Rückrufservice

Wirecard AG - Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird erwartet

20.08.2020

Die Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens über die Wirecard AG steht offenbar kurz bevor. Wie der Münchner Merkur online unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, werde sich der vorläufige Insolvenzverwalter voraussichtlich für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens aussprechen.

Das vorläufige Insolvenzverfahren über die Wirecard AG steht damit kurz vor dem Abschluss. Das Gutachten des vorläufigen Insolvenzverwalters soll noch im August beim zuständigen Amtsgericht München eingehen.

Sobald das Insolvenzverfahren eröffnet ist, kann auch der Verkauf von Tochterunternehmen der Wirecard AG forciert und der Verkaufserlös der Insolvenzmasse zugeführt werden.

Für die Anleger und Aktionäre der Wirecard AG bedeutet die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, dass sie dann ihre Forderungen zur Insolvenztabelle beim Insolvenzverwalter form- und fristgerecht anmelden können. Mit einer hohen Insolvenzquote können die Gläubiger angesichts der hohen Verbindlichkeiten allerdings nicht rechnen. Alleine die offenen Bankkredite sollen ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro haben. Selbst wenn es gelingt, Unternehmensteile zu verkaufen und die Insolvenzmasse zu erhöhen, werden die Forderungen aller Gläubiger kaum erfüllt werden können. „Anleger und Aktionäre sollten ihre Forderungen dennoch anmelden, sobald dies möglich ist. Denn nur angemeldete Forderungen können im Insolvenzverfahren überhaupt berücksichtigt werden“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte aus Stuttgart.

Der finanzielle Schaden, den die Anleger und Aktionäre der Wirecard AG erhalten haben, wird sich durch die Insolvenzquote kaum auffangen lassen. Unabhängig vom Insolvenzverfahren können auch Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

„Ansprüche können beispielsweise gegen die Wirtschaftsprüfer bestehen. Obwohl die Bilanzen offenbar schon sein 2015 frisiert wurden, haben sie jahrelang grünes Licht gegeben, bis sie jetzt das Testat verweigert haben. Anleger vertrauen natürlich auf das Urteil der Wirtschaftsprüfer. Haben diese ihre Prüfpflichten vernachlässigt, können sie gegenüber den Investoren auch haftbar sein“, so Rechtsanwalt Seifert.

Neben den Wirtschaftsprüfern können auch gegen Vorstände und Aufsichtsräte der Wirecard AG Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Auch Anlageberater können als Anspruchsgegner in Betracht kommen. Das gilt besonders dann, wenn sie Wirecard-Wertpapiere eher unerfahrenen Privatanlegern empfohlen, aber nicht ordnungsgemäß über die Risiken der Geldanlage aufgeklärt haben.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet Wirecard-Anlegern eine kostenlose Erstberatung an.

 

 

 

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
16.05.2022

Schlechte Nachrichten für Anleger der te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG: Die Gesellschaft hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie mit dem Ausfall ihrer Forderungen rechnen müssen.
09.05.2022

Die Gesellschaften te Solar Sprint II und te Solar Sprint III sind insolvent. Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenzverfahren am 26. April 2022 eröffnet (Az.: 401 IN 2361/21 bzw. 401 IN 2365/21). Anleger der te Solar Sprint II können ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 14. Juni 2022 anmelden, Anleger der te Solar Sprint III haben Zeit bis zum 24. Juni 2022.
05.05.2022

Als ob die Aktionäre der insolventen Wirecard AG nicht schon genug gestraft wären, könnte jetzt noch weiterer Ärger auf sie zukommen. Nachdem das Landgericht München am 5. Mai 2022 die Jahresabschlüsse des Konzerns 2017 und 2018 für ungültig erklärt hat, könnte der Insolvenzverwalter ausgeschüttete Dividenden von den Aktionären zurückfordern.
05.05.2022

Das Amtsgericht Oldenburg hat das Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete AG am 1. Mai 2022 offiziell eröffnet (Az.: 69 IN 7/72). Am gleichen Tag wurden auch die Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete Produktionsgesellschaft (Az.: 16 IN 14/22) und die Deutsche Lichtmiete Vermietgesellschaft (Az.: 33 IN 15/22) eröffnet. Anleger können ihre Forderungen ab sofort beim Insolvenzverwalter anmelden.
04.05.2022

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, ist insolvent. Einlagen bis 100.000 Euro sind gesichert.
03.05.2022

Die Krise bei der Adler Group spitzt sich zu. Der Immobilienkonzern hatte am 30. April 2022 auf den letzten Drücker noch den Jahresabschluss für 2021 vorgelegt. Die Bilanz weist einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro aus. Die Anleger dürfte aber noch viel mehr beunruhigt haben, dass die Wirtschaftsprüfer von KPMG ihr Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert haben. Die im SDAX notierte Aktie stürzte daraufhin regelrecht ab.