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Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer - Freibeträge nutzen

05.07.2024

Kinderlose oder alleinstehende Erblasser stehen bei der Gestaltung der Vermögensübertragung vor schwierigen Problemen. Mögliche Erben sind nicht direkt verwandt und direkte Verwandte, die Ansprüche anmelden könnten, erscheinen als nicht geeignet, um ein Vermögen im Sinne des Erblassers zu verwalten.

Wichtigste Themen in dieser komplexen Gemengelage sind dabei die Notwendigkeit eines Testamentes, um eine ungewollte Erbfolge auszuschließen, sowie die Beachtung der Erbschaftssteuer, denn beim Vererben eines Vermögens müssen unter Umständen bis zu 40 Prozent Erbschafts- oder Schenkungssteuer bezahlt werden. „In diesen Zusammenhängen ist es notwendig, sich über die Nachlassgestaltung Gedanken zu machen“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Ehe- und Lebenspartner können sich auf einen Freibetrag in Höhe von 500.000 Euro einstellen, Kinder können bis zu 400.000 Euro steuerfrei erben oder geschenkt bekommen. Geschwister oder unverheiratete Partner müssen Erbschaften versteuern, die 20.000 Euro übersteigen. Rechtsanwalt Looser: „Wenn feststeht, wie das Vermögen aufgeteilt werden soll, macht es Sinn, die Freibeträge bei der Schenkungssteuer alle 10 Jahre auszunutzen. Wer z.B. 800.000 Euro einem Kind schenken möchte, der kann das in zwei Raten à 400.000 Euro tun. Allerdings müssen zwischen den Schenkungen mindestens 10 Jahre liegen.

Bei einer anstehenden Schenkung sollten sich Schenker und Beschenkte nicht nur gut verstehen, sondern künftige Auseinandersetzungen auch konsequent ausschließen. Dabei kann es um Regeln gehen, an die sich Beschenkte zu halten haben, z.B. die Einrichtung eines lebenslangen Wohnrechts in Bezug auf eine verschenkte Immobilie. Auch ein Rückforderungsrecht kann im Schenkungsvertag verbrieft werden. Wer Immobilien verschenkt, muss einen Notar hinzuziehen, bei der Schenkung von Aktien oder sonstigen beweglichen Vermögenswerten reicht ein einfacher Vertrag, der aber von einem Anwalt aufgesetzt werden sollte, um Benachteiligungen der Parteien und zukünftige rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.

„Eine Schenkung sollte immer im Zusammenhang mit einem Gesamtkonzept zur Vermögensübertragung einhergehen. Jeglicher über die aktuelle Schenkung herausgehende Klärungsbedarf sollte in einem Testament verfügt werden“, so Rechtsanwalt Looser.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte steht in allen Fragen zu Schenkung und Erbschaft zur Verfügung, insbesondere für Vertretungen im Streitfall oder bei der Durchsetzung von Ansprüchen. Zum Pauschalpreis von 100 Euro zzgl. MwSt. geben wir Ihnen eine Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an!

Mehr Informationen: https://www.bruellmann.de/erbrecht-und-schenkungsrecht

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Aktuelles
08.07.2024

Eine Schenkung erfolgt ohne den Anspruch auf eine Gegenleistung. Allerdings kann der Schenker die Zuwendung mit Auflagen verknüpfen und dadurch Einfluss auf den Umgang mit seinem Nachlass nehmen. Solche Auflagen können aber unwirksam sein, wenn sie bspw. den Beschenkten in seiner Testierfreiheit einschränken. Der BGH hat die Anforderungen an wirksame Schenkungsauflagen mit Urteil vom 28. November 2023 präzisiert (Az.: X ZR 11/21).
05.07.2024

Kinderlose oder alleinstehende Erblasser stehen bei der Gestaltung der Vermögensübertragung vor schwierigen Problemen. Mögliche Erben sind nicht direkt verwandt und direkte Verwandte, die Ansprüche anmelden könnten, erscheinen als nicht geeignet, um ein Vermögen im Sinne des Erblassers zu verwalten.
27.05.2024

Pflichtteilsansprüche müssen innerhalb von drei Jahren gegenüber dem Erben geltend gemacht werden. Die Verjährungsfrist beginnt aber erst, wenn der Pflichtteilsberechtigte Kenntnis von seinem Anspruch erlangt hat, wie ein Urteil des OLG Hamm deutlich macht (Az.: 10 U 108/21).
20.05.2024

Schwere psychische Erkrankungen wie Depressionen führen nicht automatisch zur Testierunfähigkeit des Erblassers. Das gilt auch dann, wenn der Erblasser sich schließlich das Leben genommen hat. Das hat das Oberlandesgericht Brandenburg mit Beschluss vom 19. März 2024 entschieden (Az.: 3 W 28/24).
13.05.2024

Auch der behandelnde Arzt kann in einem Testament wirksam als Erbe eingesetzt werden. Das hat das OLG Frankfurt mit Beschluss vom 21. Dezember 2023 entschieden (Az.: 21 W 91/23). Das gelte auch, wenn der begünstigte Arzt selbst die Testierfähigkeit bestätigt hat.
06.05.2024

Anfang 2023 ist das sog. Ehegattennotvertretungsrecht in Kraft getreten. Damit kann der Ehegatte im akuten Krankheitsfall Entscheidungen für den Ehe- oder Lebenspartner treffen, wenn dieser aufgrund seines Gesundheitszustands nicht mehr in der Lage dazu ist. „Das Ehegattennotvertretungsrecht hilft somit schnell und unbürokratisch notwendige Entscheidungen zu treffen. Eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung kann es auf Dauer allerdings nicht ersetzen“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.