Für den Kia Niro EV gibt es einen Rückruf wegen Brandgefahr. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am 24. Juli 2026 veröffentlichte, besteht durch einen Fehler im Managementsystem der Hochvolt-Batterie erhöhte Brandgefahr bei der Elektro-Variante des Kia Niro.
Wie das KBA weiter angibt, kann durch den Fehler die Überwachung der HV-Batterie eingeschränkt sein. Das kann zu einer Überhitzung der Batterie und im schlimmsten Fall zum Fahrzeugbrand führen.
Software-Update für Batteriemanagementsystem
Betroffen von dem Rückruf ist nach KBA-Angaben der Kia Niro EV aus dem Produktionszeitraum Mai 2020 bis März 2022. Kia bittet die betroffenen Fahrzeuge unter dem Rückruf-Code 261261 in die Werkstatt. Dort soll die Software des Batteriemanagementsystems aktualisiert werden und falls es erforderlich ist, die Batteriegruppe ausgetauscht werden. Das KBA überwacht den Rückruf unter der Referenznummer 16831R.
Weltweit sind von dem Rückruf rund 14.000 Kia Niro EV betroffen, in Deutschland sind es knapp 1.800 Fahrzeuge.
Rückrufe auch bei der Konzernmutter Hyundai
Automotive, E-Autos/Batterieschaden
Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de
Auffallend ist, dass auch die Konzernmutter Hyundai wegen Brandgefahr in der HV-Batterie vor einigen Wochen bereits E-Modelle des Kona und Ioniq zurückrufen musste. Wie beim Kia e-Niro war auch hier ein Fehler im Batteriemanagementsystem der Auslöser. Auch in diesen Fällen soll bei den betroffenen Fahrzeugen zunächst ein Software-Update aufgespielt werden, um das Brandrisiko zu beseitigen.
Anspruch auf mangelfreies Fahrzeug
„Die Rückrufe bei Hyundai und Kia zeigen, dass das Problem mit dem Batteriemanagementsystem offenbar weit verbreitet ist. Erhöhte Brandgefahr löst bei den betroffenen Fahrzeughaltern natürlich kein gutes Gefühl aus. Zudem stellt sich die Frage, ob das Brandrisiko durch ein Software-Update tatsächlich nachhaltig beseitigt werden kann“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.
Die Brandgefahr beim Kia Niro EV dürfte einen erheblichen Sachmangel darstellen und grundsätzlich haben die Käufer Anspruch auf Beseitigung des Mangels. Gelingt es dem Autohersteller nicht, den Mangel nachhaltig zu beseitigen, können die Käufer weitere rechtliche Ansprüche haben. „Es können z.B. Ansprüche auf Minderung des Kaufpreises oder auf Rücktritt vom Kaufvertag entstehen. Auch Schadenersatzansprüche können in Betracht kommen, wenn das Fahrzeug nicht vertragsgemäß genutzt werden konnte“, so Rechtsanwalt Gisevius.
BRÜLLMANN Rechtsanwälte berät betroffene Käufer eines Kia Niro gerne zu ihren rechtlichen Möglichkeiten.
Mehr Informationen: https://bruellmann.de/anwalt-automotive oder www.motorschaden.de

