PayPal ist ein beliebter Zahlungsdienstleister, der bei Online-Einkäufen von vielen Verbrauchern genutzt wird. Umso alarmierender sind die Nachrichten über ein vermeintliches Datenleck bei PayPal. Die Meldung wird von Betrügern genutzt, die nun Phishing-Mails verschicken, um ihre Opfer in die Falle zu locken.
Seit Mitte August kursierten Gerüchte über ein vermeintliches Datenleck bei PayPal in den Medien. Demnach sollen sensible Nutzerdaten wie Zugangsdaten samt Klartext-Passwörtern von rund 15 Millionen Nutzern im Darknet angeboten werden. Laut dem Zahlungsdienstleister habe es aktuell keine Sicherheitslücke gegeben. Wenn Daten gehandelt würden, müsse es sich daher um ältere Daten handeln.
Eine andere Möglichkeit ist nach Ansicht von Experten, dass es sich nicht um ein Datenleck bei PayPal handelt, sondern die Geräte der Nutzer mit einer Schadstoff-Software infiziert wurden.
Ob die Daten nun aktuell und echt sind oder nicht – viele PayPal-Nutzer sind durch die Nachrichten extrem verunsichert. Das nutzen wiederum Betrüger aus und verschicken Phishing-Mails, die vermeintlich von PayPal stammen, tatsächlich aber nichts anderes als ein Betrugsversuch sind, um an weitere Zugangsdaten zu gelangen und Konten leerzuräumen. Unter einem Vorwand werden die Empfänger aufgefordert einen Link in der Mail anzuklicken, der sie auf eine ebenfalls gefälschte Webseite führt. Dort sollen sie dann weitere sensible Zugangsdaten angeben.
„Solche Links sollten nicht angeklickt und schon gar keine weiteren Zugangsdaten eingegeben werden. Aber die Verunsicherung ist groß und das versuchen die Kriminellen auszunutzen“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Es gibt aber einige Möglichkeiten, wie sich die Verbraucher schützen können. So empfiehlt die Verbraucherzentrale das Passwort zu ändern und ein starkes Passwort zu verwenden, das nur bei PayPal genutzt wird. Zudem sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. Natürlich sollten auch Links in den E-Mails nicht angeklickt werden und Änderungen an den Einstellungen nur direkt über die PayPal-Webseite durchgeführt werden.
„Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen haben die Kriminellen immer wieder Erfolg. Das Geld muss dann aber noch nicht endgültig verloren sein“, so Rechtsanwalt Looser. Ähnlich wie Banken und Sparkassen beim Online-Banking müssen auch Zahlungsdienstleister wie PayPal für ausreichende Sicherheitsvorkehrungen sorgen. Der Kontoinhaber oder Nutzer steht nur selbst in der Haftung, wenn er sich nachweislich grob fahrlässig verhalten hat. Ist das nicht der Fall, müssen Banken oder Zahlungsdienstleister für den Schaden aufkommen.
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