Rückrufservice

Kontosperrung bei Postbank - Bafin schaltet sich ein

Kunden der Postbank sind genervt: Konten sind gesperrt, Auszahlungen und Überweisungen werden verweigert. Das ist für Postbank-Kunden nicht einfach nur ärgerlich, sondern es kann auch ernsthafte Konsequenzen haben, wenn eine wichtige Rechnung nicht rechtzeitig überwiesen wird. „Für die betroffenen Kunden der Postbank ist es daher wichtig, dass sie so schnell wie möglich wieder über ihr Konto verfügen können. Notfalls kann dies mit einer einstweiligen Verfügung erreicht werden“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Die massiven Probleme bei der Postbank haben nun auch die Bafin auf den Plan gerufen. Die Finanzaufsicht sieht „erhebliche Beeinträchtigungen bei der Abwicklung des Kundengeschäfts“ der Postbank, teilte sie am 4. September 2023 mit. Sie prüft nun, ob aufsichtlich relevante Mängel bei der Postbank bestehen. Dabei geht sie auch den zahlreichen Beschwerden der Postbank-Kunden nach und prüft, ob sie aufsichtliche Maßnahmen verhängt.

Hintergrund für die Probleme ist offenbar die technische Einbindung der Postbank in die Systeme der Deutschen Bank, die die Kunden ihrer Tochter Postbank nach und nach auf die eigenen technischen Plattformen gezogen hat. Die Migration ist zwar abgeschlossen, Probleme sind aber offensichtlich geblieben. Wie die Bafin mitteilt, sieht sie seit dem Jahreswechsel 2022/2023 erhebliche Beeinträchtigungen bei der Abwicklung des Kundengeschäfts der Postbank. Neben Störungen beim Online-Banking gebe es insbesondere auch lange Bearbeitungszeiten bei Nachlassangelegenheiten, Pfändungen sowie bei der Auflösung und Abwicklung von Konten und der Auszahlung von Spareinlagen. Darüber hinaus käme es auch bei der Verwaltung von Pfändungsschutzkonten zu erheblichen Beeinträchtigungen, die für die Kunden massive Auswirkungen haben können, so die Bafin. Die Verbraucherzentrale NRW hatte deshalb schon eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Postbank bei der Bafin eingereicht.

Die Finanzaufsicht hat die Postbank aufgefordert, die Beeinträchtigungen unverzüglich abzustellen und ihren gesetzlichen Verpflichtungen zum Schutz der Kunden nachzukommen. Dass die Bafin sich eingeschaltet hat, sei erfreulich, so Rechtsanwalt Looser. Für die betroffenen Kunden gehe es aber jetzt darum, schnellstmöglich wieder über ihr Konto verfügen zu können. „Lebensmittel oder Rechnungen müssen jetzt bezahlt werden und nicht erst, wenn die Postbank ihre technischen Probleme in den Griff bekommen hat. Darum sollten betroffene Kunden jetzt die Freischaltung ihrer Konten verlangen“, sagt Rechtsanwalt Looser.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte gibt betroffenen Kunden der Postbank gerne eine Ersteinschätzung zu ihren rechtlichen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an!

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Damjanovic
Tel:  0711 / 520 888 - 19
Fax: 0711 / 520 888 - 22
E-Mail: h.looser@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
CAPTCHA
Aktuelles

Anleger des offenen Immobilienfonds Fokus Wohnen Deutschland kommen derzeit nicht an ihr Geld. Denn die Rücknahme und Ausgabe  von Anteilen wurde am 26. Februar 2026 vorrübergehend eingestellt. Die Anteilsrücknahme kann für eine maximale Dauer von 36 Monaten ausgesetzt werden.

Über drei Gesellschaften der ThomasLloyd-Gruppe hat das Amtsgericht Lingen (Ems) am 20. Februar 2026 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Für die betroffenen Anleger steht viel Geld auf dem Spiel. Ihnen drohen bei einer Insolvenz erhebliche finanzielle Verluste.Konkret hat das AG Lingen die vorläufige Insolvenzverwaltung über folgende Gesellschaften angeordnet:

Für Anleger der Schuldverschreibung ProReal Deutschland 7 werden erhebliche finanzielle Verluste immer wahrscheinlicher. Grund ist, dass die Zwischengesellschaft SC Finance One ihre Forderungen gegen Projektgesellschaften, denen sie Darlehen gewährt hatte, um 74 Prozent nach unten korrigieren muss.

Schon wieder haben Bankräuber zugeschlagen und Schließfächer aufgebrochen. Diesmal ist eine Filiale der Volksbank im niedersächsischen Stuhr betroffen. Offenbar sind die Täter durch einen Lichtschacht eingestiegen und haben sich Zugang zu den Schließfächern verschafft.

Der Immobilienfonds Greenman Open hat im Dezember 2025 die Rücknahme der Anteile ausgesetzt. Grund für die Aussetzung sind erhöhte Rückgabewünsche der Anleger. Dafür verfüge der Fonds nicht über ausreichend Liquidität, teilte das Unternehmen mit.

Betrüger hatten sich die sensiblen Kontodaten eines Ehepaars erschlichen und Überweisungen in einer Gesamthöhe von rund 24.000 Euro von dem Konto getätigt. Das Ehepaar kann jedoch aufatmen, denn es bleibt nicht auf dem Schaden sitzen. Das Landgericht Karlsruhe hat mit Urteil vom 3. Dezember 2025 entschieden, dass die Bank den Schaden ersetzen muss (Az. 2 O 64/24).