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Insolvenzverfahren über IK Investment Group GmbH eröffnet

Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung hat das Amtsgericht Charlottenburg am 29. Juli 2025 das Insolvenzverfahren über die IK Investment Group GmbH eröffnet (Az. 3606 IN 5163/25). Anleger und andere Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 16. Oktober 2025 beim Insolvenzverwalter anmelden. Die Gläubigerversammlung ist bereits am 4. September 2025.

Die Insolvenz der IK Investment Group kommt am Ende nicht mehr überraschend. Schwierigkeiten zeichneten sich bereits Ende 2023 ab, als die BaFin der Gesellschaft die Einstellung und Abwicklung ihres unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts aufgab. Denn die IK Investment Group bot Anlegern sog. „IK-Festzinskonten“ an. Neben den Zinsen wurde den Anlegern die Rückzahlung ihres investierten Kapitals versprochen. 

Damit betrieb die IK Investment Group das Einlagengeschäft, ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin dafür zu haben. Die Finanzaufsicht ordnete daher die Einstellung und Abwicklung des Einlagengeschäfts an und bestellte einen Abwickler. Zudem sperrte sie alle bekannten Inlandskonten der Gesellschaft.

Anleger haben nach Angaben der BaFin rund 7 Millionen Euro bei der IK Investment Group investiert. Ihre Hoffnung auf eine schnelle Rückzahlung erfüllte sich jedoch nicht. Stattdessen wurde nun das Insolvenzverfahren über die Gesellschaft eröffnet. Anleger können jetzt zwar ihre Forderungen anmelden, mit erheblichen finanziellen Verlusten müssen sie aber weiterhin rechnen.

„Dennoch sollten die Forderungen unbedingt angemeldet werden, denn nur angemeldete Forderungen können im Insolvenzverfahren auch berücksichtigt werden“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Um sich darüber hinaus gegen die drohenden finanziellen Verluste zu wehren, können auch Ansprüche auf Schadenersatz geprüft werden.

Forderungen können sowohl gegen die verantwortlichen Personen der IK Investment Group als auch gegen die Anlageberater bzw. Anlagevermittler bestehen. Diese hätten das Geschäftsmodell prüfen und die Anleger über die bestehenden Risiken, insbesondere das Totalverlustrisiko aufklären müssen. Ist diese Aufklärung nicht ordnungsgemäß erfolgt, haben sie sich schadenersatzpflichtig gemacht.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet Anlegern der IK Investment Group zum Pauschalpreis von 119 Euro inkl. MwSt. und Auslagen gern eine Ersteinschätzung ihrer rechtlichen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an!

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Aktuelles

Das Landgericht Münster hat einem Anleger des offenen Immobilienfonds UniImmo Wohnen ZBI mit Urteil vom 15. Januar 2026 Schadenersatz wegen einer fehlerhaften Anlageberatung zugesprochen (Az. 114 O 7/25). Das berichtet u.a. das Handelsblatt online. Der Anleger hat nun Anspruch auf die Rückabwicklung seiner Beteiligung und die Erstattung seiner investierten 15.000 Euro. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Hoffnung für Anleger der insolventen Ikarus Design Verwaltungs GmbH: Eine vertraglich vereinbarte Nachrangabrede ist intransparent und damit unwirksam. Das hat das Landgericht Hanau mit Urteil vom 8. Januar 2026 entschieden - Az. 1 O 418/25 (noch nicht rechtskräftig). „Unser Mandant kann nun seine Forderungen über 20.000 Euro plus Zinsen zur Insolvenztabelle anmelden und muss im Insolvenzverfahren nicht leer ausgehen“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte, der das Urteil erstritten hat.

Rund 42.000 Euro hatte ein Sparkassen-Kunde bei einer Phishing-Attacke verloren. Das OLG Karlsruhe hat nun mit Urteil vom 23. Dezember 2025 (Az. 17 U 113/23) entschieden, dass die Sparkasse für den Schaden aufkommen muss. Damit hat das Oberlandesgericht die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe bestätigt (Az.: 2 O 312/22).

Rund 3.200 Schließfächer haben die Täter bei ihrem Einbruch in eine Filiale der Sparkasse Gelsenkirchen aufgebrochen und geplündert. Betroffene des Raubs stehen vor einem enormem finanziellen Schaden, zumal der Inhalt der Schließfächer nach Angaben der Sparkasse standardmäßig nur bis zu einem Betrag von 10.300 Euro versichert ist. „Die Sparkasse kann ggf. aber auch über diese Summe hinaus in der Haftung stehen, wenn sie gegen ihre Sicherungspflichten verstoßen hat“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Das zeigt auch ein Urteil des Landgerichts Hamburg vom 29.

Seit Ende 2024 warten Anleger der Anleihe der Luana AG (ISIN: DE000A2YPES6) auf die Rückzahlung. Nun ist die Gesellschaft insolvent. Das Amtsgericht Schwarzenbek hat am 23. Dezember 2025 das vorläufige Insolvenzverfahren über die Luana AG eröffnet (Az. 1 IN 195/25). Anleger müssen nun erhebliche finanzielle Verluste befürchten.

Für Kunden einer Sparkasse in Gelsenkirchen endete das Jahr 2025 mit einem Schock. Bei einem Einbruch in die Filiale wurden rund 3.200 Schließfächer aufgebrochen. Ein Polizeisprecher hat von einer Schadenssumme im mittleren zweistelligen Millionenbereich gesprochen, die genaue Schadenssumme steht aber noch nicht fest. Nach Medienberichten könnte sie aber noch höher liegen.  Für die betroffenen Kunden der Sparkasse in Gelsenkirchen stellt sich natürlich die Frage, welche Möglichkeiten sie haben, sich gegen den finanziellen Verlust zu wehren.