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Juicy Fields - Razzia von Staatsanwaltschaft und LKA Berlin

18.08.2022

Seit Wochen haben Anleger von Juicy Fields keinen Zugriff mehr auf ihre Konten. Jetzt rückte das Landeskriminalamt Berlin zu einer groß angelegten Razzia aus. Am 16. August 2022 durchsuchten die Ermittler des LKA Wohnungen von zwölf mutmaßlich Verantwortlichen der Internet-Plattform juicyfields.io sowie Geschäftsräume von fünf Firmen an zwei Standorten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin wurden dabei zahlreichte Unterlagen sichergestellt.

Über die Plattform juicyfields.io konnten die Anleger in Cannabis-Pflanzen investieren und wurden mit hohen Renditen gelockt. Nachdem die Anleger nicht mehr auf ihre Konten zugreifen können, geht die Befürchtung um, dass es sich bei um Juicy Fields um einen Betrug handelt. Diesem Verdacht gehen die Ermittler nun nach. Es soll geklärt werden, ob die von den Anlegern erworbenen Pflanzen tatsächlich existierten oder ob die Anleger im Rahmen eines sog. Schneeballsystems betrogen wurden. Dabei werden neu eingenommenen Gelder von Anlegern nur noch dazu benutzt, alte Forderungen zu bedienen und werden nicht in die vermeintliche Geldanlage investiert.

Weiter ermitteln LKA und Staatsanwaltschaft Berlin auch zu einer etwaigen Schadenshöhe. Bislang wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen vier Gesellschaften Vermögensarreste über jeweils rund 2,5 Millionen Euro verhängt.

Auch die BaFin hat an den Durchsuchungen teilgenommen. Die Finanzaufsicht hatte Juicy Fields bereits im Juni verboten, ihre Vermögensanlagen weiter öffentlich anzubieten, nachdem das Unternehmen nicht die erforderlichen Verkaufsprospekte vorgelegt hatte. Die BaFin ermittelt daher auch wegen Verstoß gegen das Vermögensanlagengesetz gegen die Juicy Holdings B.V.

Die Ermittlungen gegen Juicy Fields nehmen Fahrt auf. „Auch die Anleger sollten jetzt alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um ihr investiertes Geld zu schützen“, sagt Rechtsanwältin Eva Birkmann, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Neben einer Strafanzeige können auch Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden.

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Aktuelles
20.09.2022

Die Terragon AG hatte bereits Ende Juni Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren wurde nun am 1. September 2022 vom Amtsgericht Charlottenburg eröffnet (Az. 36t IN 3526/22). Gläubiger und Anleger der Terragon-Anleihe können ihre Forderungen bis zum 30. September beim Insolvenzverwalter anmelden.
15.09.2022

Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenzverfahren über UDI Sprint Festzins IV GmbH & Co. KG, UDI Immo Sprint Festzins I GmbH & Co. KG und UDI Immo Sprint Festzins II GmbH & Co. KG eröffnet.
12.09.2022

Über vier weitere UDI-Gesellschaften hat das Amtsgericht Leipzig am 5. und 6. September 2022 die Insolvenzverfahren regulär eröffnet. Gläubiger und Anleger können ihre Forderungen bis zum 28. Oktober 2022 beim Insolvenzverwalter anmelden.
18.08.2022

Seit Wochen haben Anleger von Juicy Fields keinen Zugriff mehr auf ihre Konten. Jetzt rückte das Landeskriminalamt Berlin zu einer groß angelegten Razzia aus. Am 16. August 2022 durchsuchten die Ermittler des LKA Wohnungen von zwölf mutmaßlich Verantwortlichen der Internet-Plattform juicyfields.io sowie Geschäftsräume von fünf Firmen an zwei Standorten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin wurden dabei zahlreichte Unterlagen sichergestellt.
16.08.2022

Ein Kunde der BMW Bank hat seinen Kreditvertrag zur Finanzierung eines Autokaufs erfolgreich widerrufen. Das hat das Landgericht München mit Urteil vom 29. Juni 2022 entschieden. Der Widerruf sei auch noch rund drei Jahre nach Abschluss des Darlehensvertrags möglich gewesen, weil die Angaben der BMW Bank zu den Verzugszinsen nicht ausreichend seien und die 14-tägige Widerrufsfrist deshalb nicht in Lauf gesetzt wurde, so das Gericht.
11.08.2022

Die Nuri Bank hat am 9. August 2022 Insolvenz angemeldet. Rund 500.000 Kunden sind von der Insolvenz betroffen. Ihre Einlagen seien aber sicher, teilt die Nuri Bank auf ihrer Webseite mit. Das Bitcoin Ertragskonto ist allerdings weiter eingefroren.