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MPC MÜNCHMEYER PETERSEN CAPITAL AG – ZAHLUNGSUNFÄHIG?

WAS BETROFFENE ANLEGER JETZT WISSEN MÜSSEN

Dem börsennotierten Emissionshaus MPC Capital mit Sitz in Hamburg stehen schwere Zeiten bevor. Der aktuelle Geschäftsbericht schreibt roten Zahlen. Eine Hiobsbotschaft folgt der nächsten. Im Zusammenhang mit der Emission des Containerschiffsfonds Beteiligungsgesellschaft Nordamerika-Schiffe 2 mbH & Co. KG (CPO Nordamerika 2) nahm das Fondshaus Darlehen in Höhe von rund $ 11 Mio. auf.

Das Geld sollte die Fertigstellung der fünf Vollcontainerschiffe: MS CPO New York, MS CPO Baltimore, MS CPO Norfolk, MS CPO Miami und MS CPO Savannah sichern. Nun stellt sich jedoch heraus, dass das Emissionshaus nicht genügend Vermögensmasse hat, diese Kredite zurück bezahlen zu können.

Die betroffenen Anleger wurden über die fehlende Leistungsfähigkeit der MPC durch Rundschreiben der Geschäftsführung informiert und zeitgleich zum Forderungsverzicht in Millionenhöhe aufgerufen. Ebenfalls von der drohenden Insolvenz betroffen sind die Flotten- und Schifffonds MPC Flottenfonds 3 Starflotte und MPC Santa P – Schiffe TR 2005 und des Immobilienfonds MPC Österreich.

Vor ähnlich gelagerten Problemen stehen die Anleger die in den MPC Lebensversicherungsfonds MPC Leben Plus 1 und MPC Leben Plus 2, Rendite-Leben plus VII GmbH & Co. KG und Rendite-Fonds Leben plus spezial VI GmbH & Co. KG ihr Geld investiert haben. Auch diese Anleger sollen auf Millionenforderungen verzichten.

Schließlich wurde bekannt, dass das Emissionshaus MPC durch erteilte Platzierungsgarantieren, Vorfinanzierungen und übernommene Bürgschaften bei mehreren Fonds mit über € 700 Mio. belastet ist. Für den Fall, dass diese Forderungen aufleben würden, dürfte das Fondshaus MPC die Zahlungsunfähigkeit anmelden. 

Viele Fonds befinden sich jetzt schon in wirtschaftlicher Schieflage. Den Anlegern droht somit der Totalverlust Ihrer Einlage. Nach der Rechtsprechung der letzten Jahre stehen die Anleger jedoch nicht hilflos da. Zwar dürfte das Vorgehen gegen die MPC Capital für Anleger durch die drohende Insolvenz des Emissionshauses überschattet sein.

Erfolgversprechend ist jedenfalls das Verfolgen von Schadensersatzansprüchen gegenüber den Beratungsunternehmen, welche MPC Fonds vermittelt haben. Nach den BRÜLLMANN Rechtsanwälten vorliegenden Informationen wurden die Anleger in vielen Fällen in Schadensersatz begründenden Weise nicht richtig über die unternehmerischen Risiken der Beteiligungen aufgeklärt.

Bei bankgebundenen Beratern wurden die Anleger erfahrungsgemäß entgegen der höchstrichterlichen Rechtsprechung zudem nicht über geflossene Innenprovisionen aufgeklärt.

Die auf Anlegerschutz spezialisierte Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte empfiehlt betroffenen Anlegern daher, sich an einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt zur Überprüfung möglicher Ansprüche zu wenden.

Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen stehen den Anlegern Schadensersatzansprüche zu, die zu einer vollständigen Rückabwicklung der Anlage führen können. Inhaber einer „Not leidenden“ Fondsbeteiligung sollten daher von einem auf diesem Gebiet erfahrenen Anwalt prüfen lassen, ob Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.  

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Damjanovic
Tel:  0711 / 520 888 - 19
Fax: 0711 / 520 888 - 22
E-Mail: h.looser@bruellmann.de

Aktuelles

Das Amtsgericht Stuttgart hat am 1. Dezember 2025 das vorläufige Insolvenzverfahren über die InnPro Gesellschaft für Vermarktung Innovativer Produkte mbH eröffnet (Az. 14 IN 2139/25). Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart bot Anlegern Direkt-Investments in Solaranlagen an. Nach dem Insolvenzantrag fragen sich viele Anleger, wie es mit ihrer Investition weitergeht.

Banken und Sparkassen können ihren Anspruch auf eine Vorfälligkeitsentschädigung verlieren, wenn sie die Darlehensnehmer nicht ordnungsgemäß über die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung aufgeklärt haben. Konsequenz ist, dass Verbraucher eine bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückverlangen können. Das hat der BGH mit wegweisenden Urteilen vom 3. Dezember 2024 (Az.: XI ZR 75/23) und 20. Mai 2025 (Az. XI ZR 22/24) entschieden. 

Die Life Forestry Switzerland AG ist in Konkurs und wird liquidiert. Das geht aus einer Meldung des Schweizerischen Handelsamtsblatts (SHAB) vom 25. November 2025 hervor. Demnach hat das Kantonsgericht Nidwalden den Konkurs über die Gesellschaft mit Wirkung ab dem 19. November 2025 eröffnet. 

Der Bundesgerichtshof hat die Position der Verbraucher beim Widerruf von Darlehen gestärkt. Mit Urteil vom 21. Oktober 2025 (XI ZR 133/24) machte der BGH deutlich, dass Darlehensverträge, die vor dem 21. März 2016 geschlossen wurden, auch heute noch widerrufen werden können. Voraussetzung ist, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben der Bank, z.B. zum effektiven Jahreszins, nicht korrekt oder unvollständig waren.

Das Amtsgericht Charlottenburg hat das vorläufige Insolvenzverfahren über die Genossenschaft Cehatrol Technology eG am 4. November 2025 eröffnet (Az. 3616 IN 3447/25). Für die Anleger stellt sich nun die Frage, wie es um Ausschüttungen oder Rückzahlungen bestellt ist.

Anleger der Schuldverschreibung ProReal Deutschland 7 müssen erneut schlechte Nachrichten verdauen: Ihnen drohen erhebliche finanzielle Verluste. Das geht aus einer Pflichtveröffentlichung der Emittentin, die die Finanzaufsicht BaFin am 14. November 2025 veröffentlicht hat, hervor.