Rückrufservice

Rückruf für Ford Kuga unter Code 25SC4

Erneuter Rückruf für den Ford Kuga (PHEV). Unter dem Code 25SC4 ruft Ford Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge wegen Brandgefahr bei der Hochvoltbatterie zurück. Um das Brandrisiko zu verringern, fordert Ford die betroffenen Halter eines Ford Kuga auf, die HV-Batterie nur noch bis 80 Prozent zu laden. Zudem soll nur noch im AV-Modus gefahren werden. Eine Lösung für das Problem soll nach Angaben des Fahrzeugbauers voraussichtlich Mitte 2026 verfügbar sein.

Wie Ford weiter ausführt, kann es in der Hochvoltbatterie zu einem Kurzschluss kommen. In dem Fall erscheint im Display eine Warnmeldung „Sicher anhalten“. Durch den Kurzschluss kann es nicht nur zum Antriebsverlust, sondern auch zu einer Entgasung der Batterie und in der Folge zu einem Fahrzeugbrand kommen.

 

Ähnlicher Rückruf unter Code 24S79

 

Bis dieses Problem behoben ist, empfiehlt Ford, die HV-Batterie nur noch bis 80 Prozent zu laden und ausschließlich im Modus „Auto EV“ zu fahren.

Das Szenario erinnert an einen Rückruf für den Ford Kuga aus dem Jahr 2025. Hier wurden unter dem Code 24S79 der Ford Kuga PHEV der Baujahre 2019 bis 2023 wegen Brandgefahr der HV-Batterie in die Werkstatt gerufen. Auch hier sollte die Batterie nicht voll geladen werden.

 

Risiko und wirtschaftlicher Schaden

Automotive, E-Autos/Batterieschaden

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„Ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug nur noch bis 80 Prozent laden zu können, ist natürlich nicht im Sinne des Halters. Viele haben sich für einen Plug-in-Hybrid entschieden, um die Umwelt zu schonen und die Benzinkosten zu senken. Auch Wallboxen oder Solaranlagen wurden installiert, um den Plug-in-Hybrid wirtschaftlich fahren zu können. Das ist nun nicht wie geplant möglich. Von der Gefahr eines Fahrzeugbrands ganz abgesehen“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLMANN Rechtsanwälte. Dass das Risiko nicht unterschätzt werden sollte, zeigt auch, dass das Fahrzeug laut Ford sicher zum Stillstand und dann verlassen werden sollte, wenn die Warnmeldung „Sicher anhalten“ (Stop Safely Now) aufleuchtet.

Das Risiko bleibt bestehen und der wirtschaftliche Schaden für die Fahrer eines betroffenen Ford Kuga wächst, je länger es dauert, bis Abhilfe geschaffen ist. 

 

Rechtliche Möglichkeiten der betroffenen Fahrzeughalter

 

Die betroffenen Fahrzeughalter sind aber nicht schutzlos gestellt und können ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen. „Grundsätzlich haben sie Anspruch auf ein mangelfreies Fahrzeug. Kann der Mangel nicht nachhaltig beseitigt werden, können sich daraus weitergehende rechtliche Ansprüche wie z.B. Rückabwicklung des Kaufvertrags ergeben“, so Rechtsanwalt Gisevius. Zudem können sich aus der eingeschränkten Nutzbarkeit Schadenersatzansprüche ergeben.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte berät von dem Rückruf betroffene Fahrer eines Ford Kuga gerne zu ihren rechtlichen Möglichkeiten.

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/anwalt-automotive oder www.motorschaden.de

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Aktuelles

Der Käufer eines VW T6 erhält im Abgasskandal 7,5 Prozent des Kaufpreises, knapp 5.300 Euro, zurück. Das hat das Landgericht Stuttgart entschieden (Az. 17 O 214/25). „Das Gericht ist unserer Argumentation gefolgt, dass in dem VW T6 unseres Mandanten eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet wird und er Anspruch auf Schadenersatz hat“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLMANN Rechtsanwälte, der das Urteil erstritten hat.

Rückruf wegen Brandgefahr für rund 7.000 Mercedes EQA bzw. EQB in Deutschland: Weil es durch einen Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie zum Fahrzeugbrand kommen kann, ruft Mercedes die betroffenen Elektro-Fahrzeuge unter dem Code 4794004 in die Werkstatt zurück. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den Rückruf veröffentlicht und überwacht die Maßnahme. Das KBA führt den Rückruf für die betroffenen Mercedes EQA bzw. EQB unter der Referenznummer 16136R.

Der Rückruf für den Ford Kuga unter dem Code 25SC4 wegen Brandgefahr wird nun auch beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unter der Referenznummer 15919R geführt und durch die Behörde überwacht. Wie Ford bereits mitgeteilt hatte, erfolgt der Rückruf, weil es durch einen Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie zum Antriebsverlust und zum Fahrzeugbrand kommen kann.

Die Allianz-Rechtsschutzversicherung muss die Kosten für einen Rechtsstreit mit VW nach einem Motorschaden bei einen VW T6 übernehmen. Das gilt auch die Kosten für die Deckungsklage, nachdem der Versicherer die Deckungszusage zunächst verweigert hatte. Das hat das OLG München in einem von BRÜLLMANN Rechtsanwälte geführten Verfahren mit Beschluss vom 13. Februar 2026 entschieden (Az. 25 W 1686/25 e).

Der Käufer eines BMW 330 Diesel erhält im Abgasskandal zehn Prozent des Kaufpreises zurück. Das hat das Landgericht Stendal mit Urteil vom 13. November 2025 entschieden (Az. 22 S 36/25). Ausschlaggebend für den Schadenersatzanspruch ist die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung in Form eines sog. Thermofensters bei der Abgasrückführung. 

Das OLG Celle hat einem Käufer eines Audi A6 Schadenersatz im Abgasskandal zugesprochen. Mit Urteil vom 4. Dezember 2025 (Az. 16 U 69/24) entschied das Oberlandesgericht, dass in dem A6 eine unzulässige Abschalteinrichtung zum Einsatz kommt und der Kläger Anspruch auf Ersatz des sog. Differenzschadens in Höhe von fünf Prozent des Kaufpreises hat.