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Abgasskandal Mercedes GLK 220 CDI – Neuer Verdacht gegen Daimler

14.04.2019

Daimler sieht sich im Abgasskandal mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Nach Prüfungen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) besteht beim Mercedes GLK 220 CDI der Schadstoffklasse Euro 5 der Verdacht der Abgasmanipulationen. Das hat zuerst die Bild am Sonntag am 14. April berichtet.

Demnach soll den Prüfern des KBA schon bei routinemäßigen Untersuchungen im Herbst 2018 aufgefallen sein, dass der Mercedes GLK 220 CDI mit der Abgasnorm Euro 5 auf dem Prüfstand weniger Stickoxide ausstößt als im Straßenverkehr. So soll der Grenzwert für Stickoxide nur eingehalten werden, wenn die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung aktiviert ist was im normalen Straßenverkehr nicht der Fall ist. Das KBA ging der Sache weiter auf den Grund und nach weiteren Prüfungen hat sich offenbar der Verdacht erhärtet, dass Mercedes beim GLK 220 CDI eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet. Betroffen sein sollen rund 60.000 Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5, die zwischen 2012 und 2015 gebaut wurden. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat nun ein formelles Anhörungsverfahren eingeleitet.

„Bestätigt sich der Verdacht, dass Daimler hier eine bisher unbekannte Abschalteinrichtung verwendet hat, weitet sich der Mercedes Abgasskandal noch einmal deutlich aus. Von einem amtlichen Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt waren bisher nur Mercedes-Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 6 betroffen. Das könnte sich jetzt ändern und auch bei Euro 5-Dieseln könnte es unzulässige Abschalteinrichtungen geben“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte, aus Stuttgart.

Es wäre allerdings auch nicht ganz neu, dass auch Mercedes-Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 5 im Zusammenhang mit Abgasmanipulationen in den Blickpunkt geraten. Das Landgericht Stuttgart hatte erst vor einigen Wochen die von Mercedes bei der Abgasreinigung verwendeten Thermofenster als unzulässige Abschalteinrichtungen eingestuft und Mercedes zum Schadensersatz verurteilt.

Nun droht Mercedes weiteres Ungemach. „Betroffene Mercedes-Käufer haben die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen und dabei von den Erfahrungen aus dem VW-Abgasskandal zu profitieren“, so Rechtsanwalt Seifert.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte ist Kooperationspartner der IG Dieselskandal und bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

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Aktuelles
12.05.2022

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06.05.2022

Fiat Chrysler Automobiles ist im Wohnmobil Abgasskandal ein weiteres Mal zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Dessau sprach mit Urteil vom 14. April 2022 dem Käufer eines Wohnmobils des Herstellers Knaus, das auf einem Fiat Ducato aufbaut, Schadenersatz zu (Az. 4 O 315/21).
02.05.2022

Fiat Chrysler ist im Abgasskandal um Wohnmobile auf Basis eines Fiat Ducato erneut zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart kam mit Urteil vom 14. April 2022 zu der Überzeugung, dass Fiat in dem Motor eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat und gemäß § 823 BGB zu Schadenersatz verpflichtet ist (Az.: 20 O 147/21).
29.04.2022

Das Landgericht Hamburg hat Mercedes im Abgasskandal mit Urteil vom 19. April 2022 zu Schadenersatz verurteilt (Az.: 317 O 154/20). Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass im Mercedes C 220 Diesel des Klägers eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist und Mercedes sich schadenersatzpflichtig gemacht hat.
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Suzuki steht unter Verdacht, unzulässige Abschalteinrichtungen bei Dieselfahrzeugen verwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ließ deshalb am 27. April 2022 Geschäftsräume von Suzuki im südhessischen Bensheim untersuchen.
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Eine Entscheidung des OLG Köln dürfte ein Meilenstein für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen im Wohnmobil-Abgasskandal sein: Das OLG Köln kündigte mit Beschluss vom 24. Februar 2022 an (Az.: 28 U 55/21), die Berufung von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) gegen ein Urteil des Landgerichts Aachen zurückzuweisen.