Rückrufservice

Nachrangdarlehen te energy sprint I – Anlegern droht Ausfall der Zahlungen

09.06.2021

Anleger der te energy sprint I GmbH & Co. KG müssen um die Rückzahlung ihrer Nachrangdarlehen fürchten. Die BaFin veröffentlichte am 8. Juni 2021 eine Mitteilung der Gesellschaft, nach der ihr ein Forderungsausfall droht. Das kann dazu führen, dass Zinszahlungen und die Rückzahlung der Nachrangdarlehen an die Anleger nicht geleistet werden können.

Anleger konnten der te energy sprint I GmbH & Co. KG Nachrangdarlehen gewähren. Jeweils zum Jahresende waren dann Zinszahlungen an die Anleger fällig. Die Rückzahlung der Nachrangdarlehen stand spätestens zum 31. Dezember 2021 an. Aus den ausstehenden Zinszahlungen und Rückzahlungen könnte nun nichts werden.

Grund ist nach Angabe der Gesellschaft die Insolvenz der te management GmbH, die am 2. Juni 2021 Insolvenzantrag beim Amtsgericht München gestellt hat. Gegen die insolvente Gesellschaft hatte die te energy sprint I aus der Gewährung von Nachrangdarlehen noch Forderungen auf Zins- und Rückzahlungen, die nun ausbleiben könnten. Dadurch seien wiederum auch die Zins- und Rückzahlungen an die Anleger gefährdet, teilt die te energy sprint I mit.

Die te energy sprint I ist nicht die einzige Gesellschaft, die von der Insolvenz der te management GmbH betroffen ist. Auch die Gesellschaften UDI Immo Sprint Festzins I, UDI Immo Sprint Festzins II, UDI Energie Festzins 13 und UDI Energie Festzins 14 haben mitgeteilt, dass ein Forderungsausfall droht und daher auch die Auszahlungen an die Anleger gefährdet sind.

„Die Situation für die Anleger ist ernst. Sie müssen mit erheblichen Verlusten rechnen“, sagt Rechtsanwältin Eva Birkmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht bei BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Allerdings haben die Anleger auch rechtliche Möglichkeiten. Zunächst kann geprüft werden, ob die Nachrangigkeit überhaupt wirksam vereinbart wurde. „Ist das nicht der Fall, sind die Forderungen der Anleger im Insolvenzfall auch nicht nachrangig zu behandeln, sie treten dann nicht hinter die Forderungen anderer Gläubiger zurück“, erklärt Rechtsanwältin Birkmann.

Zudem kann geprüft werden, ob Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden können. Ansprüche können z.B. entstanden sein, wenn die Anlagevermittler bzw. Anlageberater nicht ordnungsgemäß über die bestehenden Risiken der Geldanlage und insbesondere über das Totalverlustrisiko aufgeklärt haben. 

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

 

 

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel:  0711 / 520 888 - 18
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: e.birkmann@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
16.05.2022

Schlechte Nachrichten für Anleger der te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG: Die Gesellschaft hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie mit dem Ausfall ihrer Forderungen rechnen müssen.
09.05.2022

Die Gesellschaften te Solar Sprint II und te Solar Sprint III sind insolvent. Das Amtsgericht Leipzig hat die Insolvenzverfahren am 26. April 2022 eröffnet (Az.: 401 IN 2361/21 bzw. 401 IN 2365/21). Anleger der te Solar Sprint II können ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 14. Juni 2022 anmelden, Anleger der te Solar Sprint III haben Zeit bis zum 24. Juni 2022.
05.05.2022

Als ob die Aktionäre der insolventen Wirecard AG nicht schon genug gestraft wären, könnte jetzt noch weiterer Ärger auf sie zukommen. Nachdem das Landgericht München am 5. Mai 2022 die Jahresabschlüsse des Konzerns 2017 und 2018 für ungültig erklärt hat, könnte der Insolvenzverwalter ausgeschüttete Dividenden von den Aktionären zurückfordern.
05.05.2022

Das Amtsgericht Oldenburg hat das Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete AG am 1. Mai 2022 offiziell eröffnet (Az.: 69 IN 7/72). Am gleichen Tag wurden auch die Insolvenzverfahren über die Deutsche Lichtmiete Produktionsgesellschaft (Az.: 16 IN 14/22) und die Deutsche Lichtmiete Vermietgesellschaft (Az.: 33 IN 15/22) eröffnet. Anleger können ihre Forderungen ab sofort beim Insolvenzverwalter anmelden.
04.05.2022

Die Amsterdam Trade Bank (ATB), die auch unter dem Handelsnamen FIBR aufgetreten ist, ist insolvent. Einlagen bis 100.000 Euro sind gesichert.
03.05.2022

Die Krise bei der Adler Group spitzt sich zu. Der Immobilienkonzern hatte am 30. April 2022 auf den letzten Drücker noch den Jahresabschluss für 2021 vorgelegt. Die Bilanz weist einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro aus. Die Anleger dürfte aber noch viel mehr beunruhigt haben, dass die Wirtschaftsprüfer von KPMG ihr Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert haben. Die im SDAX notierte Aktie stürzte daraufhin regelrecht ab.