Für den Fonds DF Deutsche Finance Investment 17 – Club Deal Boston II wird voraussichtlich Insolvenz angemeldet werden müssen. Die Anleger sollen darüber bereits schriftlich informiert worden sein. Für sie stellt sich nun vor allem die Frage, wie sie sich gegen die drohenden finanziellen Verluste wehren können.
Der DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Boston II wurde 2021 aufgelegt und knapp 1.200 Anleger investierten 58 Millionen US-Dollar in den Alternativen Investmentfonds. Bei einer ursprünglichen Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 wurde eine Gesamtrückzahlung von 140 Prozent prognostiziert. Die Hoffnungen der Anleger auf die prognostizierten Gewinne innerhalb kurzer Zeit erfüllten sich jedoch nicht. Zunächst wurde die optionale Laufzeitverlängerung bis Mitte 2027 in Anspruch genommen und inzwischen ist der Fonds offenbar überschuldet, so dass voraussichtlich Insolvenzantrag gestellt werden muss.
Wertverlust und Leerstand
Der Fonds hatte sich als Co-Investor mittelbar an einer noch zu errichtenden Labor- und Büroimmobilie im Großraum Boston beteiligt. Die Beteiligung entwickelte sich für die Investoren nicht wie erhofft: Wie der Geschäftsbericht für das Jahr 2024 zeigt, stand das Gebäude nach seiner Fertigstellung zu 100 Prozent leer, der Nettoinventarwert pro Anteil reduzierte sich im Laufe des Jahres 2024 um ca. 59 Prozent von 1 USD auf 0,41 USD. Als Gründe führte die Geschäftsführung in ihrem Lagebericht gestiegene Zinsen, eine erhöhte Inflationsrate, eine geringere Nachfrage sowie den Leerstand an. Schon zu diesem Zeitpunkt kamen Zweifel an der Fortführung des DF Investment Fund 17 auf.
Wie Finanzexperte Stefan Loipfinger auf seinem Portal investmentcheck.de mitteilt, ist ein Verkauf der Immobilie gescheitert, sodass sie voraussichtlich auf die finanzierende Bank übertragen wird. Die Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft des Fonds hätten den Anlegern mitgeteilt, dass der Fonds insolvenzreif ist und Insolvenzantrag gestellt werden muss, so Loipfinger.
Anlegern drohen hohe finanzielle Verluste
Bank- und Kapitalanlagerecht
Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de
Den Anlegern drohen bei einer Insolvenz voraussichtlich hohe finanzielle Verluste bis hin zum Totalverlust ihres investierten Geldes. „Die Anleger haben aber auch Möglichkeiten, sich gegen die drohenden finanziellen Verluste zu wehren“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. So können Schadenersatzansprüche gegen Anlageberater entstanden sein, wenn diese die Anleger nicht ordnungsgemäß beraten haben. „So hätten die Anleger über die bestehenden Risiken und insbesondere über ihr Totalverlustrisiko aufgeklärt werden müssen“, so Rechtsanwalt Seifert. Haben die Anlageberater Risiken verschwiegen oder verharmlost, können sie sich schadenersatzpflichtig gemacht haben. Ebenso müssen bestehende Risiken im Emissionsprospekt erläutert werden.
Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte gibt Anlegern des Fonds DF Deutsche Finance Investment 17 – Club Deal Boston II zum Pauschalpreis von 149 Euro inkl. MwSt. und Auslagen gern eine Ersteinschätzung zu ihren rechtlichen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an!
Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

