobilienwert zu rechnen, was in der Konsequenz auch zu einer höheren Erbschaftssteuer führt“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Die höhere Erbschaftssteuer kann wiederum dazu führen, dass die Freibeträge schnell erschöpft sind. Derzeit liegt der Freibetrag bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer bei 500.000 Euro für Ehegatten und Lebenspartner. Bei Kindern beträgt der Freibetrag 400.000 Euro und bei Enkelkindern sind es noch 200.000 Euro.

Winken Bundestag und Bundesrat die Gesetzesänderung durch und es kommt zu der höheren Immobilienbewertung, können die Freibeträge bei Immobilien im Nachlass schnell nicht mehr ausreichen. „Um Vermögen zu schonen und die Erben nicht unnötig finanziell zu belasten, ist es ratsam, den Vermögensübergang jetzt vorausschauend zu planen“, so Rechtsanwalt Looser.

Eine geeignete Möglichkeit den Vermögensübergang steueroptimiert zu gestalten, können bspw. Schenkungen sein. Der Vorteil der Schenkung liegt darin, dass der Freibetrag nach zehn Jahren erneut ausgeschöpft werden kann. Darüber hinaus sollten auch bestehende Testamente überprüft und ggf. geändert werden, um eine hohe Steuerlast bei der Erbschaft zu umgehen.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte berät Sie gerne zu ihren Gestaltungsmöglichkeiten und bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an.

Mehr Informationen: https://www.bruellmann.de/erbrecht-und-schenkungsrecht

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Auch der behandelnde Arzt kann in einem Testament wirksam als Erbe eingesetzt werden. Das hat das OLG Frankfurt mit Beschluss vom 21. Dezember 2023 entschieden (Az.: 21 W 91/23). Das gelte auch, wenn der begünstigte Arzt selbst die Testierfähigkeit bestätigt hat.
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Anfang 2023 ist das sog. Ehegattennotvertretungsrecht in Kraft getreten. Damit kann der Ehegatte im akuten Krankheitsfall Entscheidungen für den Ehe- oder Lebenspartner treffen, wenn dieser aufgrund seines Gesundheitszustands nicht mehr in der Lage dazu ist. „Das Ehegattennotvertretungsrecht hilft somit schnell und unbürokratisch notwendige Entscheidungen zu treffen. Eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung kann es auf Dauer allerdings nicht ersetzen“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.
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Mit einer Vorsorgevollmacht kann ein Mensch bestimmt werden, der die Entscheidungen übernimmt, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist, etwa wegen Krankheit oder als Folge eines Unfalls. Insbesondere ist es auch für Unternehmer wichtig, Vorsorge für den Ernstfall zu treffen. Mit einer sog. Unternehmervollmacht kann er einen Bevollmächtigten die Fortführung des Unternehmens anvertrauen.
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