Rückrufservice

SÜDWESTRENTA PLUS

Stuttgart 06.01.2008

Die Südwest-Finanzgruppe mit Sitz in Markdorf gibt über die Firmen Südwest Finanz Vermittlung AG, die Südwest Finanz Vermittlung Zweite AG und die Südwest Finanz Vermittlung Dritte AG atypisch stille Beteiligungen für Anleger heraus. Dabei handelt es sich um Unternehmensbeteiligungen, bei denen der Anleger sowohl am Gewinn als auch am Verlust der Gesellschaft beteiligt ist.  

Die Beteiligungen wurden nach Ansicht von BRÜLLMANN Rechtsanwälte als so genanntes Steigersystem konzeptioniert. D.h., dass die Anleger, nachdem sie keine Steuervorteile mehr mit ihrer Beteiligung erzielen konnten, in die „nächste Beteiligung unter Stilllegung der alten wechselten“.

Diese Vorgehensweise ist den Anlegern nach deren Angaben schon bei der Beratung „vorgegeben“ worden. Typischerweise sind die ca. 28.000 Anleger daher nach mehreren Jahren an mehreren Südwest Finanz Gesellschaften beteiligt.

Vielen Anlegern wurden die Beteiligungen von ihrem Berater als ideale Altersvorsorge (Südwestrenta) empfohlen, wofür auch die sehr lange Vertragsdauer spricht. Rechtsanwalt Marcel Seifert von der auf das Anlegerrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte: „Nach unserer Auffassung und der vieler Verbraucherschützer eignen sich derartige Unternehmensbeteiligungen regelmäßig nicht für die Altersvorsorge. 

Anlagen, die zum Zweck der Altersvorsorge abgeschlossen werden, sollten nämlich in jedem Fall eine Voraussetzung mitbringen: das eingesetzte Kapital sollte sicher sein! Dies ist bei einer atypisch stillen Beteiligung hingegen nicht der Fall.

Das Geld ist nicht wie bei Bankanlagen gesichert, weder gehört die Südwest Finanzgruppe dem Einlagensicherungsfonds, noch der Entschädigungseinrichtung der Banken an. Im Insolvenzfall würde der Anleger daher allenfalls einen Anspruch auf die meist geringe Insolvenzquote haben.  

Die Anleger haben jedoch – wenn sie auf dieses Risiko vor Abschluss der Beteiligung von ihrem Berater nicht hingewiesen wurden – gute Chancen, Schadensersatz zu verlangen. Neben dem Berater, der die für den Anleger wichtigen Informationen nicht weitergegeben hat, haftet auch das jeweilige Beteiligungsunternehmen für die Fehlberatung, da diese den Berater mit der Vermittlung beauftragt hat und für ihre so genannten „Erfüllungsgehilfen“ gemäß § 278 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) einstehen muss. 

Anleger, die über die tatsächlichen Risiken nicht aufgeklärt wurden, sollten mit einem erfahrenen Anwalt in einer Erstberatung besprechen, ob und gegen welchen Anspruchsgegner ein Vorgehen möglich ist.  

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Damjanovic
Tel:  0711 / 520 888 - 19
Fax: 0711 / 520 888 - 22
E-Mail: h.looser@bruellmann.de

Aktuelles
16.05.2022

Schlechte Nachrichten für Anleger der te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG: Die Gesellschaft hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie mit dem Ausfall ihrer Forderungen rechnen müssen.
09.05.2022

Die Gesellschaften te Solar Sprint II und te Solar Sprint III sind insolvent. Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenzverfahren am 26. April 2022 eröffnet (Az.: 401 IN 2361/21 bzw. 401 IN 2365/21). Anleger der te Solar Sprint II können ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 14. Juni 2022 anmelden, Anleger der te Solar Sprint III haben Zeit bis zum 24. Juni 2022.
05.05.2022

Als ob die Aktionäre der insolventen Wirecard AG nicht schon genug gestraft wären, könnte jetzt noch weiterer Ärger auf sie zukommen. Nachdem das Landgericht München am 5. Mai 2022 die Jahresabschlüsse des Konzerns 2017 und 2018 für ungültig erklärt hat, könnte der Insolvenzverwalter ausgeschüttete Dividenden von den Aktionären zurückfordern.
05.05.2022

Das Amtsgericht Oldenburg hat das Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete AG am 1. Mai 2022 offiziell eröffnet (Az.: 69 IN 7/72). Am gleichen Tag wurden auch die Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete Produktionsgesellschaft (Az.: 16 IN 14/22) und die Deutsche Lichtmiete Vermietgesellschaft (Az.: 33 IN 15/22) eröffnet. Anleger können ihre Forderungen ab sofort beim Insolvenzverwalter anmelden.
04.05.2022

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, ist insolvent. Einlagen bis 100.000 Euro sind gesichert.
03.05.2022

Die Krise bei der Adler Group spitzt sich zu. Der Immobilienkonzern hatte am 30. April 2022 auf den letzten Drücker noch den Jahresabschluss für 2021 vorgelegt. Die Bilanz weist einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro aus. Die Anleger dürfte aber noch viel mehr beunruhigt haben, dass die Wirtschaftsprüfer von KPMG ihr Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert haben. Die im SDAX notierte Aktie stürzte daraufhin regelrecht ab.