Rückrufservice

Neuer Rückruf für den VW Eos unter Code 23AO im Abgasskandal

16.09.2020

Volkswagen muss den VW Eos auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) im Abgasskandal erneut zurückrufen. Grund ist, dass die Emissionswerte trotz des installierten Software-Updates immer noch zu hoch ausfallen, wie das KBA am 14. September 2020 mitteilte. Nun muss ein Software-Fehler in der  Motorsteuerung behoben werden.

Nach Angaben des KBA sind von dem Rückruf, der unter dem Code 23AO läuft, weltweit knapp 5.800 VW Eos betroffen. In Deutschland sind es rund 2.600. Dabei soll es sich laut KBA um Fahrzeuge der Baujahre 2010 bis 2015 handeln. VW hat den Rückruf bestätigt, gibt aber an, dass es sich um Autos der Baujahre 2011 bis 2015 handelt.

Die Dieselmodelle des VW Eos waren auch vom VW-Abgasskandal betroffen, der im Herbst 2015 aufgeflogen war. Wie für so viele andere Modelle des VW-Konzerns mit dem Dieselmotor EA 189, wurde auch der Eos in die Werkstatt zurückgerufen, damit die unzulässige Abschalteinrichtung entfernt und ein Software-Update aufgespielt wird.

Gereicht hat das offensichtlich nicht. Auch nach dem Update ist der Emissionsausstoß noch zu hoch. Das KBA ordnete daher erneut den Rückruf an, damit eine unzulässige Abschalteinrichtung entfernt bzw. die erhöhten Emissionswerte reduziert werden.

VW spricht von einer „leichten Erhöhung“ der Abgaswerte. „Es stellt sich aber die Frage, ob der Eos nur der Anfang ist oder ob auch die zahlreichen anderen vom Dieselskandal betroffenen VW-Modelle die Abgaswerte auch nach dem Update immer noch nicht einhalten und ein weiterer Rückruf droht“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Der Vorwurf, dass die Fahrzeuge auch nach dem Software-Update eine unzulässige Abschalteinrichtung enthalten, ist nicht neu. Dabei ging es bisher um ein Thermofenster bei der Abgasrückführung. Auch hier gibt es erste Gerichtsurteile. So hat das Landgericht Dortmund VW Ende August 2020 zu Schadensersatz verurteilt. Es entschied, dass ein Audi A4 auch nach dem Software-Update eine unzulässige Abschalteinrichtung in Form eines Thermofensters enthält. VW habe nicht dargelegt, warum diese Funktion ausnahmsweise zulässig sein sollte (Az.: 4 O 53/20). Ähnlich entschied das LG Düsseldorf im Juli 2019 (Az.: 7 O 166/18).

„Liegt auch nach dem Software-Update eine unzulässige Abschalteinrichtung vor, ist das ein neuer Tatbestand. Verjährung ist dann vorerst kein Thema und betroffene Kunden können auch dann Schadenersatzansprüche geltend machen, wenn sie ihr Fahrzeug erst nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals im September 2015 gekauft haben“, so Rechtsanwalt Gisevius.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte ist Kooperationspartner der IG Dieselskandal und bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/abgasskandal

 

Abgas-Skandal

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Kalaitsidou
Tel:  0711 / 520 888 - 29
Fax: 0711 / 520 888 - 23  
E-Mail: f.gisevius@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
25.05.2022

Mercedes ist im Abgasskandal vom Landgericht Stuttgart ein weiteres Mal zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass in einem Mercedes GLK 220 CDI eine unzulässige Abschalteinrichtung zum Einsatz kommt und der Kläger wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung Anspruch auf Schadenersatz hat.
24.05.2022

Im Abgasskandal hat das Landgericht Nürnberg-Fürth dem Käufer eines Audi A6 mit 3-Liter-Dieselmotor mit Urteil vom 2. Mai 2022 Schadenersatz zugesprochen. Audi habe in dem Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet und den Kläger vorsätzlich sittenwidrig geschädigt, so das Gericht.
19.05.2022

Der Käufer eines VW Passat mit dem Dieselmotor des Typs EA 288 erhält Schadenersatz im Abgasskandal. Das hat das Landgericht Mönchengladbach mit Urteil vom 12. April 2022 entschieden (Az.: 3 O 266/21).
12.05.2022

Der Abgasskandal hat auch zahlreiche Audi-Modelle mit 3-Liter-Dieselmotor erfasst. Die betroffenen Halter haben gute Aussichten, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Das zeigt auch ein Urteil des OLG Karlsruhe vom 17. Februar 2022 (Az.: 8 U 451/21). Das OLG hat entschieden, dass der Käufer eines Audi A6 Anspruch auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Täuschung hat.
06.05.2022

Fiat Chrysler Automobiles ist im Wohnmobil Abgasskandal ein weiteres Mal zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Dessau sprach mit Urteil vom 14. April 2022 dem Käufer eines Wohnmobils des Herstellers Knaus, das auf einem Fiat Ducato aufbaut, Schadenersatz zu (Az. 4 O 315/21).
02.05.2022

Fiat Chrysler ist im Abgasskandal um Wohnmobile auf Basis eines Fiat Ducato erneut zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart kam mit Urteil vom 14. April 2022 zu der Überzeugung, dass Fiat in dem Motor eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat und gemäß § 823 BGB zu Schadenersatz verpflichtet ist (Az.: 20 O 147/21).