Rückrufservice

rs systems+ GmbH im vorläufigen Insolvenzverfahren

17.02.2023

Es war zu befürchten: Die rs systems+ GmbH ist insolvent. Das vorläufige Insolvenzverfahren wurde am 15. Februar 2023 am Amtsgericht Chemnitz eröffnet (Az.: 221 IN 96/23). Für die Anleger geht es nun darum, sich vor drohenden finanziellen Verlusten zu schützen.

Der Insolvenzantrag ist ein weiterer Baustein in den Entwicklungen rund um die rs systems+ GmbH, die die Anleger um ihr Geld fürchten lässt. Schon am 10. Januar 2023 gab die BaFin der rs systems+ GmbH auf, ihr unerlaubt betriebenes Einlagengeschäft sofort einzustellen. Anlegergelder müssen dementsprechend umgehend zurückgezahlt werden. Da die Gesellschaft das offenbar nicht leisten kann, folgte nun der Insolvenzantrag.

Ähnliches spielte sich im November 2021 bei der inzwischen insolventen bc connect GmbH ab. Auch sie musste ihr Einlagengeschäft einstellen, da sie nicht über die notwendige Erlaubnis der BaFin verfügte. Es folgte die Insolvenz und Anleger, die um ihr investiertes Geld fürchten.

Die rs systems+ GmbH soll die unerlaubten Bankgeschäfte der bc connect GmbH weitergeführt haben. Zudem soll sie nach Angaben von Sächsische.de auch im Zentrum einer groß angelegten Razzia der Staatsanwaltschaft Chemnitz im Januar 2023 gestanden haben. Ermittelt wird wegen Betrugsverdachts und Verdachts unerlaubter Bankgeschäfte. Anleger sollen bei verschiedenen Geldanlagen über Gewinne getäuscht worden sein. Es besteht der Verdacht, dass spätestens seit November 2021 ein illegales Schneeballsystem betrieben wurde. Dabei erfolgen Zahlungen an die Anleger nicht aus erwirtschafteten Gewinnen, sondern nur aus frisch eingeworbenen Geldern neuer Anleger. „Die Gelder der Anleger werden also nicht investiert und es werden keine Gewinne erwirtschaftet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein solches System zusammenbricht“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Anleger der rs systems+ GmbH müssen nun erhebliche finanzielle Verluste befürchten. Sollte ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet werden, können sie ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Das ist jedoch nur ein Schritt, um finanziellen Schaden abzuwenden. Schon jetzt kann auch geprüft werden, ob Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden können.

In der Haftung können dabei nicht nur die Unternehmensverantwortlichen stehen, sondern auch die Anlageberater bzw. Anlagevermittler. Sie hätten die Anleger über die Risiken der Geldanlage aufklären und auch die Plausibilität des Geschäftsmodells prüfen müssen. „Sind die Anlageberater und -vermittler ihren Aufklärungs- und Informationspflichten nicht ausreichend nachgekommen, können sie sich schadenersatzpflichtig gemacht haben“, so Rechtsanwalt Seifert.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte berät Anleger der rs systems+ GmbH gerne und gibt ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung ihrer rechtlichen Möglichkeiten.

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
20.02.2024

Anleger, die der ProReal Deutschland 7 GmbH Namensschuldverschreibungen gewährt haben, müssen um ihr investiertes Geld fürchten. Wie die Gesellschaft am 19. Februar 2024 in einer Pflichtmitteilung bekannt gab, kann sie weder die am 30. Juni 2024 fällig werdenden Zinsen zahlen noch die Rückzahlung der Schuldverschreibungen zum Jahresende leisten.
19.02.2024

Zahlt ein Bankkunde sein Immobiliendarlehen vorzeitig zurück, verlangt die Bank in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung. Allerdings hat die Bank unter bestimmten Umständen keinen Anspruch auf die Entschädigungszahlung. Das ist etwa dann der Fall, wenn sie ihren Kunden nicht ausreichend über die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung informiert hat. Das zeigt auch ein Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 21. Dezember 2023 (Az.: 5 U 107/23).
08.02.2024

Für die Bereitstellung eines Darlehens kann die Bank ein Bearbeitungsentgelt verlangen. Allerdings ist eine solche Gebühr nicht immer wirksam vereinbart worden und der Darlehensnehmer kann sie ggf. zurückverlangen, wie ein Urteil des Kammergerichts Berlin vom 30.10.2023 zeigt (Az.: 8 U 212/21). In diesem Fall erhielt der Bankkunde rund 39.000 Euro zurück.
02.02.2024

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat mit Ermittlern des Bundeskriminalamts am 1. Februar 2024 ein weiteres Mal die Geschäftsräume der DWS in Frankfurt durchsucht. Der Fondstochter der Deutschen Bank wird Greenwashing vorgeworfen. Heißt: Die DWS steht im Verdacht, Kapitalanlagen nachhaltiger dargestellt zu haben, als sie tatsächlich sind.
31.01.2024

Kunden der Sparkasse und der ING müssen aktuell besonders aufpassen: Nach Angaben der Verbraucherzentrale versuchen Cyber-Kriminelle derzeit verstärkt durch sog. Phishing-Mails an die Bankdaten ihrer Opfer zu kommen, um deren Konten zu plündern.
25.01.2024

Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde das Insolvenzverfahren über die Credicore Pfandhaus GmbH am 24. Januar 2024 am Amtsgericht Hamburg regulär eröffnet (Az.: 67a IN 366/23). Gläubiger und Anleger können ihre Forderungen bis zum 24. April 2024 beim Insolvenzverwalter anmelden.