Geno Wohnbaugenossenschaft

Geno Wohnbaugenossenschaft eG - Staatsanwaltschaft ermittelt weiter

05.03.2020

Die Ermittlungen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft im Fall der insolventen Geno Wohnbaugenossenschaft dauern nach wie vor an. Inzwischen hat es Ende November 2019 eine erste Festnahme gegeben. Ein ehemaliger Manager der Genossenschaft wurde bei einer Razzia festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Gegen weitere Personen wird noch ermittelt.

Der Fall der Ludwigsburger Wohnbaugenossenschaft beschäftigt die Ermittler schon seit Jahren. Es geht um Betrug, gewerbsmäßige Untreue und Insolvenzverschleppung. Den Schaden haben rund 10.000 Anleger zu tragen, die ihr Geld bei der Genossenschaft investiert und von einem Eigenheim geträumt haben. Der Traum hat sich für kaum einen der Genossen erfüllt. Stattdessen ist die Wohnbaugenossenschaft insolvent und es steht auch noch der Betrugsvorwurf im Raum. Der Schaden für die Anleger soll rund 30 Millionen Euro betragen.

Die Anleger konnten ihre Forderungen im Insolvenzverfahren anmelden. Mit was für einer Insolvenzquote aber zu rechnen ist, ist noch völlig offen. Denn nicht nur der Insolvenzverwalter fragt sich, wo große Teile des investierten Geldes der Genossen geblieben sind.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon seit 2015 wegen des Verdachts auf Betrug und Insolvenzverschleppung. „Die Ermittlungen sind nach wie vor nicht abgeschlossen. Geschädigte Genossen können aber jetzt schon prüfen lassen, ob sie Schadensersatzansprüche gegen die Unternehmensverantwortlichen geltend machen können“, sagt Rechtsanwältin Eva Birkmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht bei BRÜLLMANN Rechtsanwälte aus Stuttgart.

Darüber hinaus können auch Schadensersatzansprüche gegen die Anlagevermittler bestehen. Diese hätten über die bestehenden Risiken beim Beitritt zu der Genossenschaft aufklären müssen und auch die Plausibilität des Geschäftsmodells prüfen müssen. Es gibt Anhaltspunkte, dass es sich um ein sog. Schneeballsystem handelte.

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Aktuelles
05.08.2020

Ein Leasingnehmer hat erfolgreich den Leasingvertrag mit der Sixt Leasing widerrufen. Das OLG München hat mit Urteil vom 18. Juni 2020 entschieden, dass der Widerruf auch über ein Jahr nach Abschluss des Leasingvertrags wirksam erfolgt ist. Eine Nutzungsentschädigung wird nicht fällig. (Az.: 32 U 7119/19).
30.07.2020

Knapp 20.000 Euro hatte ein Anleger in seine Beteiligung an der Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. SafeInvest KG gesteckt. „Die Hoffnung auf eine sichere Geldanlage für die Altersvorsorge haben sich zwar nicht erfüllt. Aber immerhin kommt mein Mandant auch ohne finanziellen Schaden wieder aus der Beteiligung heraus“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Die Opalenburg Vermögensverwaltung AG muss jeden Cent aus der Beteiligung an ihn zurückzahlen, entschied das Landgericht München I.
27.07.2020

Eine Dividende wird es für Aktionäre der Biovolt AG erneut nicht geben. Auch 2019 machte das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz wieder einen Verlust in Millionenhöhe wie das Unternehmen nun bekannt gab. Nach der Prüfung des Jahresabschlusses für 2019 weist die Revisionsstelle darauf hin, dass die Hälfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven nicht mehr gedeckt ist.
23.07.2020

Der Skandal um die insolvente Wirecard AG wird immer größer. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt inzwischen auch wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug. In diesem Zusammenhang wurden am 22. Juli 2020 drei ehemalige Vorstände festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
17.07.2020

Eine Anlegerin des Fonds IGB Nawaro Bioenergie kommt ohne finanziellen Schaden wieder aus der Beteiligung heraus. Mit Urteil vom 10. Juli 2020 hat ihr das Landgericht Rostock Schadensersatz zugesprochen (Az.: 3 O 906/17 (1)). Sie erhält ihr investiertes Geld gegen Übertragung der Rechte an ihrer treuhänderisch gehaltenen Beteiligung zurück. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Gegenseite kann noch Berufung einlegen.
14.07.2020

Anleger, die in Opalenburg-Fonds investiert haben, haben gute Chancen auf Schadensersatz. „Die Anleger sind nicht ordnungsgemäß über die Risiken der Beteiligung aufgeklärt worden und haben daher Anspruch auf Schadensersatz“, sagt Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.