Rückrufservice

Insolvenzverfahren über UDI Energie Festzins 10, 12, 13, 14 eröffnet

12.09.2022

Über vier weitere UDI-Gesellschaften hat das Amtsgericht Leipzig am 5. und 6. September 2022 die Insolvenzverfahren regulär eröffnet. Gläubiger und Anleger können ihre Forderungen bis zum 28. Oktober 2022 beim Insolvenzverwalter anmelden. Betroffen sind folgende Gesellschaften:

• UDI Energie Festzins 10 UG & Co. KG (Az.: 401 IN 1241/22)
• UDI Energie Festzins 12 UG & Co. KG (Az.: 401 IN 1225/22)
• UDI Energie Festzins 13 UG & Co. KG (Az.: 401 IN 1251/22)
• UDI Energie Festzins 14 UG & Co. KG (Az.: 401 IN 1235/22)

Die Gesellschaften hatten wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Hintergrund ist nach Angaben der Gesellschaften die geänderte Rechtsprechung des BGH, die dazu führte, dass mehrere Gerichte bereits entschieden haben, dass die von UDI verwendete Nachrangklausel in den Darlehensverträgen unwirksam ist.

Anleger, die den UDI-Gesellschaften Nachrangdarlehen gewährt haben, müssen nach der Insolvenz mit finanziellen Verlusten rechnen. „Wenn die Nachrangklauseln unwirksam sind, bietet das für die Anleger aber zumindest den Vorteil, dass ihre Forderungen im Insolvenzverfahren nicht nachrangig behandelt werden, sondern ihre Forderungen gleichranging mit den Ansprüchen der übrigen Gläubiger behandelt werden. Somit kann voraussichtlich zumindest ein Teil der Forderungen über die Insolvenzquote beglichen werden“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, Partner bei BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Voraussetzung ist allerdings, dass die Forderungen zur Insolvenztabelle angemeldet werden.

Auch wenn die Anleger im Insolvenzverfahren berücksichtigt werden, ist nicht davon auszugehen, dass die Insolvenzquote ausreichen wird, um ihre Forderungen vollauf zu bedienen. Um die finanziellen Verluste zu minimieren, können daher auch Schadenersatzansprüche geprüft werden. „Nachrangdarlehen sind hochriskante Geldanlagen. Besonders im Insolvenzfall kann den Anlegern der Totalverlust ihres investierten Geldes drohen. Über dieses und weitere Risiken hätten die Anleger von den Anlageberatern und -vermittlern aufgeklärt werden müssen“, so Rechtsanwalt Seifert. Sind die Anlageberater und -vermittler ihrer Informationspflicht nicht nachgekommen, können sie sich schadenersatzpflichtig gemacht haben.

Ist die Nachrangklausel unwirksam, kommen außerdem auch Schadenersatzansprüche gegen die UDI-Verantwortlichen wegen Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz in Betracht.

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
14.06.2024

Mehr als 13.000 Euro hatten Kriminelle durch Betrug beim Online-Banking vom Konto eines Sparkassen-Kunden abgebucht. Die gute Nachricht für den Verbraucher: Er erhält das Geld zurück. Das Landgericht Heilbronn entschied mit Urteil vom 2. April 2024, dass die Sparkasse den Verlust ersetzen muss (Az.: Bm 6 O 378/23).
13.06.2024

Zwei Darlehensnehmer können sich freuen: Sie erhalten die Vorfälligkeitsentschädigung für ein vorzeitig zurückgezahltes Immobiliendarlehen zurück. Das hat das OLG Stuttgart mit Urteil vom 7. Februar 2024 entschieden (Az.: 9 U 124/23).
11.06.2024

Gold als sichere Kapitalanlage? Das mag in der Theorie richtig sein, in der Praxis erlebten Anleger mit Goldinvestments aber auch immer wieder Bauchlandungen und verloren dabei viel Geld. Nun steht wieder ein Goldanbieter vor der Pleite. Das Amtsgericht Landshut hat das vorläufige Insolvenzverfahren über die Partumgold Deutschland GmbH mit Sitz in München am 21. Mai 2024 eröffnet (Az.: IN 337/24).
04.06.2024

Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung hat das Amtsgericht Cottbus am 1. Juni 2024 das Insolvenzverfahren über die B4H Brennstoffzelle4Home GmbH regulär eröffnet (Az. 63 IN 130/24). Gläubiger und Anleger der sog. Vissolar-Anleihe können ihre Forderungen bis zum 19. Juli 2024 beim Insolvenzverwalter anmelden.
04.06.2024

Für Anleger der Opalenburg-Fonds hat Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius am Landgericht Berlin in mehreren Verfahren Schadenersatzansprüche durchgesetzt. Die Urteile werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Bestand haben, denn das Kammergericht Berlin hat nun mit Hinweisbeschlüssen in vier Fällen deutlich gemacht, dass es den Berufungen keine Erfolgsaussichten einräumt und sie zurückweisen wird.
23.05.2024

Anleger der Schuldverschreibungen ProReal Europa 9 und ProReal Europa 10 nüssen hohe finanzielle Verluste bis hin zum Totalverlust ihres investierten Geldes befürchten.