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VW T5 Rückruf Code 23M4 – Für die Halter wird es ernst

Wer einen vom Rückruf 23M4 betroffenen VW T5 fährt und bislang noch nicht darauf reagiert hat, wird demnächst erneut Post vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) oder den Kfz-Zulassungsstellen bekommen. In dem Anschreiben werden sie nachdrücklich aufgefordert werden, das Software-Update installieren zu lassen. Ursprünglich sollte das bis zum 29. Mai 2026 geschehen. Ohne das Update droht der Verlust der Zulassung für den VW T5.

Viele Halter eines betroffenen VW T5 haben Bedenken gegen das Software-Update und befürchten negative Auswirkungen auf den Motor. „Der Rückruf ist allerdings verpflichtend. Wer ihn ignoriert, riskiert tatsächlich den Verlust der Zulassung“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

 

Verwendetes Thermofenster unzulässig

 

Der Rückruf unter dem Code 23M4 betrifft weltweit über 900.000 VW Crafter und VW Transporter der Baujahre 2009 bis 2015. Die Fahrzeuge werden in die Werkstatt gerufen, weil das verwendete Thermofenster nicht den Vorgaben der EU entspricht. „Durch das verwendete Thermofenster wird die Abgasrückführungsrate schon bei Temperaturen reduziert, die im Gebiet der Europäischen Union vernünftigerweise zu erwarten sind. Daher handelt es sich bei dem Thermofenster um eine unzulässige Abschalteinrichtung, die entfernt werden muss“, erklärt Rechtsanwalt Gisevius. 

Dazu wird das Thermofenster voraussichtlich neu bedatet, damit die Abgasrückführung auch bei niedrigeren Temperaturen vollständig arbeitet. Welche Auswirkungen das auf den Motor hat, ist allerdings ungewiss. „Bislang hat VW regelmäßig argumentiert, dass das Thermofenster aus Motorschutzgründen notwendig ist. Außerdem müssen auch mögliche Auswirkungen des Updates auf den AGR-Kühler berücksichtigt werden. Stichwort plötzlicher Öltod“, kann Rechtsanwalt Gisevius die Sorgen der T5-Halter verstehen.

 

Zwangsstilllegung droht

Abgas-Skandal, Automotive

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Dennoch wird es jetzt ernst für diejenigen, die das Software-Update bislang noch nicht haben aufspielen lassen. Der ursprüngliche Rückruf ist im September 2024 erfolgt, in der Folge wurden die Halter erneut aufgefordert, ihr Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen. Die Fristsetzung bis zum 29. Mai 2026 ist nun abgelaufen. Daher müssen die betroffenen Fahrer eines VW T5 jetzt handeln, da sonst die Zwangsstilllegung droht.

 

Fazit: Anspruch auf Schadenersatz

 

Der BGH hat im Juni 2023 entschieden, dass im Abgasskandal schon bei Fahrlässigkeit der Autoherstellers Schadenersatzansprüche bestehen. „Dadurch sind die Chancen auf Schadenersatz gerade bei Fahrzeugen mit dem weitverbreiteten Thermofenster enorm gestiegen“, so Rechtsanwalt Gisevius. Bei Fahrlässigkeit wird der Kaufvertrag nicht rückabgewickelt. Stattdessen hat der Käufer Anspruch auf Ersatz des sog. Differenzschadens in Höhe von 5 bis 15 Prozent des Kaufpreises und kann das Fahrzeug behalten.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte berät von dem Rückruf betroffene Halter eines VW T5 gerne zu ihren rechtlichen Möglichkeiten.

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/schadenersatz-nach-rueckruf-softwareupdate oder https://motorschaden.de/vw-aktionscode-23m7-23m5-23m4-23m3/

 

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Aktuelles

Feuchtigkeit in Wohnmobilen, Transportern und anderen Fahrzeugen ist nicht nur ein Ärgernis, sondern kann zu teuren Folgeschäden führen. Die Gründe für den Feuchtigkeitseintritt können vielfältig sein, strittig ist oft, wer für die Kosten aufkommen muss. „Liegt ein Konstruktionsfehler vor, muss in der Regel der Autohersteller oder der Händler die Kosten für die notwendigen Reparaturen übernehmen“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Für den Kia Niro EV gibt es einen Rückruf wegen Brandgefahr. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am 24. Juli 2026 veröffentlichte, besteht durch einen Fehler im Managementsystem der Hochvolt-Batterie erhöhte Brandgefahr bei der Elektro-Variante des Kia Niro.Wie das KBA weiter angibt, kann durch den Fehler die Überwachung der HV-Batterie eingeschränkt sein. Das kann zu einer Überhitzung der Batterie und im schlimmsten Fall zum Fahrzeugbrand führen. Software-Update für Batteriemanagementsystem 

Der Käufer eines VW Golf 1.6 TDI erhält nach einem Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 11. März 2026 (Az. 1 U 46/25) Schadenersatz im Abgasskandal. Der Kläger habe Anspruch auf Ersatz des sog. Differenzschadens in Höhe von zehn Prozent des Kaufpreises, entschied das OLG.

Rund 64.000 Volvo XC40 Plug-in-Hybride müssen weltweit zurückgerufen werden. Grund für den Rückruf ist Brandgefahr in der Hochspannungsbatterie, wie Safety Gate, das Schnellwarnsystem der EU, am 10. Juli 2026 meldete. Demnach sind Volvo XC40 PHEV der Baujahre 2020 bis 2022 von dem Rückruf betroffen, den Volvo unter dem Code R10388 durchführt. Bei der Maßnahme wird die Hochvolt-Batterie auf einen möglichen Herstellungsfehler überprüft. Dieser Fehler kann im schlimmsten Fall zur Überhitzung der Batterie und zum Brand führen.  

Rund 3.800 Euro oder fünf Prozent des Kaufpreises erhält ein Käufer eines VW T6 im Abgasskandal zurück. Das hat das Landgericht Traunstein mit Urteil vom 15. Juli 2026 (Az. 2 O 1871/25) entschieden. „Das Gericht ist unserer Auffassung gefolgt, dass in dem VW T6 eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet wird und unser Mandant zumindest fahrlässig geschädigt wurde“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, der zum wiederholten Mal Schadenersatz bei einem VW T6 durchgesetzt hat.

Der Käufer eines Audi A4 erhält im Abgasskandal 15 Prozent des Kaufpreises zurück – 3.450 Euro. Das hat das Amtsgericht Simmern/Hunsrück mit Urteil vom 29. April 2026 entschieden (Az. 37 C 324/25). Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass in dem Audi A4 unzulässige Abschalteinrichtungen verwendet werden und der Käufer zumindest fahrlässig geschädigt wurde.