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VW T5 Öltod - Ansprüche gegen VW

02.03.2022

Der VW-Dieselmotor EA ist vor allem durch den Abgasskandal bekannt geworden. Beim VW T5 bringt der Motor noch ganz andere Schwierigkeiten mit sich – den sog. Öltod. Betroffen ist der Bulli T5 der Baujahre 2009 bis 2015 mit 2.0 BiTDI-Motor mit 179 PS (132 kw). Der Motor trägt die Kennbuchstaben CFCA.

Die betroffenen VW T5-Fahrer kennen das Problem. Was mit einem erhöhten Ölverbrauch anfängt, endet mit einem Motorschaden. Ausgelöst wird der sog. Öltod durch ein Problem mit dem Kühler der Abgasrückführung (AGR-Kühler). Die hohen Abgastemperaturen führen zu Zersetzungen bei den Kühlrippen, die Splitter gelangen in den Motorraum und beschädigen Kolben Zylinder und am Ende steht der Motorschaden. Wenn das Problem bemerkt wird, ist es meistens schon zu spät. Oft hat der T5 dann noch nicht einmal eine Laufleistung von 100.000 Kilometern erreicht.

VW ist das Problem bekannt, wie „Autobild“ berichtet. Demnach wurden 140.000 T5 mit 2 Liter Biturbodieselmotor mit den Kennbuchstanden CFCA zwischen September 2009 und Mai 2015 produziert. VW räumt dem Bericht zu Folge ein, dass bei rund 11.800 T5 Motorschäden bekannt sind. Und das sind nur die VW bekannten Fälle, die Dunkelziffer dürfte also noch höher liegen.

Kommt ein T5-Fahrer nun auf die Idee, das Problem des Öltods vorbeugend durch den Austausch des AGR-Kühlers zu umgehen, bleibt er auf den Kosten sitzen. VW hat den AGR-Kühler zwar mehrfach überarbeitet und die Version mit „D“ am Ende der Teilenummer scheint den Anforderungen standzuhalten. An den Austauschkosten will sich VW nicht beteiligen. Schließlich liege kein Schaden vor. Doch der ist oft nur eine Frage der Zeit. Dann bleibt nur noch der Motortausch – und der wird deutlich teurer als der Kühlertausch.

VW will höchstens im Einzelfall prüfen, ob eine Beteiligung aus Kulanz in Erwägung gezogen werden kann. Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius (https://www.oeltod-anwalt.de/) ist mit der Thematik bestens vertraut. Er kann die Haltung VWs weder nachvollziehen, noch hält er sie für rechtlich vertretbar: „Die betroffenen T5 weisen mit dem fehlerhaften AGR-Kühler offensichtlich einen bauartbedingten Sachmangel auf. Käufer haben den Anspruch auf Beseitigung des Mangels. Kann der Mangel nicht beseitigt werden, können auch Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden.“

Rechtsanwalt Gisevius geht noch weiter. „Wenn VW wusste, dass bei rund 10 Prozent der T5 mit dem betroffenen Motor ein Motorschaden aufgetreten ist, keinen Rückruf startet und weiter Fahrzeuge vom Band rollen lässt, kommt auch vorsätzliche sittenwidrige Schädigung in Betracht. Betroffene T5-Fahrer sollten daher ihre Rechte gegen VW geltend machen.“

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Aktuelles
19.05.2022

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12.05.2022

Der Abgasskandal hat auch zahlreiche Audi-Modelle mit 3-Liter-Dieselmotor erfasst. Die betroffenen Halter haben gute Aussichten, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Das zeigt auch ein Urteil des OLG Karlsruhe vom 17. Februar 2022 (Az.: 8 U 451/21). Das OLG hat entschieden, dass der Käufer eines Audi A6 Anspruch auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Täuschung hat.
06.05.2022

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02.05.2022

Fiat Chrysler ist im Abgasskandal um Wohnmobile auf Basis eines Fiat Ducato erneut zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart kam mit Urteil vom 14. April 2022 zu der Überzeugung, dass Fiat in dem Motor eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat und gemäß § 823 BGB zu Schadenersatz verpflichtet ist (Az.: 20 O 147/21).
29.04.2022

Das Landgericht Hamburg hat Mercedes im Abgasskandal mit Urteil vom 19. April 2022 zu Schadenersatz verurteilt (Az.: 317 O 154/20). Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass im Mercedes C 220 Diesel des Klägers eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist und Mercedes sich schadenersatzpflichtig gemacht hat.
28.04.2022

Suzuki steht unter Verdacht, unzulässige Abschalteinrichtungen bei Dieselfahrzeugen verwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ließ deshalb am 27. April 2022 Geschäftsräume von Suzuki im südhessischen Bensheim untersuchen.