Rückrufservice

INSOLVENZ DER PIM GOLD GMBH – MÖGLICHKEITEN DER ANLEGER

18.10.2019

Nach der Insolvenz der PIM Gold GmbH fürchten viele Anleger um ihr Geld. Der Goldhändler hat ebenso wie seine Vertriebsgesellschaft, die Premium Gold Deutschland GmbH (PGD), Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Offenbach hat die vorläufigen Insolvenzverfahren über die beiden Gesellschaften am 30. September 2019 eröffnet (Az.: 8 IN 402/19 und Az.: 8 IN 403/19).

Hinter der Pleite könnte ein handfester Anlegerskandal stecken. Schon Anfang September hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt die Geschäftsräume wegen Betrugsverdachts durchsuchen lassen. Der Geschäftsführer der PIM Gold sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Das Vermögen der Gesellschaft hat die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Auch wenn die Konten der PIM Gold eingefroren und Vermögen sichergestellt wurde, ist das für die Anleger nur wenig beunruhigend. Denn es wurde auch festgestellt, dass erhebliche Mengen an Gold fehlen. Das ist besonders für die Anleger bitter, die ihr Gold bei der PIM Gold eingelagert haben. Wieviel Gold tatsächlich vorhanden ist, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Selbst bei dem sichergestellten Gold ist fraglich, ob die Anleger das Eigentum daran erworben haben. Nur wenn sie dies nachweisen können, können sie Aussonderungsrechte geltend machen. Ansonsten fließt das Gold in die Insolvenzmasse, die unter den Gläubigern aufgeteilt wird.

Wie hoch die Insolvenzquote ausfallen wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird sich zunächst einen Überblick verschaffen und dann entscheiden müssen, ob die Insolvenzmasse ausreicht, um das Insolvenzverfahren regulär zu eröffnen. Derzeit wird damit gerechnet, dass das Insolvenzverfahren Anfang Dezember eröffnet werden kann.

Dann haben die Anleger auch die Möglichkeit, ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden. Wie hoch die Insolvenzquote ausfallen und wann Geld fließen wird, lässt sich derzeit nicht prognostizieren. Da aber offenbar ein großer Teil des Goldes nicht vorhanden ist, müssen die Anleger auch im Insolvenzverfahren mit erheblichen finanziellen Verlusten rechnen.

Um nicht auf ihren Verlusten sitzenzubleiben, können die Anleger schon jetzt und unabhängig vom Insolvenzverfahren ihre Schadensersatzansprüche prüfen lassen. So wie es sich bislang darstellt, wurden die Goldanlagen den Anlegern oftmals als sichere Geldanlage dargestellt. „Die Anlageberater und -vermittler wären aber auch verpflichtet gewesen, über die vorhandenen Risiken aufzuklären. Ebenso hätten sie eine Plausibilitätsprüfung bei den einzelnen Goldanlagen vornehmen müssen. Sind sie diesen Verpflichtungen nicht nachgekommen, können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte aus Stuttgart.

Ebenso können sich die Ansprüche auch gegen die Unternehmensverantwortlichen richten.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer rechtlichen Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

Mehr Informationen: www.bruellmann.de/faelle/pim-gold-gmbh/

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
16.05.2022

Schlechte Nachrichten für Anleger der te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG: Die Gesellschaft hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie mit dem Ausfall ihrer Forderungen rechnen müssen.
09.05.2022

Die Gesellschaften te Solar Sprint II und te Solar Sprint III sind insolvent. Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenzverfahren am 26. April 2022 eröffnet (Az.: 401 IN 2361/21 bzw. 401 IN 2365/21). Anleger der te Solar Sprint II können ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 14. Juni 2022 anmelden, Anleger der te Solar Sprint III haben Zeit bis zum 24. Juni 2022.
05.05.2022

Als ob die Aktionäre der insolventen Wirecard AG nicht schon genug gestraft wären, könnte jetzt noch weiterer Ärger auf sie zukommen. Nachdem das Landgericht München am 5. Mai 2022 die Jahresabschlüsse des Konzerns 2017 und 2018 für ungültig erklärt hat, könnte der Insolvenzverwalter ausgeschüttete Dividenden von den Aktionären zurückfordern.
05.05.2022

Das Amtsgericht Oldenburg hat das Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete AG am 1. Mai 2022 offiziell eröffnet (Az.: 69 IN 7/72). Am gleichen Tag wurden auch die Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete Produktionsgesellschaft (Az.: 16 IN 14/22) und die Deutsche Lichtmiete Vermietgesellschaft (Az.: 33 IN 15/22) eröffnet. Anleger können ihre Forderungen ab sofort beim Insolvenzverwalter anmelden.
04.05.2022

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, ist insolvent. Einlagen bis 100.000 Euro sind gesichert.
03.05.2022

Die Krise bei der Adler Group spitzt sich zu. Der Immobilienkonzern hatte am 30. April 2022 auf den letzten Drücker noch den Jahresabschluss für 2021 vorgelegt. Die Bilanz weist einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro aus. Die Anleger dürfte aber noch viel mehr beunruhigt haben, dass die Wirtschaftsprüfer von KPMG ihr Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert haben. Die im SDAX notierte Aktie stürzte daraufhin regelrecht ab.