Wirecard AG

Wirecard AG

Die Entwicklung der Wirecard-Aktie (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) und die verunsichernden Veröffentlichungen rund um den Jahresbericht 2019 treiben vielen Aktionären derzeit die Sorgenfalten auf die Stirn. Die ständigen Vorwürfe von Kapitalmarktexperten an die Münchner Wirecard-Adresse gipfeln nun in Untersuchungen von Staatsanwaltschaft und Bafin. Im Focus stehen dabei vier Vorstandsmitglieder. Im einzelnen berichtet u.a. die britische Financial Times über fingierte Umsätze, überhöhte Kaufpreise von Gesellschaften zur Bereicherung von Managern, falsch ausgewiesene Kredite und Kreislaufbuchungen über ausländische Gesellschaften.

Zuletzt hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG fehlende Unterlagen und mangelhafte Zusammenarbeit bei der Erstellung eines Sonderberichtes kritisiert. Daraufhin bestätigte die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin Untersuchungen an., u.a. auch wegen Aktienkäufe durch Vorstandsmitglieder in Millionenhöhe. Am 5. Mai 2020 kam kam es zu einer Razzia in den Wirecard-Geschäftsräumen. Die Börse reagierte mit einer Talfahrt der Wirecard-Aktie, beginnend mit der Veröffentlichung des Sonderberichtes im April 2020.

Der Bericht war auf nicht nachvollziehbare Umsatzerlöse gestoßen und bemängelte die interne Organisation bei Wirecard, grundsätzlich mangelhafte Compliance sowie die fehlenden Mitarbeitsbereitschaft von Partnerfirmen. So konnte z.B. der Hintergrund einer Milliarden-Zahlung auf ein Treuhandkonto nicht wirklich nachvollzogen werden.

"Vor dem Hintergrund möglicherweise erfundener Umsätze und massiver Probleme mit der Compliance im Unternehmenmachen sich Aktionäre Sorgen!" - Rechtsanwalt Marcel Seifert von der Stuttgarter Wirtschaftskanzlei Brüllmann fühlt das Unbehagen der Aktionäre deutlich. Das Vertrauen in die Unternehmensführung ist massiv erschüttert und viele Aktionäre machen sich bereits Gedanken über mögliche Schadensersatzforderungen auf Basis der Verwendung von Insider-Informationen und Vergehen gegen Veröffentlichungspflichten.

Brüllmann Rechtsanwälte steht für eine kostenlose Ersteinschätzung der aktuellen Situation besorgter Kapital-Anleger gern zur Verfügung.

Bleiben Sie informiert
Aktuelle News zu wichtigen Terminen, Fristen und Entwicklungen

Am 18. Juni soll der Jahresbericht 2019 vorgelegt werden. Die Inhalte versprechen Spannung in vielerlei Sicht. Zum einen erhoffen sich Anleger Klarheit über den zukünftigen Kurs des Unternehmens, zum anderen dürfte es auch um die erhoffte Aufklärung zu den massiven Vorwürfen der Bafin und den staatsanwaltlichen Untersuchungen gehen.

Die Rechtslage ist derzeit noch etwas unklar - natürlich könnte man bereits etwas unternehmen in Sachen "Managerhaftung", aber letzten Endes ist das Spekulation und die Hoffung auf ein anlegerfreundliches Ende des aktuellen Verfahrens. Momentan sollten Anlager gut informiert sein. Unser Newsletter erspart Ihnen das tägliche Recherchieren nach wichtigen Nachrichten - wir bleiben für Sie aufmerksam!

Unser Wirecard Ag-Newsletter ist kostenlos - Bitte tragen Sie sich mit Ihrer Adresse ein und bestätigen Sie anschließend die Mail, damit wir erkennen können, dass es sich um eine echte Eintragung handelt. Zur vollständigen Abmeldung aus unserem Verteiler können Sie den Abmeldebutton im Newsletter verwenden. Ihre Adresse wird für keine weiteren Zwecke verwendet.

