LG München - Geld zurück für Opalenburg-Anleger

14.07.2020

Anleger, die in Opalenburg-Fonds investiert haben, haben gute Chancen auf Schadensersatz. „Die Anleger sind nicht ordnungsgemäß über die Risiken der Beteiligung aufgeklärt worden und haben daher Anspruch auf Schadensersatz“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Rechtsanwalt Gisevius hat zum wiederholten Mal Schadensersatzforderungen seiner Mandanten gegen die Opalenburg Vermögensverwaltung AG am Landgericht München I durchgesetzt. Mit Urteil vom 28. Mai 2020 entschied das LG München I, dass die Kläger ihr investiertes Geld aus ihren Opalenburg-Beteiligungen zurückbekommen.

Die Klagepartei hatte sich 2010 an der Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. Opportunity und an der Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH Co. SafeInvest 2 KG beteiligt. Die Beteiligungen wurden ihr von einer Mitarbeiterin der Medius Exclusice GmbH als sehr sichere und solide Kapitalanlagen vermittelt. Eine Aufklärung über die Risiken der Beteiligungen wie Totalverlust, Nachschusspflicht, unternehmerische Beteiligung oder das Blind Pool-Risiko fand nicht statt. Die Beraterin klärte auch nicht darüber auf, dass der Vorstand der Komplementärin der Fondsgesellschaft gleichzeitig auch Geschäftsführer der Medius Exclusive GmbH und der Opalenburg Vermögensmanagement GmbH war und das sich aus dieser personellen Verflechtung Interessenkonflikte ergeben können.

Die Chancen und Risiken der Beteiligungen werden zwar in den Emissionsprospekten erwähnt. „Die Prospekte wurden meinen Mandanten aber nicht übergeben. Bei ordnungsgemäßer Aufklärung wären sie den Fonds nicht beigetreten“, so Rechtsanwalt Gisevius.

Die Opalenburg Vermögensverwaltung AG wies die Vorwürfe erwartungsgemäß zurück. Das LG München I gab der Klage jedoch statt. Als Altgesellschafterin sei die Opalenburg Vermögensverwaltung AG zur sachlich richtigen und vollständigen Aufklärung über die Nachteile und Risiken der Beteiligung verpflichtet gewesen. Diese Aufklärungspflicht habe sie verletzt und hafte daher auf Schadensersatz, so das LG München I. Dabei müsse sie sich auch das Fehlverhalten von Personen, die die Beteiligung vermitteln und den Beitrittsvertrag abschließen, zurechnen lassen.

Nach der Beweisaufnahme ist das LG München zu der Überzeugung gekommen, dass die Emissionsprospekte nicht übergeben worden sind und die Beraterin auch nicht über die bestehenden Risiken aufgeklärt hat. Ebenso fand keine Aufklärung über die personellen Verflechtungen statt. Die Verletzung der Aufklärungspflichten sei auch kausal für die Anlageentscheidung gewesen, so das Gericht. Die Klagepartei hat daher Anspruch auf Schadensersatz und erhält ihr investiertes Kapital zurück.

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

 

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Kalaitsidou
Tel:  0711 / 520 888 - 29
Fax: 0711 / 520 888 - 23  
E-Mail: f.gisevius@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
11.08.2020

Verdacht des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, der Untreue, der unrichtigen Darstellung, der Marktmanipulation und zuletzt auch noch der Geldwäsche – die Liste der Vorwürfe gegen die insolvente Wirecard AG ist lang. Da drängt sich die Frage auf, wie das Unternehmen offenbar über Jahre seine Bilanzen fälschen und niemand etwas gemerkt haben will.
05.08.2020

Ein Leasingnehmer hat erfolgreich den Leasingvertrag mit der Sixt Leasing widerrufen. Das OLG München hat mit Urteil vom 18. Juni 2020 entschieden, dass der Widerruf auch über ein Jahr nach Abschluss des Leasingvertrags wirksam erfolgt ist. Eine Nutzungsentschädigung wird nicht fällig. (Az.: 32 U 7119/19).
30.07.2020

Knapp 20.000 Euro hatte ein Anleger in seine Beteiligung an der Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. SafeInvest KG gesteckt. „Die Hoffnung auf eine sichere Geldanlage für die Altersvorsorge haben sich zwar nicht erfüllt. Aber immerhin kommt mein Mandant auch ohne finanziellen Schaden wieder aus der Beteiligung heraus“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Die Opalenburg Vermögensverwaltung AG muss jeden Cent aus der Beteiligung an ihn zurückzahlen, entschied das Landgericht München I.
27.07.2020

Eine Dividende wird es für Aktionäre der Biovolt AG erneut nicht geben. Auch 2019 machte das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz wieder einen Verlust in Millionenhöhe wie das Unternehmen nun bekannt gab. Nach der Prüfung des Jahresabschlusses für 2019 weist die Revisionsstelle darauf hin, dass die Hälfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven nicht mehr gedeckt ist.
23.07.2020

Der Skandal um die insolvente Wirecard AG wird immer größer. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt inzwischen auch wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug. In diesem Zusammenhang wurden am 22. Juli 2020 drei ehemalige Vorstände festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
17.07.2020

Eine Anlegerin des Fonds IGB Nawaro Bioenergie kommt ohne finanziellen Schaden wieder aus der Beteiligung heraus. Mit Urteil vom 10. Juli 2020 hat ihr das Landgericht Rostock Schadensersatz zugesprochen (Az.: 3 O 906/17 (1)). Sie erhält ihr investiertes Geld gegen Übertragung der Rechte an ihrer treuhänderisch gehaltenen Beteiligung zurück. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Gegenseite kann noch Berufung einlegen.