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HANNOVER LEASING LIFE INVEST DEUTSCHLAND I – ANLEGER KÖNNEN SCHADENSERSATZ GELTEND MACHEN

27.06.2017

Anleger des Lebensversicherungsfonds Hannover Leasing Life Invest Deutschland I haben gute Aussichten auf Schadensersatz. Grund ist eine Entscheidung des Landgerichts München I. Das Gericht stellte mit Urteil vom 3. April 2017 fest, dass die Angaben in dem Emissionsprospekt fehlerhaft sind (Az.: 28 O 2272/16).

 

In dem zu Grunde liegenden Fall hatte ein Anleger auf Schadensersatz geklagt und Recht bekommen. Das LG München I kam zu der Auffassung, dass den Anlegern in dem Emissionsprospekt zu hohe Zinsen in Aussicht gestellt wurden. Demnach hätten die Anleger mit einer Verzinsung zwischen sechs und sieben Prozent rechnen können. Anhand eines Sachverständigengutachtens stellte das Gericht fest, dass diese Prognose deutlich zu optimistisch gewesen sei. Laut dem Gutachten sei im Branchendurchschnitt nur eine Verzinsung in Höhe von 4,24 Prozent realistisch gewesen. Ein Anleger müsse aufgrund des Emissionsprospekts in die Lage versetzt werden, die Chancen und Risiken der Geldanlage genau bewerten zu können. Zu den für seine Entscheidung wesentlichen Faktoren gehöre dabei auch die zu erwartende Entwicklung der Geldanlage. Diese sei in dem Prospekt des Hannover Leasing Life Invest Deutschland I deutlich zu positiv angesetzt und der Prospekt daher fehlerhaft, so das LG München I.

 

„Prospektfehler eröffnen allen betroffenen Anlegern die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Anleger des Hannover Leasing Life Invest Deutschland I müssen aber die Verjährungsfrist im Auge behalten, wenn sie ihre Forderungen durchsetzen wollen“, erklärt Rechtsanwalt Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Denn die Ansprüche verjähren auf den Tag genau zehn Jahre nach Beitritt zur Fondsgesellschaft. Der Lebensversicherungsfonds Hannover Leasing Life Invest Deutschland I wurde Ende Mai 2007 aufgelegt. „Anleger, die ihre Schadensersatzansprüche durchsetzen möchten, sollten daher umgehend handeln, bevor ihre Forderungen verjähren“, so Rechtsanwalt Seifert.

 

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