Rückrufservice

Volksbank Stuhr Bankraub - Schließfächer aufgebrochen

Schon wieder haben Bankräuber zugeschlagen und Schließfächer aufgebrochen. Diesmal ist eine Filiale der Volksbank im niedersächsischen Stuhr betroffen. Offenbar sind die Täter durch einen Lichtschacht eingestiegen und haben sich Zugang zu den Schließfächern verschafft.

Erst Ende 2025 hatte ein spektakulärer Bankraub in einer Sparkasse in Gelsenkirchen für Schlagzeilen gesorgt. Hier hatten die Täter rund 3.000 Schließfächer aufgebrochen. So schlimm ist es in Stuhr nicht: Nach Angaben der Polizei wurden „nur“ 14 Schließfächer geknackt. „Das macht es für die Opfer aber auch nicht besser“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Zur Höhe des Schadens gibt es noch keine Angaben.

 

Bankraub in der Mittagspause

 

Nach Polizeiangaben haben sich die Täter am Freitag, 13. Februar 2026, in der Mittagspause durch einen Lichtschacht Zugang zum Keller verschafft. Nachdem sie weitere Türen aufgebrochen haben, gelangten sie zu den Raum mit den Schließfächern. Dort brachen sie 14 der über 700 Schließfächer auf und machten sich mit der Beute aus dem Staub. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Nach Zeugenaussagen könnte es sich um drei Männer in blauen Overalls handeln, die möglichweise in einem dunklen Auto geflohen sind. Ein Alarm wurde durch den Einbruch offenbar nicht ausgelöst.

 

Schließfächer nicht versichert

 

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Auch wenn „nur“ 14 Schließfächer aufgebrochen und der Inhalt gestohlen wurde, trifft der Einbruch die betroffenen Schließfachinhaber umso härter. Denn nach Angaben der Volksbank sind die Schließfächer durch die Bank nicht versichert. Seit Anfang des Jahres hätten die Kunden selbst eine Versicherung abschließen müssen. „Das heißt aber noch nicht, dass die Bank jetzt automatisch aus der Haftung ist. Denn sie ist verpflichtet, für ausreichende Sicherheitsmaßnahmen zu sorgen“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. 

 

Bank hat Sicherungspflichten

 

Ein Verstoß gegen die Sicherungspflichten kann z.B. bei unzureichenden baulichen Sicherungen, mangelhaften Alarm- und Überwachungssystemen oder organisatorischen Sicherheitslücken vorliegen. „Hat die Bank gegen ihre Sicherungspflichten verstoßen, können die Schließfachinhaber Schadenersatzansprüche haben“, so Rechtsanwalt Seifert.

 

Inhalt des Schließfachs dokumentieren

 

Für die betroffenen Kunden der Volksbank in Stuhr kommt es nun darauf an, den Inhalt ihres Schließfachs möglichst genau zu dokumentieren, um den Schaden nachweisen zu können. Das ist auch wichtig, um Ansprüche gegen die Versicherung geltend zu machen, wenn der Inhalt des Schließfachs zumindest zum Teil über die eigene Hausratversicherung oder eine spezielle Schließfach- oder Valorenversicherung versichert wurde.

 

Immer wieder Schließfächer

 

Auffällig ist, dass es nach dem spektakulären Schließfachraub in einer Sparkasse in Gelsenkirchen zu weiteren Bankeinbrüchen gekommen ist, bei denen es die Täter auf die Schließfächer abgesehen hatten. Ende Dezember 2025 wurden vier Schließfächer in einer Sparkassen-Filiale im westfälischen Halle aufgebrochen und im Januar 2026 schlugen die Täter bei einer Sparkasse in Wilhelmshaven zu. Ob es einen Zusammenhang zu dem Raub in Gelsenkirchen gibt oder ob es sich um Trittbrettfahrer handelt, ist derzeit Spekulation.

 

LG Hamburg spricht Schadenersatz zu

 

Sicher ist jedoch, dass die Opfer der Einbrüche Schadenersatzansprüche haben können, wenn die Bank oder Sparkasse ihre Sicherungspflichten nicht erfüllt hat. Das haben auch schon Gerichtsurteile in vergleichbaren Fällen gezeigt“, so Rechtsanwalt Seifert. Nach einem Schließfachraub in einer Sparkassenfiliale in Hamburg hat z.B. das Landgericht Hamburg einem Opfer des Einbruchs Schadenersatz zugesprochen, weil die Sparkasse ihre Sicherungspflichten nicht erfüllt hatte (Urteil vom 29. Juni 2023 – Az. 330 O 127/22).

 

Fazit: Schadenersatzansprüche können bestehen

 

Einbrüche in Tresorräume sind zwar nicht an der Tagesordnung, kommen aber immer wieder vor. So vertritt BRÜLLMANN Rechtsanwälte bereits Opfer des Tresorraubs beim Luxusuhrenhändler Watchmaster oder des Goldhändlers Valvero Sachwerte GmbH.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet Opfern eines Schließfachraubs zum Pauschalpreis von 119 Euro inkl. MwSt. und Auslagen gern eine Ersteinschätzung ihrer rechtlichen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an!

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

 

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
CAPTCHA
Aktuelles

Anleger des offenen Immobilienfonds Fokus Wohnen Deutschland kommen derzeit nicht an ihr Geld. Denn die Rücknahme und Ausgabe  von Anteilen wurde am 26. Februar 2026 vorrübergehend eingestellt. Die Anteilsrücknahme kann für eine maximale Dauer von 36 Monaten ausgesetzt werden.

Über drei Gesellschaften der ThomasLloyd-Gruppe hat das Amtsgericht Lingen (Ems) am 20. Februar 2026 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Für die betroffenen Anleger steht viel Geld auf dem Spiel. Ihnen drohen bei einer Insolvenz erhebliche finanzielle Verluste.Konkret hat das AG Lingen die vorläufige Insolvenzverwaltung über folgende Gesellschaften angeordnet:

Für Anleger der Schuldverschreibung ProReal Deutschland 7 werden erhebliche finanzielle Verluste immer wahrscheinlicher. Grund ist, dass die Zwischengesellschaft SC Finance One ihre Forderungen gegen Projektgesellschaften, denen sie Darlehen gewährt hatte, um 74 Prozent nach unten korrigieren muss.

Schon wieder haben Bankräuber zugeschlagen und Schließfächer aufgebrochen. Diesmal ist eine Filiale der Volksbank im niedersächsischen Stuhr betroffen. Offenbar sind die Täter durch einen Lichtschacht eingestiegen und haben sich Zugang zu den Schließfächern verschafft.

Der Immobilienfonds Greenman Open hat im Dezember 2025 die Rücknahme der Anteile ausgesetzt. Grund für die Aussetzung sind erhöhte Rückgabewünsche der Anleger. Dafür verfüge der Fonds nicht über ausreichend Liquidität, teilte das Unternehmen mit.

Betrüger hatten sich die sensiblen Kontodaten eines Ehepaars erschlichen und Überweisungen in einer Gesamthöhe von rund 24.000 Euro von dem Konto getätigt. Das Ehepaar kann jedoch aufatmen, denn es bleibt nicht auf dem Schaden sitzen. Das Landgericht Karlsruhe hat mit Urteil vom 3. Dezember 2025 entschieden, dass die Bank den Schaden ersetzen muss (Az. 2 O 64/24).