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FALK IMMOBILIENFONDS

PLATZIERUNGSVOLUMEN ÜBER 3 MILLIARDEN EURO

Die Falk Gruppe mit Sitz in München war eine der größten Anbieter geschlossener Immobilienfonds mit einem Platzierungsvolumen über 3 Milliarden Euro. Vertrieben wurden die Falk Fonds von einer Vielzahl von Vertriebsfirmen, vor allem von dem AWD, Hannover aber auch von der Global Finanz, Bonn.

Die Finanzierung der Fonds erfolgte überwiegend von der BHW Bank, der Allbank (nunmehr GE Money Bank) und die Landesbank Baden-Württemberg - LBBW.

Unternehmenskrise der Falk Gruppe

Wie jetzt aus den Staatsanwaltlichen Ermittlungsakte bekannt wurde, befand sich die Falk Gruppe bereits 1997/1998 in einer finanziellen Krise. Durch die Auflage der Zinsfonds GbR konnte die Falk Gruppe den Zusammenbruch zunächst abwenden. Aber Ende 2004/Anfang 2005 konnte die existentielle Krise des Unternehmens vor der Öffentlichkeit nicht mehr verheimlicht werden.

In vielen Falk Fonds konnten nur noch reduzierte Ausschüttungen geleistet werden oder blieben sogar vollständig aus. Im Jahr 2005 mussten die Unternehmen der Falk Gruppe, die Falk Capital KG, die Falk Financial Marketing KG, die Falk Developement KG und die Falk Asset Management KG, wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden.

Dies führte auch dazu, dass auch einige Falk Fonds selbst Insolvenz anmelden mussten, insbesondere der Falk Fonds 71, Falk Fonds 68 und der Falk Fonds 59. Gegen die Verantwortlichen der Falk Gruppe, insbesondere dem Unternehmensgründer und Namensgeber Herrn Helmut W. Falk, wurde zwischenzeitlich ein Strafverfahren eingeleitet.

Rückabwicklung

Viele Anleger haben sich an den Falk Fonds nur beteiligt, weil sie mit regelmäßigen Ausschüttungen gerechnet haben. Vielfach haben die Anleger auch auf anraten ihres Vermittlers zur Finanzierung Ihrer Einlage einen Kredit aufgenommen uns sich damit verschuldet. 

Die Beteiligung am Falk Fonds erweist sich nun als ein belastendes Verlustgeschäft, das der Anleger am liebsten vollständig rückgängig machen möchte. Aufgrund der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ergeben sich insbesondere folgende Möglichkeiten:

Ansprüche gegenüber der Bank: Sie haben als geschädigter Anleger Anspruch auf vollständige Rückabwicklung des Kredits, wenn ein so genanntes verbundenes Geschäft zwischen dem Kreditvertrag und der Beteiligung am Falk Fonds vorliegt, und eine Widerrufsmöglichkeit aufgrund einer Haustürsituation vorliegt oder sie vom Anlageberater/Vermittler arglistig getäuscht wurden.

In vielen Fällen wurde von der Bank (vor allem Kreditverträge der Allbank (nunmeher GE Money Bank), sind davon betroffen) die Gesamtbetragsangabe des Kredits nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechend angegeben, woraus sich ein Anspruch auf Zinsermäßigung ergibt.

Ansprüche gegenüber dem Anlageberater/Vermittler:

Zudem haben Sie als geschädigter Anleger Anspruch auf Schadenersatz gegenüber dem Anlageberater/Vermittler, wenn er Sie bei Zeichnung des Fonds nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wurden.

Oftmals wurden Anleger nicht über die erheblichen Risiken der Beteiligung an Falk Fonds aufgeklärt, vielfach wurde vom Berater behauptet, dass die Beteiligung am Falk Fonds aufgrund der Immobilienbeteiligung sehr sicher ist und daher auch für die Altersvorsorge bestens geeignet.

Fazit

Zielsetzung für betroffene Anleger sollte eine Rückabwicklung der Beteiligung sein; gerne prüfen wir für Sie welche Ansprüche in Betracht kommen und setzen diese konsequent für Sie durch.  

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Damjanovic
Tel:  0711 / 520 888 - 19
Fax: 0711 / 520 888 - 22
E-Mail: h.looser@bruellmann.de

Aktuelles
20.02.2024

Anleger, die der ProReal Deutschland 7 GmbH Namensschuldverschreibungen gewährt haben, müssen um ihr investiertes Geld fürchten. Wie die Gesellschaft am 19. Februar 2024 in einer Pflichtmitteilung bekannt gab, kann sie weder die am 30. Juni 2024 fällig werdenden Zinsen zahlen noch die Rückzahlung der Schuldverschreibungen zum Jahresende leisten.
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Zahlt ein Bankkunde sein Immobiliendarlehen vorzeitig zurück, verlangt die Bank in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung. Allerdings hat die Bank unter bestimmten Umständen keinen Anspruch auf die Entschädigungszahlung. Das ist etwa dann der Fall, wenn sie ihren Kunden nicht ausreichend über die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung informiert hat. Das zeigt auch ein Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 21. Dezember 2023 (Az.: 5 U 107/23).
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Für die Bereitstellung eines Darlehens kann die Bank ein Bearbeitungsentgelt verlangen. Allerdings ist eine solche Gebühr nicht immer wirksam vereinbart worden und der Darlehensnehmer kann sie ggf. zurückverlangen, wie ein Urteil des Kammergerichts Berlin vom 30.10.2023 zeigt (Az.: 8 U 212/21). In diesem Fall erhielt der Bankkunde rund 39.000 Euro zurück.
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Kunden der Sparkasse und der ING müssen aktuell besonders aufpassen: Nach Angaben der Verbraucherzentrale versuchen Cyber-Kriminelle derzeit verstärkt durch sog. Phishing-Mails an die Bankdaten ihrer Opfer zu kommen, um deren Konten zu plündern.
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Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde das Insolvenzverfahren über die Credicore Pfandhaus GmbH am 24. Januar 2024 am Amtsgericht Hamburg regulär eröffnet (Az.: 67a IN 366/23). Gläubiger und Anleger können ihre Forderungen bis zum 24. April 2024 beim Insolvenzverwalter anmelden.