Rückrufservice

Porsche Cayenne - Rückruf unter Code ALA9

14.09.2020

Porsche muss im Abgasskandal einen weiteren Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) schlucken. Unter dem Rückruf-Code ALA9 muss Porsche Modelle des Cayenne der Baujahre 2015 bis 2017 in die Werkstatt rufen, damit eine unzulässige Abschalteirichtung entfernt werden kann, wie das KBA am 2. September 2020 veröffentlichte.

Nach Angaben der Behörde sind von dem Rückruf rund 7.000 Fahrzeuge weltweit betroffen, in Deutschland sind es ca.3.600. Bei den Modellen soll eine Neuprogrammierung des Steuergeräts vorgenommen werden.

Vom Diesel hat sich Porsche verabschiedet und bringt keine Selbstzünder mehr auf den Markt. Den Abgasskandal konnte Porsche damit nicht hinter sich lassen. Inzwischen liegen Rückrufe für die Diesel-Versionen der SUVs Macan und Cayenne sowie für den Panamera vor.

In der Werkstatt wird die unzulässige Abschalteinrichtung bei den Fahrzeugen entfernt und in der Regel ein Update aufgespielt. Welche Auswirkungen das Update langfristig auf den Motor zeigt, ist ungewiss. Sicher ist hingegen, dass sich der Wertverlust bei den Fahrzeugen beschleunigt. Da es sich um verpflichtende Rückrufe durch das KBA handelt, müssen die Halter dem Rückruf nachkommen, da den Fahrzeugen ohne Update der Verlust der Zulassung droht.

„Einen Ausweg aus dieser Zwickmühle bietet die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. „Durch die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung sind die Fahrzeuge mangelhaft. Daher haben die betroffenen Halter Anspruch auf Ersatz. Das hat der BGH schon Anfang 2019 klargestellt“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte, aus Stuttgart.

Die Rechtsprechung hat sich darüber hinaus auch im Porsche-Abgasskandal verbraucherfreundlich entwickelt. Verschiedene Gerichte haben Porsche wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung bereits zu Schadensersatz verurteilt.

Auch die EuGH-Generalanwältin Eleanor Sharpston hat sich auf Seiten der geschädigten Verbraucher positioniert. Sie stellte Ende April klar, dass sie Abschalteinrichtungen grundsätzlich für unzulässig hält, wenn sie im Realbetrieb zu einem höheren Emissionsausstoß führen. Ausnahmen seien nur in sehr engen Grenzen und nur zum unmittelbaren Schutz des Motors vor Beschädigung zulässig.

„Die Aussichten Schadensersatz gegen Porsche durchzusetzen, sind damit noch weiter gestiegen“, so Rechtsanwalt Gisevius.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte ist Kooperationspartner der IG Dieselskandal und bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

 

 

 

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06.07.2022

Im Abgasskandal hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im Juli 2021 eine Musterfeststellungsklage gegen Mercedes eingereicht. Ein Jahr später wird das Musterverfahren am OLG Stuttgart am 12. Juli 2022 eröffnet. Verbraucher, die sich der „Sammelklage“ noch anschließen möchten, können sich bis zum 11. Juli 2022 in das Register eintragen.
29.06.2022

Im Zuge des Abgasskandals ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt nun auch gegen die Autobauer Hyundai und Kia. Nach Medienberichten wurden am 28. Juni 2022 Räumlichkeiten an den deutschen Firmensitzen von Hyundai und Kia in Offenbach bzw. Frankfurt durchsucht. Anlass für die Razzia ist der Verdacht illegaler Abschalteinrichtungen bei Dieselfahrzeugen der koreanischen Autohersteller.
27.06.2022

Im Abgasskandal geht ein Mercedes V 250 Diesel zurück und der Käufer kann im Gegenzug die Erstattung des Kaufpreises abzüglich einer Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer verlangen. Das hat das Landgericht Stuttgart mit Urteil vom 6. Mai 2022 entschieden (Az.: 17 O 827/21).
22.06.2022

Die Audi AG musste im Abgasskandal eine weitere Niederlage bei einem Fahrzeug mit 3-Liter-Dieselmotor hinnehmen. Das Landgericht Düsseldorf verurteilte die VW-Tochter zu Schadenersatz bei einem Audi A6 3.0 TDI. In dem Fahrzeug komme eine unzulässige Abschalteinrichtung zum Einsatz. Dadurch sei die Käuferin vorsätzlich sittenwidrig geschädigt worden, entschied das LG Düsseldorf mit Urteil vom 25. Mai 2022 (Az.: 16 O 345/20).
21.06.2022

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20.06.2022

Im Abgasskandal hat das Landgericht Dortmund Fiat Chrysler mit Urteil vom 3. Mai 2022 zu Schadenersatz bei einem Wohnmobil Carado T 447 verurteilt (Az.: 3 O 542/20). Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass in dem Wohnmobil eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist und Fiat Chrysler als Hersteller des Motors wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung gemäß § 826 BGB Schadenersatz leisten muss.