Beunruhigende Nachrichten für Anleger der Kryptowährung Karatgold Coin (KBC). Die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat der Karatbit Foundation, die den Coin emittiert hat, aufgegeben, den Vertrieb zu stoppen und rückabzuwickeln.

Die Karatbars International GmbH mit Hauptsitz in Stuttgart wurde 2011 gegründet. Das Unternehmen bietet Anlegern u.a. die goldgedeckten Kryptowährungen Karatgold Coin (KBC) und Karatbank Coin (KCB) an. Dabei wird die Kryptowährung KBC über eine eigens in Belize gegründete Stiftung, die Karatbit Foundation, emittiert. Der Staat in Mittelamerika ist nicht für eine übertriebene Regulierung von Finanzprodukten bekannt.

Im Zuge des allgemeinen Booms von Kryptowährungen kamen offenbar auch die Coins der Karatbars International bei den Anlegern gut an. Wie das Handelsblatt berichtet, soll der Vertrieb rund 100 Millionen Euro bei den Anlegern eingesammelt haben.

Doch die BaFin spielt nicht mit. Die Ausgabe des KBC stelle ein in Deutschland erlaubnispflichtiges E-Geld-Geschäft dar. Die Emittentin Karatbit Foundation mit Sitz in Belize sei nicht im Besitz dieser Erlaubnis. Das E-Geld-Geschäft sei daher sofort einzustellen und abzuwickeln, teilte die BaFin mit Bescheid vom 21.10.2019 mit. Das bedeutet, dass das Geld an die Anleger zurückgezahlt werden muss. Die BaFin hat die Vollziehung des Bescheids jedoch bis zum Abschluss des Widerspruchsverfahrens ausgesetzt.

Das sind jedoch nicht die einzigen schlechten Nachrichten für die Anleger. Wie das Handelsblatt weiter berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen gegen den Chef der Karatbars-Gruppe u.a. wegen Betrugsverdacht aufgenommen.

Für die Anleger sind das beunruhigende Nachrichten. Allerdings haben sie nach der BaFin-Anordnung einen Anspruch auf die Rückzahlung ihrer Gelder. Sollte er hier zu Schwierigkeiten kommen, sollten die Anleger frühzeitig rechtlichen Rat suchen, damit sie ihr investiertes Geld nicht verlieren. In Betracht können z.B. Schadensersatzansprüche kommen.

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