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PRIVATE COMMERCIAL OFFICE INC.

WIEDER ANLEGERSKANDAL MIT MILLIONENSCHADEN? STRAFVERFOLGUNGSBEHÖRDEN DURCHSUCHEN BÜROS UND WOHNUNGEN!

Stuttgart 02.08.2007

Wie zahlreiche Tageszeitungen berichten, haben am Dienstag, den 30.07.2007 rund 60 Polizeibeamte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mannheim Wohnungen und Büros von mehreren Tatverdächtigen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz durchsucht und dabei Beweismaterial sichergestellt. Ein 58-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen.  

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung teilte das Landeskriminalamt mit, dass die Firma Private Commercial Office Inc., die Herrn Ulrich Engler zugerechnet wird, „betrügerische Kapitalanlagen zum Nachteil einer noch nicht abschließend bekannt großen Zahl von Anlegern koordiniert und abgewickelt haben soll“. Der mögliche Schaden der Anleger belaufe sich auf „mindestens 100 Millionen US-Dollar“.  

Den Anlegern wurden traumhaft hohe Renditen in Aussicht gestellt, die aus dem Aktiengeschäft im so genannten „Day-Trayding“ erwirtschaftet werden sollten. Beim Day-Trading werden Aktien unter Ausnutzung kleinster Kursschwankungen am selben Tag ge- und wieder verkauft.

Die Private Commercial Office Inc. warb damit, dass sie eine Software entwickelt habe, die in der Lage sei, in 5 Sekunden etwa 35.000 Aktien auf dem amerikanischen Markt zu analysieren, so dass Aktien bereits wieder mit Gewinn verkauft seien, wenn andere den Kurssprung erst bemerkten.  

Die Staatsanwaltschaft geht jedoch davon aus, dass die bislang ausgewiesenen Spekulationsgewinne nur vorgetäuscht worden seien. Hinter dem ganzen System vermuten Experten ein typisches schneeballartiges Betrugssystem, bei dem die angeblichen Gewinne mit „frischem“ Geld von neuen Anlegern ausgezahlt werden.   Rechtsanwalt Marcel Seifert von der auf das Anlegerrecht spezialisierten Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte:

„Sollten sich die derzeitigen Vermutungen bestätigen, so ist davon auszugehen, dass die Anleger die in US Dollar angewiesenen Beträge wohl „abschreiben“ müssen. Möglicherweise stehen ihnen jedoch Schadensersatzansprüche gegen Dritte, wie zum Beispiel den oder die Vermittler zu. Dies sollten sie von einem auf diesen Gebiet erfahrenen Anwalt überprüfen lassen“.  

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Aktuelles

Wie zu erwarten war, hat das Amtsgericht München das vorläufige Insolvenzverfahren über die DF Deutsche Finance Investment Fund 17  Club Deal Boston II - GmbH & Co. geschlossene InvKG am 2. September 2026 eröffnet (Az. 15 IN 3086/26. Das Fondsmanagement hatte schon am 12. August 2026 angekündigt, dass für die Fondsgesellschaft voraussichtlich Insolvenzantrag gestellt werden wird. 

Der Aachener Spar- und Stiftungsfonds wird abgewickelt; die Fondsimmobilien sollen verkauft werden. Für die Anleger des offenen Immobilienfonds bedeutet dies zunächst, dass sie ihre Anteile nicht mehr zurückgeben können. Ebenso sind finanzielle Verluste im Zuge der Abwicklung möglich.

Mit knapp 10.000 Euro hatte sich ein Ehepaar an der Vermögensanlage treeme – mein Baumfairvermögen der inzwischen insolventen Green Wood International AG beteiligt. Nach einem Urteil des Landgerichts Frankfurt vom 24. August 2026 (Az. 2-25 O 147/25 / nicht rechtskräftig) erhält es sein Geld zurück. „Das Gericht ist unserer Argumentation gefolgt, dass sich der Anlageberater wegen einer fehlerhaften Anlageberatung schadenersatzpflichtig gemacht hat“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Kunden der DKB  Bank sind erneut ins Visier von Betrügen geraten. Diese verschicken derzeit Phishing-Mails, in denen sie aufgefordert werden, sich neu zu authentifizieren. Ansonsten müsse ihr Online-Banking vorübergehend deaktiviert werden. Die Mails stammen nicht von der DKB Bank und sind nichts anderes als ein Betrugsversuch. „Links bzw. Buttons in der Mail sollten daher nicht angeklickt werden“, warnt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Das Amtsgericht Wiesbaden hat am 6. August 2026 das vorläufige Insolvenzverfahren über den Immobilienfonds dii. Wohnimmobilien Deutschland 1 GmbH & Co. Geschlossene Investment-KG eröffnet (Az. 10 IN 326/26). Anleger müssen erhebliche finanzielle Verluste befürchten.

Für den Fonds DF Deutsche Finance Investment 17 – Club Deal Boston II wird voraussichtlich Insolvenz angemeldet werden müssen. Die Anleger sollen darüber bereits schriftlich informiert worden sein. Für sie stellt sich nun vor allem die Frage, wie sie sich gegen die drohenden finanziellen Verluste wehren können.