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Aktuelle Beiträge

26.10.2020

Schon Monate vor der Insolvenz sollen die Wirecard-Verantwortlichen Geld beiseite geschafft haben. Das berichtet u.a. die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben des Insolvenzverwalters Jaffé an die Belegschaft. Bestätigt sich der Verdacht, liegt betrügerischer Bankrott vor.
12.10.2020

Forderungen im Insolvenzverfahren über die Wirecard AG können noch bis zum 26. Oktober 2020 beim Insolvenzverwalter angemeldet werden. Die Anmeldung der Forderungen ist für die Anleger und Aktionäre der Wirecard AG ein erster Schritt, um ihre Verluste zu reduzieren.
14.09.2020

Die insolvente Wirecard AG hat einen immensen Schuldenberg angehäuft. Von rund 3 Milliarden Euro ist die Rede. Auch wenn Unternehmenteile verkauft werden, können die Gläubiger im Insolvenzverfahren nicht mit einer allzu hohen Quote rechnen.
26.08.2020

Das Insolvenzverfahren über die Wirecard AG ist wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung am 25. August 2020 am Amtsgericht München regulär eröffnet worden (Az. 1542 IN 1308/20). Zudem wurde auch das Insolvenzverfahren über sechs Tochtergesellschaften eröffnet.
20.08.2020

Die Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens über die Wirecard AG steht offenbar kurz bevor. Wie der Münchner Merkur online unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, werde sich der vorläufige Insolvenzverwalter voraussichtlich für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens aussprechen.
11.08.2020

Verdacht des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, der Untreue, der unrichtigen Darstellung, der Marktmanipulation und zuletzt auch noch der Geldwäsche – die Liste der Vorwürfe gegen die insolvente Wirecard AG ist lang. Da drängt sich die Frage auf, wie das Unternehmen offenbar über Jahre seine Bilanzen fälschen und niemand etwas gemerkt haben will.
Aktuelles
17.03.2021

Überraschend kommt es nach der jüngsten Entwicklung nicht mehr – die Greensill Bank ist pleite. Das Amtsgericht Bremen hat das Insolvenzverfahren am 16. März 2021 eröffnet (508 IN 6/21). Wichtig für die Privatkunden der Greensill Bank ist, dass die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat.
16.03.2021

Das OLG Celle hat mit Urteil vom 13. Januar 2021 entschieden, dass der Widerruf eines Darlehens zur Finanzierung eines Autokaufs wirksam erfolgt ist, weil der Bank ein Fehler in der Widerrufsbelehrung unterlaufen ist (Az.: 3 U 47/20).
05.03.2021

Das Landgericht Stuttgart hat den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Geno Wohnbaugenossenschafte zu einer Haftstrafe von 7 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
04.03.2021

Die Bilanzen der Greensill Bank AG mit Sitz in Bremen weisen offenbar beunruhigenden Ungereimtheiten aus. So beunruhigend, dass die BaFin die Bank für den Kundenverkehr dicht gemacht hat, wie die Finanzdienstleistungsaufsicht am 3. März 2021 mitteilte. Einzahlungen und Auszahlungen sind nicht mehr möglich.
02.03.2021

Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung ermöglicht sowohl den Widerruf eines Kreditvertrags zur Autofinanzierung als auch in vielen Fällen den Widerruf eines Leasingvertrags, wenn er ausschließlich im Wege des Fernabsatzes geschlossen wurde. An dieser Möglichkeit hat sich auch durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 24. Februar 2021 nichts geändert (Az.: VIII ZR 36/20).
03.02.2021

Die Senivita Social Estate AG ist zahlungsunfähig und hat Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bayreuth gestellt. Das AG Bayreuth hat die vorläufige Insolvenzverwaltung am 29. Januar 2021 angeordnet (Az.: IN 19/21). Von der Insolvenz betroffen sind auch die Anleger des Wandelanleihe 2015/2025 (WKN A13SHL).