Rückrufservice

EUROTEMPUS GMBH: BAFIN ORDNET ABWICKLUNG DES EINLAGENGESCHÄFTS AN

22.01.2016

Die Eurotempus GmbH mit Sitz in Köln muss ihr unerlaubt betriebenes Einlagengeschäft abwickeln und die angenommenen Gelder unverzüglich an die Anleger zurückzahlen. Das hat die Finanzaufsicht BaFin mit Bescheid vom 15. Dezember 2015 angeordnet.

Laut BaFin habe die Eurotempus GmbH auf der Grundlage von Darlehensverträgen, die eine unbedingte Rückzahlung vorsahen, Gelder angenommen, ohne dass der Rückzahlungsanspruch in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft war. Damit habe sie ein Einlagengeschäft ohne die dafür notwendige Erlaubnis betrieben.

Die Eurotempus GmbH muss ihre Bankgeschäfte nun abwickeln und die angenommenen Gelder an die Anleger zurückzahlen. Ein Abwickler wurde bereits bestellt. Der BaFin-Bescheid ist sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig. Das Unternehmen kann noch Rechtsmittel gegen die Abwicklungsanordnung anlegen.

Sobald der Bescheid rechtskräftig wird, müssen die Anlegergelder unverzüglich zurückgezahlt werden. „In diesen Fällen stellt sich regelmäßig die Frage, ob das betroffene Unternehmen dazu überhaupt in der Lage ist. Sollte die Liquidität nicht ausreichen, um das Geld an die Anleger zurückzuzahlen, kann auch die Insolvenz die Folge sein. Das war in der Vergangenheit schon häufiger zu beobachten. Für die Anleger würde eine Insolvenz bedeuten, dass sie finanzielle Verluste befürchten müssen“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Soweit muss es bei der Eurortempus GmbH natürlich nicht kommen. Dennoch sollten sich die Anleger für den Fall der Fälle vorbereiten und ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen. „Da die Eurotempus GmbH laut BaFin ein Einlagengeschäft ohne die notwendige Erlaubnis betrieben hat, dürfte ein Verstoß gegen das Kreditwesengesetz vorliegen. Dann stehen die Unternehmensverantwortlichen persönlich in der Haftung“, erklärt Rechtsanwalt Seifert. Schadensersatzansprüche können sich möglicherweise aber auch gegen die Vermittler richten, wenn diese in den Beratungsgesprächen nicht umfassend über die Risiken ihrer Geldanlage informiert haben.

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Aktuelles
16.05.2022

Schlechte Nachrichten für Anleger der te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG: Die Gesellschaft hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie mit dem Ausfall ihrer Forderungen rechnen müssen.
09.05.2022

Die Gesellschaften te Solar Sprint II und te Solar Sprint III sind insolvent. Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenzverfahren am 26. April 2022 eröffnet (Az.: 401 IN 2361/21 bzw. 401 IN 2365/21). Anleger der te Solar Sprint II können ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 14. Juni 2022 anmelden, Anleger der te Solar Sprint III haben Zeit bis zum 24. Juni 2022.
05.05.2022

Als ob die Aktionäre der insolventen Wirecard AG nicht schon genug gestraft wären, könnte jetzt noch weiterer Ärger auf sie zukommen. Nachdem das Landgericht München am 5. Mai 2022 die Jahresabschlüsse des Konzerns 2017 und 2018 für ungültig erklärt hat, könnte der Insolvenzverwalter ausgeschüttete Dividenden von den Aktionären zurückfordern.
05.05.2022

Das Amtsgericht Oldenburg hat das Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete AG am 1. Mai 2022 offiziell eröffnet (Az.: 69 IN 7/72). Am gleichen Tag wurden auch die Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete Produktionsgesellschaft (Az.: 16 IN 14/22) und die Deutsche Lichtmiete Vermietgesellschaft (Az.: 33 IN 15/22) eröffnet. Anleger können ihre Forderungen ab sofort beim Insolvenzverwalter anmelden.
04.05.2022

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, ist insolvent. Einlagen bis 100.000 Euro sind gesichert.
03.05.2022

Die Krise bei der Adler Group spitzt sich zu. Der Immobilienkonzern hatte am 30. April 2022 auf den letzten Drücker noch den Jahresabschluss für 2021 vorgelegt. Die Bilanz weist einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro aus. Die Anleger dürfte aber noch viel mehr beunruhigt haben, dass die Wirtschaftsprüfer von KPMG ihr Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert haben. Die im SDAX notierte Aktie stürzte daraufhin regelrecht ab.