Rückrufservice

Insolvenzverfahren Paulus Wohnbau GmbH - Forderungen anmelden

03.11.2023

Nachdem die Insolvenz in Eigenverwaltung gescheitert ist, hat das Amtsgericht Ludwigsburg das Insolvenzverfahren über die Paulus Wohnbau GmbH am 1. November 2023 regulär eröffnet (Az.: 5 IN 380/23). Gläubiger und Anleger können ihre Forderungen nun bis zum 20. Dezember 2023 beim Insolvenzverwalter anmelden.

Die Insolvenz des Bauträgers aus Pleidelsheim trifft Anleger und Käufer der Wohnungen. Auf den Baustellen ruht die Arbeit. Immobilienkäufer müssen den Einzug in ihre eigenen vier Wände wieder verschieben. Viele wissen nicht, ob, wann und zu welchen Kosten die Bauprojekte fertiggestellt werden können. Anleger müssen nach der Insolvenz mit erheblichen Verlusten rechnen. Mit der Anmeldung der Forderungen beim Insolvenzverwalter können die unterschiedlichen Gläubigergruppen einen ersten Schritt zur Schadensminimierung machen.

Anleger haben zum Teil über das Portal zinsbaustein.de in die Bauprojekte investiert und müssen nun erhebliche finanzielle Verluste bis hin zum Totalverlust ihres Geldes befürchten. Zudem könnten ihre Forderungen im Insolvenzverfahren nachrangig behandelt werden. „Dennoch sollten die Forderungen beim Insolvenzverwalter unbedingt angemeldet werden, denn nur angemeldete Forderungen können auch berücksichtigt werden“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Unabhängig vom Insolvenzverfahren kann in einem weiteren Schritt auch die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen geprüft werden, um finanzielle Verluste abzuwehren. Investitionen in Immobilien wurden vielfach als sichere Geldanlagen beworben. Tatsächlich gehen die Anleger mit ihren Investitionen aber auch erhebliche Risiken bis hin zum Totalverlust ihres Geldes ein. „Über diese Risiken müssen Anlageberater und Anlagevermittler aufklären. Ist eine solche Aufklärung ausgeblieben oder wurden die Risiken verharmlost, können den Anlegern Schadenersatzansprüche entstanden sein“, so Rechtsanwalt Seifert.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet den von der Insolvenz der Paulus Wohnbau GmbH betroffenen Käufern und Anlegern gern eine Ersteinschätzung ihrer rechtlichen Möglichkeiten zum Pauschalpreis von 100 Euro zzgl. MwSt. an. Sprechen Sie uns an!

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
22.07.2024

Zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung müssen Banken nach dem Geldwäschegesetz (GwG) erhöhte Sorgfalts- und Meldepflichten einhalten. Liegt ein Geldwäscheverdacht vor, müssen Banken diesen unverzüglich melden. In der Praxis führt dies vermehrt zu Kontosperrungen. Für die Kontoinhaber ist das mehr als nur ein Ärgernis, denn ohne Zugriff auf das Konto können z.B. wichtige Rechnungen nicht bezahlt oder Zahlungsfristen nicht eingehalten werden. Das kann wiederum schwerwiegende Konsequenzen haben.
22.07.2024

Anleger der insolventen bc connect GmbH sehen sich mit Rückforderungen durch den Insolvenzverwalter konfrontiert. Ob der Insolvenzverwalter Zahlungen, die vor der Insolvenz an die Anleger geflossen sind, zurückfordern kann, muss im Einzelfall geklärt werden. Anleger können sich ggf. auf Entreicherung berufen. Zudem muss der Insolvenzverwalter nachweisen, dass mit den Zahlungen eine sog. unentgeltliche Leistung erfolgt ist.
12.07.2024

Ein negativer Schufa-Eintrag kann für den betroffenen Verbraucher zu erheblichen Problemen z.B. bei der Kreditaufnahme oder Abschlüssen von Verträgen führen. Gegen unberechtigte Einträge können sich die Betroffenen aber wehren. Das zeigt auch ein Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 6. Juni 2024 (Az.: 6 O 106/24).
10.07.2024

Das Kammergericht Berlin hat mit Urteil vom 1. Juli 2024 einem Anleger des Fonds Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. Safeinvest 2 KG Schadenersatz zugesprochen (Az.: 2 U 133/22). Aufgrund einer fehlerhaften Anlageberatung erhält der Anleger sein investiertes Geld vollständig zurück und wird von allen weiteren Zahlungsverpflichtungen freigestellt.
09.07.2024

Die PREOS Global Office Real Estate & Technology AG steht vor der Insolvenz. Wie die Gesellschaft am 28. Juni 2024 in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, wird sie Insolvenzantrag stellen müssen. Den Schritt begründet die Gesellschaft damit, dass das Oberlandesgericht Frankfurt den Freigabeantrag zur Umsetzung der Beschlüsse zur Restrukturierung der Wandelanleihe abgelehnt habe.
08.07.2024

Zuerst spähten die Täter die PIN-Nummer aus, dann stahlen sie die Debit-Karte und hoben schließlich am Geldautomaten rund 2.000 Euro vom Konto ihres Opfers ab. Der Kunde der Sparda-Bank Hamburg bleibt auf dem Schaden jedoch nicht sitzen; die Bank muss ihm den Verlust ersetzen, entschied das Amtsgericht Hamburg-Altona mit Urteil vom 16. April 2024 (Az.: 318b C 192/93).