Rückrufservice

Gefloppte Kapitalanlage - Schadenersatz vor Eintritt der Verjährung geltend machen

18.11.2021

Geldanlagen erfüllen längst nicht immer, was sich der Anleger von der Investition versprochen hat. Verlorenes Geld muss jedoch nicht endgültig abgeschrieben werden. Häufig haben Anleger die Möglichkeit Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Dabei ist jedoch der 31. Dezember ein wichtiges Datum. Denn zum Jahresende droht regelmäßig die Verjährung von Schadenersatzansprüchen.

Daher ist es ratsam in den verbleibenden Wochen des Jahres die Geldanlage noch einmal kritisch zu betrachten. Anleger sollten sich fragen, ob sich die Renditeerwartungen erfüllt haben, Auszahlungen, Zinszahlungen oder Rückzahlungen termingerecht und vollständig geflossen sind oder es zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Um finanzielle Verluste abzuwehren, sollten daher rechtliche Möglichkeiten genutzt werden.

Vielen Anlegern ist häufig nicht bewusst, dass sie Ansprüche auf Schadenersatz geltend machen können. So können beispielsweise fehlerhafte oder unvollständige Angaben in den Emissionsprospekten zu Schadenersatzansprüchen führen. Ansprüche können aber auch gegen die Anlageberater und -vermittler entstanden sein, wenn diese nicht ordnungsgemäß über die Risiken der Kapitalanlage und insbesondere über das Totalverlustrisiko aufgeklärt haben.

Ob Fondsbeteiligungen, Anleihen, Genussrechte und Inhaberschuldverschreibungen oder Nachrangdarlehen und Gold-Investments – für Anleger geht mit der Beteiligung an Kapitalanlegen ein Risiko einher und oft genug sind die Anlagen gefloppt oder stehen davor und es drohen erhebliche finanzielle Verluste. Um das zu verhindern, sollten rechtzeitig Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden. Dabei müssen die Verjährungsfristen im Blick behalten werden.

Einerseits gilt die kenntnisabhängige dreijährige Verjährungsfrist. Die Frist beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anleger Kenntnis von den Umständen hatte, die den Schadenersatz begründen oder sie zumindest hätte haben müssen. Nach drei Jahren ist der Anspruch verjährt. Entsteht der Schadenersatzanspruch z.B. im Laufe des Jahres 2018 tritt die Verjährung am 31.12.2021 ein.

Darüber hinaus ist auch die kenntnisunabhängige zehnjährige Verjährungsfrist zu beachten. Hier verjähren Schadenersatzansprüche endgültig auf den Tag genau zehn Jahre nachdem der Anspruch entstanden ist.

Für Anleger ist es daher ratsam, rechtzeitig zu handeln, wenn sie den Verdacht haben, dass es Unregelmäßigkeiten bei ihrer Geldanlage gibt. Dann sollten frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um die Verjährung zu hemmen. Wir bieten Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer rechtlichen Möglichkeiten an.

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Damjanovic
Tel:  0711 / 520 888 - 19
Fax: 0711 / 520 888 - 22
E-Mail: h.looser@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
20.05.2022

Die angeschlagene Adler-Group liefert weiter Schlagzeilen, die die Anleihe-Anleger und Aktionäre beunruhigen dürfte. So haben die Wirtschaftsprüfer von KPMG die Zusammenarbeit aufgekündigt. udem ist auch die Tochtergesellschaft Consus Real Estate in wirtschaftliche Schieflage geraten.
16.05.2022

Schlechte Nachrichten für Anleger der te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG: Die Gesellschaft hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie mit dem Ausfall ihrer Forderungen rechnen müssen.
09.05.2022

Die Gesellschaften te Solar Sprint II und te Solar Sprint III sind insolvent. Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenzverfahren am 26. April 2022 eröffnet (Az.: 401 IN 2361/21 bzw. 401 IN 2365/21). Anleger der te Solar Sprint II können ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 14. Juni 2022 anmelden, Anleger der te Solar Sprint III haben Zeit bis zum 24. Juni 2022.
05.05.2022

Als ob die Aktionäre der insolventen Wirecard AG nicht schon genug gestraft wären, könnte jetzt noch weiterer Ärger auf sie zukommen. Nachdem das Landgericht München am 5. Mai 2022 die Jahresabschlüsse des Konzerns 2017 und 2018 für ungültig erklärt hat, könnte der Insolvenzverwalter ausgeschüttete Dividenden von den Aktionären zurückfordern.
05.05.2022

Das Amtsgericht Oldenburg hat das Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete AG am 1. Mai 2022 offiziell eröffnet (Az.: 69 IN 7/72). Am gleichen Tag wurden auch die Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete Produktionsgesellschaft (Az.: 16 IN 14/22) und die Deutsche Lichtmiete Vermietgesellschaft (Az.: 33 IN 15/22) eröffnet. Anleger können ihre Forderungen ab sofort beim Insolvenzverwalter anmelden.
04.05.2022

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, ist insolvent. Einlagen bis 100.000 Euro sind gesichert.