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Schadenersatz für VW Touareg im Dieselskandal

20.09.2021

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat dem Käufer einen VW Touareg Schadenersatz zugesprochen. Mit Urteil vom 31. August 2021 entschied das Gericht, dass die Audi AG als Herstellerin des Motors in dem Touareg für die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung in der Haftung steht (Az.: 4 O 7555/20).

Die Audi AG entwickelt und produziert im VW-Konzern die großvolumigen Dieselmotoren ab 3 Liter Hubraum. Die Motoren des Typs EA 896 oder EA 897 kommen in einer Reihe von Audi-Modellen aber auch im Porsche Macan, Porsche Cayenne und eben im VW Touareg zum Einsatz. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat eine Reihe dieser Modelle wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung zurückgerufen.

Unabhängig vom Fahrzeughersteller steht die Audi AG als Herstellerin des Motors mit der unzulässigen Abschalteinrichtung in der Haftung und hat sich schadenersatzpflichtig gemacht. Das hat nun auch das Landgericht Nürnberg-Fürth entschieden. Zuvor hatten u.a. auch die Oberlandesgerichte Köln (Az.: 11 U 68/20) und Karlsruhe (Az.: 8 U 32/20) Audi wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung bei einem VW Touareg zu Schadenersatz verurteilt.

„Die Urteile zeigen, dass im Abgasskandal bei einem VW Touareg gute Chancen bestehen, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Das gilt auch für eine Reihe von Audi-Modellen, die das KBA unter dem Code 23X6 zurückgerufen hat oder die betroffenen Porsche SUVs“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius.

Allerdings sollte mit der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen nicht mehr lange gewartet und die Verjährungsfrist im Auge behalten werden. „Im Abgasskandal gehen die Gerichte häufig davon aus, dass der Fahrzeughalter mit Erhalt der Rückrufschreibens von der Betroffenheit seines Fahrzeugs erfahren hat. Das bedeutet für die Autobesitzer, die 2018 den Rückruf erhalten haben, dass ihre Schadenersatzansprüche Ende 2021 aufgrund der dreijährigen Verjährungsfrist verjähren“, so Rechtsanwalt Gisevius.

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Aktuelles
19.05.2022

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12.05.2022

Der Abgasskandal hat auch zahlreiche Audi-Modelle mit 3-Liter-Dieselmotor erfasst. Die betroffenen Halter haben gute Aussichten, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Das zeigt auch ein Urteil des OLG Karlsruhe vom 17. Februar 2022 (Az.: 8 U 451/21). Das OLG hat entschieden, dass der Käufer eines Audi A6 Anspruch auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Täuschung hat.
06.05.2022

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02.05.2022

Fiat Chrysler ist im Abgasskandal um Wohnmobile auf Basis eines Fiat Ducato erneut zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart kam mit Urteil vom 14. April 2022 zu der Überzeugung, dass Fiat in dem Motor eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat und gemäß § 823 BGB zu Schadenersatz verpflichtet ist (Az.: 20 O 147/21).
29.04.2022

Das Landgericht Hamburg hat Mercedes im Abgasskandal mit Urteil vom 19. April 2022 zu Schadenersatz verurteilt (Az.: 317 O 154/20). Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass im Mercedes C 220 Diesel des Klägers eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist und Mercedes sich schadenersatzpflichtig gemacht hat.
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Suzuki steht unter Verdacht, unzulässige Abschalteinrichtungen bei Dieselfahrzeugen verwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ließ deshalb am 27. April 2022 Geschäftsräume von Suzuki im südhessischen Bensheim untersuchen.