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Mercedes EQA / EQB - Marktcheck berichtet: Brandgefahr nach Rückruf nicht beseitigt

Schon im Februar 2025 veröffentlichte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen Rückruf für den Mercedes EQA und EQB aus dem Produktionszeitraum Februar 2021 bis Januar 2024. Grund für den Rückruf war, dass es durch einen Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie zum Fahrzeugbrand kommen kann.

Weltweit waren nach Angaben des KBA knapp 53.000 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland waren es rund 4.700. Unter dem Rückruf-Code 5496507 rief Mercedes die betroffenen EQA und EQB in die Werkstätten. Allerdings wurde dort nicht die HV-Batterie ausgetauscht, sondern nur ein Software-Update des Batteriemanagementsystems vorgenommen.

 

SWR-Marktcheck nimmt Update für Mercedes EQA / EQB unter die Lupe

 

Der SWR hat den Rückruf und die Folgen des Updates im ARD-Verbrauchermagazin „Marktcheck“ vom 27. Januar 2026 unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist für die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge beunruhigend. So verweist der SWR auf ein Rückruf-Schreiben von Mercedes aus dem Oktober 2025. Darin heißt es, dass das Brandrisiko durch das Update mitigiert – also reduziert – werden soll. „Das bedeutet, dass das Risiko durch das Update nicht beseitigt wird und weiterhin bei den betroffenen Mercedes EQA und EQB Brandgefahr besteht“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

 

Längere Ladezeiten und Reichweitenverluste

 

Automotive, E-Autos/Batterieschaden

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Das Update kann zudem weitere negative Folgen haben. Betroffene Fahrzeugbesitzer berichten in der Reportage über längere Ladezeiten an der DC-Schnellladesäule oder auch massive Wertverluste ihres Mercedes. Außerdem habe Mercedes in dem Rückruf-Schreiben vom Oktober 2025 darauf hingewiesen, dass durch das Update der Energiegehalt der Batterie möglichweise verringert wird , wodurch sich auch die Reichweite reduziert, so „Marktcheck“.

Das wollen nicht alle betroffenen Mercedes-Kunden hinnehmen, erste Klagen wurden bereits eingereicht. Mercedes hält die Auswirkungen des Updates offenbar aber nicht für gravierend, zumal die Modelle EQA und EQB typischerweise nicht auf langen Strecken zum Einsatz kämen.

 

Weiterer Rückruf unter Code 5496605

 

Unter dem Code 5496605 gibt es offenbar einen weiteren Rückruf für die betroffenen Mercedes EQA und EQB. Da das Software-Update bei einigen Fahrzeugen offenbar nicht vollständig installiert werden konnte, werden sie erneut in die Werkstatt gerufen.

 

Fazit: Anspruch auf mangelfreies Fahrzeug

 

„Solange nur die Software des Batteriemanagementsystems aktualisiert und nicht die HV-Batterie ausgetauscht wird, dürfte die Brandgefahr nicht beseitigt sein und es liegt weiterhin ein Mangel vor“, so Rechtsanwalt Gisevius. Autokäufer haben aber grundsätzlich Anspruch auf ein mangelfreies Fahrzeug. „Kann der Mangel nicht nachhaltig beseitigt werden, können die Käufer verschiedene Rechte von der Minderung des Kaufpreises bis zum Rücktritt vom Kaufvertrag und Schadenersatzansprüchen haben“, so Rechtsanwalt Gisevius.

Dass es andere Wege gibt, die Brandgefahr zu beseitigen, zeigt z.B. Hyundai. Der koreanische Autobauer hat 2021 die HV-Batterie ersetzt und nicht nur ein Update aufgespielt, berichtet „Marktcheck“.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte berät betroffene Mercedes-Käufer gerne zu ihren rechtlichen Möglichkeiten.

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/anwalt-automotive oder www.motorschaden.de

 

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Aktuelles

Der Käufer eines VW T6 erhält im Abgasskandal 7,5 Prozent des Kaufpreises, knapp 5.300 Euro, zurück. Das hat das Landgericht Stuttgart entschieden (Az. 17 O 214/25). „Das Gericht ist unserer Argumentation gefolgt, dass in dem VW T6 unseres Mandanten eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet wird und er Anspruch auf Schadenersatz hat“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLMANN Rechtsanwälte, der das Urteil erstritten hat.

Rückruf wegen Brandgefahr für rund 7.000 Mercedes EQA bzw. EQB in Deutschland: Weil es durch einen Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie zum Fahrzeugbrand kommen kann, ruft Mercedes die betroffenen Elektro-Fahrzeuge unter dem Code 4794004 in die Werkstatt zurück. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den Rückruf veröffentlicht und überwacht die Maßnahme. Das KBA führt den Rückruf für die betroffenen Mercedes EQA bzw. EQB unter der Referenznummer 16136R.

Der Rückruf für den Ford Kuga unter dem Code 25SC4 wegen Brandgefahr wird nun auch beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unter der Referenznummer 15919R geführt und durch die Behörde überwacht. Wie Ford bereits mitgeteilt hatte, erfolgt der Rückruf, weil es durch einen Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie zum Antriebsverlust und zum Fahrzeugbrand kommen kann.

Die Allianz-Rechtsschutzversicherung muss die Kosten für einen Rechtsstreit mit VW nach einem Motorschaden bei einen VW T6 übernehmen. Das gilt auch die Kosten für die Deckungsklage, nachdem der Versicherer die Deckungszusage zunächst verweigert hatte. Das hat das OLG München in einem von BRÜLLMANN Rechtsanwälte geführten Verfahren mit Beschluss vom 13. Februar 2026 entschieden (Az. 25 W 1686/25 e).

Der Käufer eines BMW 330 Diesel erhält im Abgasskandal zehn Prozent des Kaufpreises zurück. Das hat das Landgericht Stendal mit Urteil vom 13. November 2025 entschieden (Az. 22 S 36/25). Ausschlaggebend für den Schadenersatzanspruch ist die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung in Form eines sog. Thermofensters bei der Abgasrückführung. 

Das OLG Celle hat einem Käufer eines Audi A6 Schadenersatz im Abgasskandal zugesprochen. Mit Urteil vom 4. Dezember 2025 (Az. 16 U 69/24) entschied das Oberlandesgericht, dass in dem A6 eine unzulässige Abschalteinrichtung zum Einsatz kommt und der Kläger Anspruch auf Ersatz des sog. Differenzschadens in Höhe von fünf Prozent des Kaufpreises hat.