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Abgasskandal: DUH fordert Rückruf für Wohnmobile

Wohnmobile auf Basis eines Fiat Ducato reißen vielfach die Grenzwerte für den Stickoxid-Ausstoß deutlich. Das haben wiederholte Abgasmessungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ergeben. Die DUH hat das Bundesverkehrsministerium auf die hohen Emissionswerte bei Wohnmobilen, die auf einem Fiat Ducato aufbauen, hingewiesen und macht weiter Druck. Wie die DUH mit Pressemitteilung vom 20. August 2021 bekannt gab, fordert sie das Bundesverkehrsministerium zum Rückruf der betroffenen Fahrzeuge auf.

Im Dezember 2020 hatte die DUH Abgasmessungen bei Wohnmobilen auf Basis eines Fiat Ducato mit der Abgasnorm Euro 5 vorgestellt. Die Modelle überschritten die zulässigen Grenzwerte für den Stickoxid-Ausstoß zum Teil deutlich. Besser wurde es auch bei einem Fiat Ducato 130 Multijet mit der Abgasnorm Euro 6b nicht, den die DUH im April dieses Jahres unter die Lupe genommen hatte.

Nicht nur die DUH, auch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat Abgasmessungen bei Fiat Ducato Modellen vorgenommen und ebenfalls erhöhte Stickoxid-Emissionen festgestellt. Passiert ist allerdings nichts.

Dass auch ein Fiat Ducato bessere Emissionswerte erzielen kann, belegen wiederum aktuelle Messungen der DUH an einem Fiat Ducato 140 Multijet der Abgasnorm Euro 6d-Temp, der die Grenzwerte für den Stickoxid-Ausstoß auch unter normalen Betriebsbedingungen einhält. Dieses Modell verfügt im Gegensatz zu den älteren Fahrzeugen über einen wirksamen SCR-Katalysator mit Harnstoff-Einspritzung. Auch vor diesem Hintergrund fordert die DUH den Bundesverkehrsminister auf, bei älteren Modellen mit der Abgasnorm Euro 4, Euro 5 oder Euro 6a, 6b und 6c tätig zu werden und sie zurückzurufen, damit sie nachgerüstet werden können. Entsprechende Hardware-Nachrüstungen, mit denen der Stickoxid-Ausstoß erheblich reduziert werden könnte, seien verfügbar, so die DUH.

Die hohen Emissionswerte sind ein Hinweis darauf, dass auch Fiat Abgaswerte manipuliert haben könnte. Als die Staatsanwaltschaft Frankfurt im Sommer 2020 Büroräume von FCA in Deutschland, der Schweiz und Italien durchsuchen ließ, haben sich die Hinweise auf die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtungen bei Dieselfahrzeugen der Marken Fiat, Alfa Romeo, Jeep und Iveco verdichtet. „Damit ist der Abgasskandal auch bei zahlreichen Wohnmobilen angekommen. Aufgrund der hohen Emissionswerte müssen die Besitzer mit Rückrufen oder auch Fahrverboten rechnen“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Betroffenen Wohnmobil-Besitzer haben aber auch gute Chancen sich dagegen zu wehren und können Schadenersatzansprüche geltend machen. Erste verbraucherfreundliche Urteile liegen bereits vor.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte ist Kooperationspartner der IG Dieselskandal und bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/wohnmobile-abgasskandal

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