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KBA ordnet Rückruf für Audi Q7 an - Code 23X6

31.05.2021

Unter dem Code 23X6 ruft Aud Modelle des Audi Q7 zurück. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den Rückruf unter der Referenznummer 010780 am 5. Mai 2021 veröffentlicht.

Betroffen von dem Rückruf sind Modelle des Audi Q7 3.0 Liter TDI mit der Abgasnorm Euro 6. Nach Angaben des KBA muss bei den Fahrzeugen eine unzulässige Abschalteinrichtung bzw. unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems entfernt werden.

Welche Auswirkungen diese Maßnahme auf den Motor, z.B. auf Verbrauch, Verschleiß oder Leistungsfähigkeit hat, ist nicht bekannt.

Es ist jedoch nicht zum ersten Mal, dass Audi wegen der Verwendung einer unzulässigen Funktion im Zusammenhang mit Abgaswerten einen Rückruf auf Anordnung des KBA durchführen muss. „Unter dem Code 23X6 musste Audi schon diverse Modelle mit der Abgasnorm Euro 5 und Euro 6 in die Werkstatt beordern, damit die unzulässige Funktion entfernt werden kann“, erklärt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Die betroffenen Audi-Kunden müssen sich aber nicht einem Software-Update abspeisen lassen. Auch bei den Fahrzeugen mit den größeren Dieselmotoren mit 3 Litern und mehr Hubraum lassen sich Schadenersatzansprüche geltend machen. Neben zahlreichen Landgerichten haben inzwischen auch die Oberlandesgerichte Koblenz, Naumburg und Frankfurt a.M. Audi bei diesen Fahrzeugen zu Schadenersatz verurteilt.

Rückenwind für Schadenersatzklagen kommt zudem vom Europäischen Gerichtshof. Der EuGH hat mit Urteil vom 17.12.2020 entschieden, dass Abschalteinrichtungen grundsätzlich unzulässig sind, wenn sie im realen Straßenverkehr zu einem erhöhten Emissionsausstoß führen und Ausnahmen nur in sehr engen Grenzen zulässig sind. „Die Aussichten auf Schadenersatz sind durch die Rechtsprechung des EuGH noch weiter gestiegen“, so Rechtsanwalt Gisevius.

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Aktuelles
25.05.2022

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24.05.2022

Im Abgasskandal hat das Landgericht Nürnberg-Fürth dem Käufer eines Audi A6 mit 3-Liter-Dieselmotor mit Urteil vom 2. Mai 2022 Schadenersatz zugesprochen. Audi habe in dem Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet und den Kläger vorsätzlich sittenwidrig geschädigt, so das Gericht.
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12.05.2022

Der Abgasskandal hat auch zahlreiche Audi-Modelle mit 3-Liter-Dieselmotor erfasst. Die betroffenen Halter haben gute Aussichten, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Das zeigt auch ein Urteil des OLG Karlsruhe vom 17. Februar 2022 (Az.: 8 U 451/21). Das OLG hat entschieden, dass der Käufer eines Audi A6 Anspruch auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Täuschung hat.
06.05.2022

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02.05.2022

Fiat Chrysler ist im Abgasskandal um Wohnmobile auf Basis eines Fiat Ducato erneut zu Schadenersatz verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart kam mit Urteil vom 14. April 2022 zu der Überzeugung, dass Fiat in dem Motor eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat und gemäß § 823 BGB zu Schadenersatz verpflichtet ist (Az.: 20 O 147/21).