Rückrufservice

Insolvenz der UDI Energie Festzins VI GmbH & Co. KG

03.05.2021

Das Amtsgericht Leipzig hat das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der UDI Energie Festzins VI GmbH & Co. KG am 29. April 2021 eröffnet und einen vorläufigen Sachwalter bestellt (Az.: 401 IN 775/21).

Das vorläufige Insolvenzverfahren wird zunächst in Eigenverwaltung durchgeführt. Dabei wird versucht, die Gesellschaft wirtschaftlich wieder auf die Füße zu stellen. „Das ist oft mit erheblichen Einschnitten auch für die Anleger verbunden. Um sich vor finanziellen Verlusten zu schützen, sollten Anleger ihre rechtliche Möglichkeiten nutzen“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, Partner bei BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

UDI bietet Anlegern verschiedene Geldanlagen an. Bei der UDI Energie Festzins VI konnten die Anleger in Form von Nachrangdarlehen investieren, d.h. sie gewähren der Gesellschaft über eine bestimmte Laufzeit Darlehen und erhalten bis zur geplanten Rückzahlung Zinsen. Wenn alles planmäßig läuft. Nachrangdarlehen gelten allerdings als besonders riskante Geldanlagen, da die Forderungen der Anleger im Fall einer Insolvenz nur nachrangig behandelt werden. „Anleger können im Insolvenzfall komplett leer ausgehen“, so Rechtsanwalt Seifert.

Allerdings ist dieser Rangrückritt in vielen Fällen aufgrund intransparenter Klauseln unwirksam vereinbart worden. Ist das auch beim UDI Energie Festzins VI der Fall, müssen sich die Anleger auch im Insolvenzfall nicht hinten anstellen. „Daher sollten Anleger von UDI-Nachrangdarlehen auch vorsichtig sein, wenn ihnen nun neue Angebote gemacht werden. Möglicherweise wird dann aus einem unwirksamen Rangrücktritt ein wirksamer mit negativen Konsequenzen für die Anleger“, sagt Rechtanwältin Seifert.

Sollte über die UDI Energie Festzins VI GmbH & Co. KG ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet werden, können die Anleger ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden. Dies ist aktuell aber noch nicht der Fall.

Anleger können aber schon jetzt prüfen lassen, ob sie Ansprüche auf Schadenersatz geltend machen können. Diese können z.B. gegenüber den Anlagevermittlern bzw. Anlageberatern entstanden sein, wenn diese nicht ordnungsgemäß über die bestehen Risiken der Geldanlage  und insbesondere über das Totalverlustrisiko aufgeklärt haben.

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
01.12.2023

Nach dem erfolgreichen Widerruf eines Darlehens können Verbraucher auch Anspruch auf einen Nutzungsersatz haben. Das hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 4. Juli 2023 entschieden und damit die Position der Darlehensnehmer gestärkt (Az.: XI ZR 77/22).
26.11.2023

Kunden der Commerzbank dürften derzeit besonders verunsichert sein: Wie u.a. das Handelsblatt am 22. November 2023 berichtete, haben Kriminelle offenbar die Konten von mehr als 100 Kunden leergeräumt. Zudem sind Phishing-Mails im Umlauf, in denen Commerzbank-Kunden aufgefordert werden, „die Sicherheit ihres Kontos zu erhöhen“.
23.11.2023

Eine Kundin einer Volksbank wurde Opfer eines Betrugs beim Online-Banking. Dabei räumten die Betrüger knapp 25.000 Euro von ihrem Konto ab. Die gute Nachricht für das Opfer: Die Volksbank muss ihr den Schaden ersetzen. Das hat das Landgericht Stade mit Urteil vom 30. Juni 2023 entschieden (Az.: 6 O 267/22).
22.11.2023

Erfreuliche Nachrichten für Riester-Sparer: Pauschale Klauseln zu Abschluss- und Vermittlungskosten in Riester-Verträgen sind unzulässig. Das hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 21. November 2023 entschieden (Az.: XI ZR 290/22). Von dem Urteil könnten etliche Riester-Verträge betroffen sein.
16.11.2023

Die Belano Medical AG hat beschlossen Insolvenzantrag wegen der zu erwartenden Zahlungsunfähigkeit zu stellen. Das gab die Gesellschaft am 14. November 2023 in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt. Betroffen von der Insolvenz sind auch die Anleger, die in die Anleihe der Belano Medical AG investiert haben.
14.11.2023

Die RV Energy Project GmbH mit Sitz in Rheinfelden ist insolvent. Das Amtsgericht Lörrach hat am 8. November 2023 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (Az. 8 IN 158/23). Die Insolvenz betrifft auch die Anleger, die bei der RV Energy Project investiert haben.