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Postbank - Phishing-Mails im Umlauf

30.04.2024

Aktuell sind Phishing-Mails im Umlauf, die vermeintlich von der Postbank stammen. In den Mails mit dem Betreff „Servicekommunikation“ werden die Empfänger aufgefordert, ihr Profil zu aktualisieren, anderenfalls werde das Konto gesperrt. „Diese Mails stammen nicht von der Postbank, sondern sind Betrugsversuche. Kriminelle versuchen so an sensible Bankdaten zu kommen, um die Konten ihrer Opfer zu plündern“, warnt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Phishing-Mails sind eine beliebte Betrugsmasche, um an sensible Bankdaten der Kunden zu kommen. Dabei werden E-Mails verschickt, die vermeintlich von der Bank stammen. Unter einem Vorwand werden die Mailempfänger aufgefordert, ihre sensiblen Bankdaten einzugeben. Häufig werden sie über einen Button auf eine gefälschte Webseite der Bank gelockt und dort sollen dann die Daten eingegeben werden. Rechtsanwalt Looser: „Banken verschicken keine derartigen Mails und würden ihre Kunden nicht auffordern, ihre sensiblen Daten im Internet einzugeben. Hinter diesen Mails stecken Kriminelle, die ihre Opfer in die Falle locken wollen. Deshalb sollten Buttons oder Links in solchen Mails auf keinen Fall angeklickt werden. Im Zweifelsfall kann ein Anruf bei der Bank helfen.“

Mit den aktuellen Phishing-Mails, die vermeintlich von der Postbank stammen, teilen die Betrüger mit, dass im Rahmen einer Servicemaßnahme das Konto des Kunden deaktiviert werden muss. Um die Sperrung aufzuheben und Zugriff auf das Konto zu gewährleisten, sollen die Opfer ihr Online-Profil aktualisieren.

Kunden sollten sich von solchen Mails keinesfalls unter Druck setzen lassen und unüberlegt handeln, warnt die Verbraucherzentrale. Die Drohung mit der Deaktivierung des Kontos sei eine typische Phishing-Masche, mit der Kriminelle an die Bankdaten ihrer Opfer kommen wollen.

Phishing-Mails sind mal mehr, mal weniger gut gemacht. Anzeichen für einen Betrugsversuch sind bspw. unpersönliche Anreden, ungewöhnliche Formulierungen oder Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler.

Trotz aller Vorsicht kann es immer wieder passieren, dass Bankkunden in die Falle der Betrüger tappen. Ist das der Fall, sollte unverzüglich die Bank informiert und das Konto gesperrt werden. Häufig haben die Betrüger dann aber schon nennenswerte Beträge von dem Konto überwiesen. „Auch dann muss das Geld nicht verloren sein. Denn bei Überweisungen, die der Kontoinhaber nicht autorisiert hat, steht die Bank in der Haftung. Der Kunde haftet nur, wenn er sich grob fahrlässig verhalten hat und die Bank dies auch nachweisen kann“, so Rechtsanwalt Looser.

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Aktuelles
21.05.2024

Ein Kunde der DKB (Deutsche Kreditbank AG) wurde Opfer von Betrügern. Diese erschlichen sich sensible Bankdaten des Mannes und tätigten von seinem Konto Überweisungen in Höhe von rund 14.000 Euro. Das Landgericht Berlin hat mit Urteil vom 13. Dezember 2023 entschieden, dass die DKB für den Schaden aufkommen muss (Az.: 10 O 21/23).
17.05.2024

Betrug beim Online-Banking ist eine beliebte Masche von Cyber-Kriminellen. Der Bundesgerichtshof hat die Rechte der Bankkunden in solchen Fällen gestärkt. Mit Urteil vom 5. März 2024 entschied der BGH, dass die Beweislast bei unautorisierten Transaktionen beim Online-Banking bei der Bank liegt (Az.: XI ZR 107/22).
16.05.2024

Gute Nachrichten für Anleger, die bei der Life Forestry Switzerland AG in Teakbäume in Costa Rica und Ecuador investiert haben. Der BGH hat mit Urteil vom 15. Mai 2024 entschieden, dass der Widerruf der Kauf- und Dienstleistungsverträge immer noch möglich ist und die Anleger die Rückzahlung ihres investierten Gelds verlangen können (Az. VIII ZR 226/22).
07.05.2024

Der Schock war groß als ein Sparkassen-Kunde feststellte, dass Kriminelle durch Betrug beim Online-Banking rund 107.000 Euro von seinem Konto erbeutet haben. Immerhin muss der Kunde den Verlust nicht allein tragen. Die Hälfte des entstandenen Schadens muss die Sparkasse übernehmen, entschied das Landgericht Aachen mit aktuellem Urteil (Az.: 10 O 53/23).
04.05.2024

Das Insolvenzverfahren über die CO.NET Verbrauchergenossenschaft eG wurde am 1. Mai 2024 am Amtsgericht Stade regulär eröffnet (Az. 73 IN 8/24). Gläubiger und Genossenschaftsmitglieder können nun bis zum 26. Juni 2024 ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden.
02.05.2024

Nachhaltige Investments stehen bei Anlegern hoch im Kurs. Die Emissionshäuser tragen dem Rechnung und legen Fonds auf, die vermeintlich umweltfreundlich und nachhaltig investieren. Anleger sollten allerdings genau hinschauen, in welche Objekte das Geld aus sog. ESG-Fonds fließt. Denn viele Kapitalanlagen sind nicht so nachhaltig, wie es auf den ersten Blick scheint, wie das Handelsblatt am 30. April 2024 online berichtet.