Schlechte Nachrichten für Anleger des offenen Immobilienfonds Grundbesitz Global der DWS. Die DWS hat den Fonds in den vergangenen Monaten um insgesamt rund 5,2 Prozent abgewertet. Entsprechend haben die Fondsanteile der Anleger an Wert verloren. Anleger des offenen Immobilienfonds DWS Grundbesitz Europa mussten zuletzt sogar Wertverluste von kumuliert 7,3 Prozent hinnehmen.
Die DWS hat den Grundbesitz Global im Jahr 2000 aufgelegt. Der offene Immobilienfonds investiert überwiegend in Handels-, Büro- und Wohnimmobilien. Zuletzt verwaltete der Fonds ein Vermögen von rund zwei Milliarden Euro.
Anleger wollen Anteile zurückgeben
Die jüngsten Abwertungen zeigen, dass die Krise der offenen Immobilienfonds auch beim DWS Grundbesitz Global angekommen ist. Mehrere offene Immobilienfonds haben mit den schwierigen Bedingungen, u.a. durch steigende Finanzierungskosten und längerer Transaktionsdauer zu kämpfen. Hinzu kommen steigende Rückgabewünsche der Anleger. Beim Grundbesitz Global erreichten die Rückgabewünsche der Anleger zwischen Januar und August 2026 ein Volumen von 300 Millionen Euro, berichtet das Portal fondsprofessionell.de.
Reicht die Liquidität der Fondsgesellschaften nicht aus, um die Rückgabeverlangen zu erfüllen, werden regelmäßig Fondsimmobilien verkauft. Durch das schwierige Marktumfeld sind derzeit die Käufer in einer starken Verhandlungsposition. Dadurch ist es für die Fondsgesellschaften schwierig angemessene Preise zu erzielen. In der Folge können die Anteile weiter an Wert verlieren. Dabei hat der Grundbesitz Global nicht erst zuletzt an Wert verloren, sondern auch in der Betrachtung über drei und fünf Jahre.
Offene Immobilienfonds in Schwierigkeiten
Andere offene Immobilienfonds haben mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. So musste auch die Anleger des UniImmo Wohnen ZBI massive Abwertungen verkraften. Andere Fonds wie der Wertgrund Wohnselect D, Fokus Wohnen Deutschland und der Habona Nahversorgungsfonds haben die Rücknahme der Anteile ausgesetzt, sodass die Anleger nicht mehr an ihr Geld kommen. Auch der Leading Cities Invest von KanAm und der UBS (D) Euroinvest Immobilien wurden geschlossen und werden nicht mehr geöffnet. Die offenen Immobilienfonds werden abgewickelt.
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Schadenersatzansprüche der Anleger
Die angespannte finanzielle Lage bei einer Reihe von Immobilienfonds zeigt, dass es sich nicht um die sicheren Kapitalanlagen handelt, als die sie in den Anlageberatungsgesprächen erfahrungsgemäß oft dargestellt wurden. Im Rahmen einer ordnungsgemäßen Anlageberatung hätten die Anleger aber über die bestehenden Risiken wie Wertverluste durch Schwankungen auf dem Immobilienmarkt, sinkende Mieteinnahmen durch Leerstände oder erhöhten Sanierungsbedarf aufgeklärt werden müssen. „Wurden die Risiken in den Beratungsgesprächen verschwiegen oder verharmlost, können den Anlegern Schadenersatzansprüche entstanden sein“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.
Ebenso hätten die Anleger nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs über die Möglichkeit der Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgeklärt werden müssen und die beratende Bank hätte ihre Vermittlungsprovisionen offenlegen müssen.
Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte gibt Anlegern des DWS Grundbesitz Global und anderer offener Immobilienfonds zum Pauschalpreis von 149 Euro inkl. MwSt. und Auslagen gern eine Ersteinschätzung zu ihren rechtlichen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an!
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