Rückrufservice

ThomasLloyd Cleantech Infrastrukturgesellschaft CTI – Risiken der Anleger

29.08.2018

Die ThomasLloyd Infrastrukturfonds beteiligen sich an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH, die wiederum in die Infrastruktur in Asien vorwiegend im Bereich der Erneuerbaren Energien investiert. Ein Schwerpunkt der Investitionsobjekte befindet sich auf den Philippinen.

 

Dazu bietet ThomasLloyd u.a. drei geschlossene Fonds an. Die Dritte Cleantech Infrastrukturgesellschaft - kurz CTI 5 D – prognostiziert bei einer Laufzeit von 5 Jahren und einer Mindestbeteiligung von 5000 Euro jährliche Ausschüttungen bis zu 7,2 Prozent. Bei der Fünften Cleantech Infrastrukturgesellschaft – CTI 9 D – beträgt die Mindestbeteiligung 10.000 Euro bei einer neunjährigen Laufzeit. Der CTI 9 D prognostiziert Ausschüttungen von bis zu 11 Prozent. Die Zweite Cleantech Infrastrukturgesellschaft – CTI Vario D – bietet einen Beteiligung mit monatlichen Raten und einer Laufzeit von 30 Jahren an.

 

Die Haftungssumme der Anleger ist bei allen drei Angeboten auf 0,1 Prozent der Pflichtanlage begrenzt. Das hört sich zunächst wenig und nach einem überschaubaren Risiko für die Anleger an. „Davon sollten sich die Anleger nicht täuschen lassen. Fondsbeteiligungen sind spekulative Geldanlagen mit erheblichen Risiken. Kann die Gesellschaft keine Gewinne erzielen oder gerät in wirtschaftliche Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz, haftet der Anleger mit seiner Einlage. Er trägt also ein Totalverlustrisiko“, erklärt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

 

Neben den allgemeinen Risiken, die mit einer Beteiligung an einem geschlossenen Fonds verbunden sind, kommen bei den ThomasLloyd Cleantech Fonds noch einige spezifische Risiken hinzu. So beteiligen sich die Fondsgesellschaften an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH. In welche Projekte diese Gesellschaft konkret investiert, ist für den Anleger unklar. Damit kann er die Erfolgsaussichten praktisch nicht beurteilen. Er investiert in einen Blind Pool und muss darauf vertrauen, dass die Investitionsprojekte erfolgreich verlaufen.

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

 

Da das Geld der Anleger zu einem großen Teil in Projekte auf den Philippinen investiert wird, kommt noch ein weiteres kaum zu kalkulierendes Risiko hinzu. Auch wenn Asien als Wachstumsmarkt gilt, sind die Philippinen politisch und wirtschaftlich nicht unbedingt als stabiles Land einzuordnen. Es ist daher auch schwer zu prognostizieren wie sich Unruhen auf Investitionen in dem Inselstaat auswirken können und inwieweit auch künftig auf Erneuerbare Energien gesetzt wird.

 

Rechtsanwalt Seifert: „Über die bestehenden Risiken bis hin zum Totalverlust der Einlage hätten die Anleger umfassend aufgeklärt werden müssen. Wurden die Risiken in den Beratungsgesprächen verschwiegen, können Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung entstanden sein. Wurde den Anlegern die Beteiligung an den CTI-Fonds als vermeintlich sichere Geldanlage dargestellt, können sie schon jetzt ihre rechtlichen Möglichleiten vom Ausstieg aus der Beteiligung bis hin zu Schadensersatzansprüchen prüfen lassen, bevor es ein böses Erwachen gibt.“

 

BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten natürlich auch in Bezug auf die Eintrittspflicht der Rechtsschutzversicherung an. Sprechen Sie uns an.

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
16.05.2022

Schlechte Nachrichten für Anleger der te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG: Die Gesellschaft hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie mit dem Ausfall ihrer Forderungen rechnen müssen.
09.05.2022

Die Gesellschaften te Solar Sprint II und te Solar Sprint III sind insolvent. Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenzverfahren am 26. April 2022 eröffnet (Az.: 401 IN 2361/21 bzw. 401 IN 2365/21). Anleger der te Solar Sprint II können ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 14. Juni 2022 anmelden, Anleger der te Solar Sprint III haben Zeit bis zum 24. Juni 2022.
05.05.2022

Als ob die Aktionäre der insolventen Wirecard AG nicht schon genug gestraft wären, könnte jetzt noch weiterer Ärger auf sie zukommen. Nachdem das Landgericht München am 5. Mai 2022 die Jahresabschlüsse des Konzerns 2017 und 2018 für ungültig erklärt hat, könnte der Insolvenzverwalter ausgeschüttete Dividenden von den Aktionären zurückfordern.
05.05.2022

Das Amtsgericht Oldenburg hat das Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete AG am 1. Mai 2022 offiziell eröffnet (Az.: 69 IN 7/72). Am gleichen Tag wurden auch die Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete Produktionsgesellschaft (Az.: 16 IN 14/22) und die Deutsche Lichtmiete Vermietgesellschaft (Az.: 33 IN 15/22) eröffnet. Anleger können ihre Forderungen ab sofort beim Insolvenzverwalter anmelden.
04.05.2022

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, ist insolvent. Einlagen bis 100.000 Euro sind gesichert.
03.05.2022

Die Krise bei der Adler Group spitzt sich zu. Der Immobilienkonzern hatte am 30. April 2022 auf den letzten Drücker noch den Jahresabschluss für 2021 vorgelegt. Die Bilanz weist einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro aus. Die Anleger dürfte aber noch viel mehr beunruhigt haben, dass die Wirtschaftsprüfer von KPMG ihr Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert haben. Die im SDAX notierte Aktie stürzte daraufhin regelrecht ab.