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Anleger der Agrarvis Forst- und Energiegenossenschaft in Sorge

Anleger der Agrarvis Forst- und Energiegenossenschaft sind in Sorge. Die Genossenschaft mit Sitz in Wien ist nicht mehr erreichbar. Zudem sollen Zinsen nicht ausgezahlt worden sein. Mitglieder der Genossenschaft fürchten nun um ihr Investment.

Bei der Agrarvis Forst- und Energiegenossenschaft konnten sich die Mitglieder an verschiedenen Investments beteiligen. Beim Angebot Timber III beteiligten sie sich an einem Waldportfolio und konnten auf Renditen zwischen 9 und 9,5 Prozent p.a. hoffen. Außerdem bot die Genossenschaft Beteiligungen an den Angeboten Energie Italien und Timber Nordics I an, mit denen der Ausbau erneuerbarer Energien in der Emilia Romagna bzw. in Dänemark und Schweden indirekt finanziell unterstützt werden sollte. Bei kurzen Laufzeiten von einem oder zwei Jahren warb die Agrarvis Forst- und Energiegenossenschaft mit Renditen zwischen 6 und 7,5 Prozent.

Laut ihrer eigenen Homepage hat die Agrarvis Forst- und Energiegenossenschaft ihren ersten Wald schon 2013 erworben und bewirtschaftet. Seitdem hat sie sich nach eigenen Angaben zu einem führenden Anbieter von verschiedenen Investitionen in regionalen Wald entwickelt. Weiter heißt es auf der Homepage, dass die Agrarvis inzwischen 8.500 Hektar eigenen Wald bewirtschaftet und über 2.500.000 Bäume gepflanzt hat und durch die großen Mengen gebundenes CO2 auch in den Emissionshandel eingestiegen ist.

Für viele Anleger, die nachhaltig investieren wollten, waren das überzeugende Zahlen und sie legten Geld bei der Genossenschaft an. Auch Anleger aus Deutschland waren von dem Angebot offenbar überzeugt.

Inzwischen müssen die Anleger jedoch befürchten, dass sie keine Zahlungen mehr erhalten. Die fälligen Zinsen sollen nicht geflossen sein und die Genossenschaft ist nicht mehr erreichbar. Wer versucht die Genossenschaft unter einer der auf der Homepage angegeben Telefonnummern zu erreichen, erhält nur die Auskunft, dass die Rufnummer nicht vergeben ist. Das lässt Befürchtungen der Anleger, dass sie möglicherweise auf Betrug hereingefallen sind, nicht kleiner werden.

„Betroffene Anleger haben die Möglichkeit ihre Ansprüche auf Schadenersatz prüfen zu lassen. So können Ansprüche gegen die Verantwortlichen der Agrarvis bestehen, aber ggf. auch gegen die Anlageberater und -vermittler“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Denn die Anlageberater und -vermittler müssen nicht nur über die Risiken der Geldanlage, insbesondere über das Totalverlustrisiko, aufklären, sondern auch die Plausibilität des Geschäftsmodells prüfen. Sind sie diesen Pflichten nicht ausreichend nachgekommen, können sie sich schadenersatzpflichtig gemacht haben.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte gibt betroffenen Agrarvis-Anlegern für einen Pauschalpreis von 119,00 EUR (inklusive Auslagen und Umsatzsteuer) gern eine Ersteinschätzung zu ihren rechtlichen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an!

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

Bank- und Kapitalanlagerecht

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