Rückrufservice

Schadensersatz im VW Abgasskandal – Ansprüche jetzt geltend machen

16.12.2018

Schadensersatzansprüche gegen VW sollten noch in diesem Jahr geltend gemacht werden. „Es bestehen gute Aussichten, Forderungen im Abgasskandal gegen VW durchzusetzen. Allerdings wird die Zeit langsam knapp, da am Jahresende die Verjährung der Forderungen droht“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte, aus Stuttgart.

Im VW-Abgasskandal ist von einer dreijährigen Verjährungsfrist auszugehen. Da die Abgasmanipulationen von VW im Herbst 2015 aufgeflogen sind, droht die Verjährung der Ansprüche der Kunden gegen Volkswagen am 31.12.2018. Bis dahin sollten die Ansprüche geltend gemacht oder zumindest verjährungshemmende Maßnahmen ergriffen werden. „Viele Gerichtsurteile quer durch die Republik belegen, dass gute Chancen bestehen, Schadensersatzansprüche gegen VW durchzusetzen. Die Gerichte sehen in den Abgasmanipulationen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung der Kunden, die VW zum Schadensersatz verpflichtet. Wer jetzt aber auf die Geltendmachung seiner Forderungen verzichtet, riskiert damit, dass seine Ansprüche untergehen, was sicher im Sinne von VW wäre“, so Rechtsanwalt Seifert.

Neben einer Schadensersatzklage können zunächst auch andere Maßnahmen getroffen werden, um die Verjährung zu hemmen. So kann auch der Weg über einen Güteantrag bei einer Gütestelle gewählt werden, um der Verjährung zu entgehen. Es besteht auch die Möglichkeit, sich der Musterfeststellungsklage durch Eintrag in das Klageregister anzuschließen. Auch dadurch wird die Verjährung gehemmt. Die Anmeldung kann bis zum Beginn der mündlichen Verhandlung wieder zurückgezogen werden. „Dann hat der Verbraucher immer noch die Möglichkeit, sich für eine Einzelklage zu entscheiden. Die Einzelklage ist für Verbraucher mit einer Rechtsschutzversicherung in der Regel der sinnvollere, weil der schnellere und erfolgversprechendere Weg“, erklärt Rechtsanwalt Seifert. Wichtig ist, dass noch bis Ende des Jahres gehandelt wird.

Eine Hintertür für Schadensersatzklagen bleibt auch 2019 noch offen. Denn die dreijährige Verjährungsfrist ist kenntnisabhängig, d.h. der Geschädigte muss Kenntnis von seinen Ansprüchen gehabt haben oder hätte sie ohne grobe Fahrlässigkeit haben müssen. Ob die Kenntnis schon durch das Bekanntwerden des Abgasskandals vorausgesetzt werden kann, ist umstritten. „Es kann ebenso argumentiert werden, dass die Verbraucher erst durch ein Anschreiben von VW oder dem Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt von ihren Ansprüchen Kenntnis erlangt haben. Dies war in vielfach erst 2016 der Fall, so dass die Ansprüche erst Ende 2019 verjähren würden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte seine Ansprüche aber noch bis zum 31.12.2018 geltend machen“, sagt Rechtsanwalt Seifert.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte ist Kooperationspartner der IG Dieselskandal und bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

Mehr Informationen: www.bruellmann.de/faelle/vw-abgasskandal/

BRÜLLMANN Rechtsanwälte
Rotebühlplatz 1
70178 Stuttgart
Deutschland

Telefon: 0 711 - 520 888 0
Fax: 0 711 - 520 888 22
www.bruellmann.de

Abgas-Skandal

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
12.05.2022

Der Abgasskandal hat auch zahlreiche Audi-Modelle mit 3-Liter-Dieselmotor erfasst. Die betroffenen Halter haben gute Aussichten, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Das zeigt auch ein Urteil des OLG Karlsruhe vom 17. Februar 2022 (Az.: 8 U 451/21). Das OLG hat entschieden, dass der Käufer eines Audi A6 Anspruch auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Täuschung hat.
06.05.2022

Fiat Chrysler Automobiles ist im Wohnmobil Abgasskandal ein weiteres Mal zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Dessau sprach mit Urteil vom 14. April 2022 dem Käufer eines Wohnmobils des Herstellers Knaus, das auf einem Fiat Ducato aufbaut, Schadenersatz zu (Az. 4 O 315/21).
02.05.2022

Fiat Chrysler ist im Abgasskandal um Wohnmobile auf Basis eines Fiat Ducato erneut zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart kam mit Urteil vom 14. April 2022 zu der Überzeugung, dass Fiat in dem Motor eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat und gemäß § 823 BGB zu Schadenersatz verpflichtet ist (Az.: 20 O 147/21).
29.04.2022

Das Landgericht Hamburg hat Mercedes im Abgasskandal mit Urteil vom 19. April 2022 zu Schadenersatz verurteilt (Az.: 317 O 154/20). Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass im Mercedes C 220 Diesel des Klägers eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist und Mercedes sich schadenersatzpflichtig gemacht hat.
28.04.2022

Suzuki steht unter Verdacht, unzulässige Abschalteinrichtungen bei Dieselfahrzeugen verwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ließ deshalb am 27. April 2022 Geschäftsräume von Suzuki im südhessischen Bensheim untersuchen.
26.04.2022

Eine Entscheidung des OLG Köln dürfte ein Meilenstein für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen im Wohnmobil-Abgasskandal sein: Das OLG Köln kündigte mit Beschluss vom 24. Februar 2022 an (Az.: 28 U 55/21), die Berufung von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) gegen ein Urteil des Landgerichts Aachen zurückzuweisen.