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Insolvenzverfahren der Ikarus Design Handel GmbH

Die Ikarus Design Handel GmbH ist insolvent. Das Amtsgericht Hanau hat das Insolvenzverfahren am 1. April 2024 regulär eröffnet (Az.: 70 IN 7/24). Die Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 24. Mai 2024 beim Insolvenzverwalter anmelden. Die Insolvenz trifft auch die stillen Teilhaber des Unternehmens, die nun erhebliche finanzielle Verluste befürchten müssen.

Überraschend kommt die Insolvenz des Design-Spezialisten aus Gelnhausen nicht. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens sind schon länger bekannt und Anfang des Jahres hatte das Amtsgericht Hanau das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Die Hoffnung, dass sich ein Investor für das angeschlagene Unternehmen findet, hat sich nicht erfüllt und das Amtsgericht Hanau hat das Regelinsolvenzverfahren eröffnet.

Ursache für die Insolvenz seien die Folgen des Ukraine-Kriegs, sagte der Geschäftsinhaber gegenüber der F.A.Z. Inflation, hohe Energiepreise und ein Einbruch beim Geschäft mit Gartenmöbeln im vergangenen Sommer hätten der Ikarus Design Handel GmbH massiv zugesetzt. Alle Versuche, das Ruder herumzureißen, sind gescheitert. Auch ein Investor hat sich nicht mehr gefunden.

Neben den Mitarbeitern trifft die Insolvenz auch die Kunden und Anleger der Ikarus Design Handel GmbH. Sie können ihre Forderungen nur noch beim Insolvenzverwalter anmelden. Anleger hatten dem Unternehmen als stille Teilhaber gegen Zinsen Geld geliehen. Eine riskante Form der Investition wie sich jetzt zeigt. Denn im Insolvenzfall droht den Anlegern der Totalverlust. Ihre Forderungen werden im Insolvenzfall als nachrangig angesehen, d.h. die Anleger müssen sich hinter allen anderen Gläubigern anstellen und drohen deshalb im Insolvenzverfahren leer auszugehen.

„Dennoch sollten die Anleger ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden. Denn es gilt zu prüfen, ob der Rangrücktritt auch wirksam vereinbart wurde. Das ist häufig aufgrund für den Anleger intransparenter Klauseln nicht der Fall. Dann sind die Forderungen gleichrangig mit den Forderungen der anderen Gläubiger zu behandeln“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Um finanzielle Verluste abzuwehren, können die Anleger auch die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen in Betracht ziehen. Schadenersatzansprüche können z.B. entstanden sein, wenn die Anleger nicht ordnungsgemäß über ihre Risiken und insbesondere über ihr Totalverlustrisiko aufgeklärt wurden.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet den Anlegern zum Pauschalpreis von 119,00 EUR (inklusive Auslagen und Umsatzsteuer) eine Ersteinschätzung ihrer rechtlichen Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an!

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Aktuelles

Der offene Immobilienfonds LLB Semper Real Estate wird seit Oktober 2025 abgewickelt, d.h. die Fondsimmobilien werden verkauft. Anleger müssen damit rechnen, dass beim Verkauf der Immobilien finanzielle Verluste eintreten können. „Um sich gegen die Verluste zu wehren, können die Anleger prüfen lassen, ob ihnen Schadenersatzansprüche entstanden sind“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Es war zu befürchten, jetzt ist es Realität: Die Isar – Amper Erneuerbare Energien GmbH ist zahlungsunfähig und überschuldet. Das Amtsgericht Nürnberg das deshalb das Insolvenzverfahren über die Gesellschaft  am 17. März 2026 regulär eröffnet. Anleger können ihre Forderungen noch bis zum 21. April 2026 beim Insolvenzverwalter anmelden.

Für die Anleger der Luana AG haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet: Die Gesellschaft ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Schwarzenbek hat das Insolvenzverfahren am 1. April 2026 regulär eröffnet (Az. 1 IN 195/25). Anleger und andere Gläubiger können nun bis zum 13. Mai 2026 ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden.

Phishing und andere Betrugsmethoden beim Online-Banking haben schon gewaltige Schäden verursacht. In vielen Fällen stellt sich die Frage, ob der Kontoinhaber auf seinen Verlusten sitzenbleibt oder ob die Bank für den Schaden aufkommen muss. Geht es nach EuGH-Generalanwalt Athanasios Rantos werden die Rechte der Bankkunden gestärkt. In seinen Schlussanträgen vom 5. März 2026 in der Rechtssache C-70/25 plädierte er dafür, dass der Kontoinhaber zunächst einen unverzüglichen Erstattungsanspruch gegen seine Bank hat und die Haftungsfrage erst anschließend geklärt wird.

Nun also doch: Das Amtsgericht Charlottenburg hat am 23. März 2026  das Insolvenzverfahren über die Genossenschaft Cehatrol Technology eG mit Sitz in Berlin wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet (Az. 3616 IN 11869/25). Anleger bzw. Genossen können ihre Forderungen jetzt bis zum 12. Juni 2026 beim Insolvenzverwalter anmelden.

Auf Vermittlung der inzwischen insolventen Medius Exclusive GmbH hatte ein Mandant von BRÜLLMANN Rechtsanwälte eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen. Dabei hatten die Parteien vereinbart, dass die Provision für die Vermittlung der Lebensversicherung (Atlantic Lux) in Raten gezahlt wird. „Nachdem wir den Widerruf der Vergütungsvereinbarung erklärt haben, muss unser Mandant die ausstehenden Raten nicht mehr leisten“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius. Das hat das Amtsgericht Essen mit Urteil vom 18. März 2026 entschieden (Az. 20 C 297/25.