UDI Festzins - UDI-Gesellschaften droht Zahlungsausfall

08.06.2021

Die schlechten Nachrichten für Anleger, die in UDI-Nachrangdarlehen investiert haben, setzen sich fort. Wie die Gesellschaften UDI Energie Festzins 13, UDI Energie Festzins 14 sowie UDI Immo Sprint Festzins I und UDI Immo Sprint Festzins II mitteilten, droht der Ausfall von Forderungen. Die BaFin hat die Meldungen am 8. Juni 2021 veröffentlicht.

Die Anleger der betroffenen UDI-Gesellschaften müssen nun damit rechnen, dass Zinszahlungen und Rückzahlungen ihrer Nachrangdarlehen ausbleiben.

Die UDI-Gesellschaften hatten teilweise bereits Ende 2020 mitgeteilt, dass der Ausfall von Forderungen droht, weil Projektgesellschaften, denen Nachrangdarlehen gewährt wurden, ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Bei diesen Projektgesellschaften handelt es sich u.a. um die te management GmbH und mit ihr verbundene Projektgesellschaften. Hier hat sich die Lage noch einmal deutlich verschlechtert.

Wie die UDI-Gesellschaften nun mitteilen, hat die te management GmbH am 02.06.2021 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht München gestellt. Das bedeute, dass es zu einem teilweise oder vollständigen Forderungsausfall gegenüber der insolventen Gesellschaft kommen könnte. Zahlungsausfälle könnten auch bei weiteren Projektgesellschaften drohen. Dies wiederum könnte zur Folge haben, dass die UDI-Gesellschaften ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Anlegern nicht erfüllen können.

„Die Situation stellt sich äußerst ernst dar. Anleger, die den UDI-Gesellschaften Nachrangdarlehen gewährt haben, müssen mit dem Ausfall ihrer Forderungen rechnen. Auch eine Insolvenz der UDI-Gesellschaften kann angesichts dieser Meldungen nicht ausgeschlossen werden“, sagt Rechtsanwältin Eva Birkmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht bei BRÜLLMANN Rechtsanwälte aus Stuttgart.

Um sich gegen die drohenden Verluste zu wehren, können Anleger ihre rechtlichen Möglichkeiten nutzen. Dazu gehört auch die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen. Diese können gegen die Anlageberater bzw. Anlagevermittler bestehen, wenn diese nicht umfassend über die bestehenden Risiken der Geldanlagen aufgeklärt haben. Forderungen können ggf. auch gegen die verantwortlichen Personen der UDI-Gesellschaften entstanden sein, wenn sie z.B. gegen das Kreditwesengesetz verstoßen haben sollten.

Noch weitere UDI-Gesellschaften stecken in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. So hat die BaFin mit Bescheid vom 10. Mai 2021 der UDI Energie Festzins III GmbH & Co. KG und der UDI Energie Festzins VII GmbH & Co. KG die Einstellung und Abwicklung ihrer unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfte angeordnet. Die UDI Energie Festzins VI hat bereits Insolvenz angemeldet.

„Bevor ihr Geld verloren ist, sollten Anleger dringend ihre rechtlichen Möglichkeiten nutzen“, so Rechtsanwältin Birkmann.

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

 

 

 

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel:  0711 / 520 888 - 18
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: e.birkmann@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
02.07.2021

Wie aus einer aktuellen Entscheidung des BGH hervorgeht, fehlt es den Banken an der rechtlichen Grundlage für den Anspruch auf eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn die Berechnungsmethode nicht ordnungsgemäß dargestellt wurde (Az.: XI ZR 320/20). Es bestehen daher gute Chancen, eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückzufordern.
23.06.2021

Das OLG Stuttgart hat mit Urteil vom 18, Mai 2021 bestätigt, dass der Widerruf eines Kreditvertrags mit der Opel Bank wirksam erfolgt ist (Az.: 6 U 133/20). Der Widerruf des Autokredits kann eine gute Möglichkeit sein, um auch aus dem Kaufvertrag für das Fahrzeug auszusteigen.
16.06.2021

Für einen Anleger des Fonds Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. Safeinvest 2. KG hatte Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius am Landgericht München Schadenersatz durchgesetzt (Az.: 35 O 7335/19). Die Berufung gegen das Urteil wird das OLG München wahrscheinlich zurückweisen.
14.06.2021

Die schlechten Nachrichten für Anleger, die Geld in UDI-Nachrangdarlehen investiert haben, reißen nicht ab. Die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat am 11. Juni 2021 mitgeteilt, dass sie bei vier weiteren UDI-Gesellschaften die Abwicklung ihres unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts angeordnet hat.
09.06.2021

Anleger der te energy sprint I GmbH & Co. KG müssen um die Rückzahlung ihrer Nachrangdarlehen fürchten. Die BaFin veröffentlichte am 8. Juni 2021 eine Mitteilung der Gesellschaft, nach der ihr ein Forderungsausfall droht.
08.06.2021

Die schlechten Nachrichten für Anleger, die in UDI-Nachrangdarlehen investiert haben, setzen sich fort. Wie die Gesellschaften UDI Energie Festzins 13, UDI Energie Festzins 14 sowie UDI Immo Sprint Festzins I und UDI Immo Sprint Festzins II mitteilten, droht der Ausfall von Forderungen. Die BaFin hat die Meldungen am 8. Juni 2021 veröffentlicht.