Rückrufservice

Razzia bei der DWS - Verdacht auf Greenwashing

02.02.2024

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat mit Ermittlern des Bundeskriminalamts am 1. Februar 2024 ein weiteres Mal die Geschäftsräume der DWS in Frankfurt durchsucht. Der Fondstochter der Deutschen Bank wird Greenwashing vorgeworfen. Heißt: Die DWS steht im Verdacht, Kapitalanlagen nachhaltiger dargestellt zu haben, als sie tatsächlich sind. „Bestätigen sich die Vorwürfe, können Anleger, die in vermeintlich nachhaltige Fonds der DWS investiert haben, Schadenersatzansprüche geltend machen und ihr investiertes Geld zurückfordern“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Neu sind die Greenwashing-Vorwürfe gegen die DWS nicht. Schon im Mai 2022 gab es in diesem Zusammenhang eine Razzia in den Geschäftsräumen der DWS in Frankfurt. Ins Rollen gebracht wurden die Durchsuchungen von der früheren Nachhaltigkeitschefin der DWS. Sie hatte behauptet, dass die DWS Kapitalanlagen als zu nachhaltig beworben und die ESG-Angaben geschönt habe. ESG steht für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (gute Unternehmensführung).

„Für viele Anleger ist die Nachhaltigkeit der Kapitalanlagen inzwischen ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl ihrer Investitionen. Geschönte ESG-Angaben können entsprechend dazu beitragen, dass eine Kapitalanlage für einen Anleger interessanter wird und dem Emittenten einen Vorteil verschaffen“, so Rechtsanwalt Seifert.

In den USA hat die Finanzbehörde SEC im vergangenen Jahr wegen Greenwashing eine Strafzahlung in Höhe von 19 Millionen Dollar gegen die DWS verhängt. Die DWS hat den Vorwurf des Greenwashings zwar nicht eingeräumt, aber die Strafzahlung akzeptiert. Damit sind die Untersuchungen in den USA abgeschlossen, nicht aber in Deutschland.

Nun hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt innerhalb kurzer Zeit die Geschäftsräume der DWS zweimal durchsuchen lassen, zunächst Mitte Januar und am 1. Februar 2024. Grund der Razzien ist weiterhin der Verdacht des Kapitalanlagebetrugs durch Greenwashing, wie u.a. die Süddeutsche Zeitung online berichtet. Die DWS bestätigte ihre Kooperationsbereitschaft.

Sollten sich die Vorwürfe des Greenwashings bestätigen, könnte auf die DWS auch in Deutschland eine Strafzahlung zukommen. Darüber hinaus können auch Anleger Schadenersatzansprüche geltend machen. „Nachhaltigkeit ist ein Investitionskriterium. Hat die DWS im Emissionsprospekt fehlerhafte Angaben gemacht und die Kapitalanlagen als grüner dargestellt als sie tatsächlich sind, können den Anlegern Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung entstanden sein“, so Rechtsanwalt Seifert.

BRÜLLMANN Rechtsanwälte gibt Anlegern in DWS-Fonds zum Pauschalpreis von 100 Euro zzgl. MwSt. gerne eine Ersteinschätzung ihrer rechtlichen Möglichkeiten.

Bank- und Kapitalanlagerecht

Hier mehr zu diesem Rechtsgebiet erfahren oder anrufen +49 711 - 520 888 0.
Gerne können Sie uns eine Mail senden an info@bruellmann.de

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
20.02.2024

Anleger, die der ProReal Deutschland 7 GmbH Namensschuldverschreibungen gewährt haben, müssen um ihr investiertes Geld fürchten. Wie die Gesellschaft am 19. Februar 2024 in einer Pflichtmitteilung bekannt gab, kann sie weder die am 30. Juni 2024 fällig werdenden Zinsen zahlen noch die Rückzahlung der Schuldverschreibungen zum Jahresende leisten.
19.02.2024

Zahlt ein Bankkunde sein Immobiliendarlehen vorzeitig zurück, verlangt die Bank in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung. Allerdings hat die Bank unter bestimmten Umständen keinen Anspruch auf die Entschädigungszahlung. Das ist etwa dann der Fall, wenn sie ihren Kunden nicht ausreichend über die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung informiert hat. Das zeigt auch ein Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 21. Dezember 2023 (Az.: 5 U 107/23).
08.02.2024

Für die Bereitstellung eines Darlehens kann die Bank ein Bearbeitungsentgelt verlangen. Allerdings ist eine solche Gebühr nicht immer wirksam vereinbart worden und der Darlehensnehmer kann sie ggf. zurückverlangen, wie ein Urteil des Kammergerichts Berlin vom 30.10.2023 zeigt (Az.: 8 U 212/21). In diesem Fall erhielt der Bankkunde rund 39.000 Euro zurück.
02.02.2024

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat mit Ermittlern des Bundeskriminalamts am 1. Februar 2024 ein weiteres Mal die Geschäftsräume der DWS in Frankfurt durchsucht. Der Fondstochter der Deutschen Bank wird Greenwashing vorgeworfen. Heißt: Die DWS steht im Verdacht, Kapitalanlagen nachhaltiger dargestellt zu haben, als sie tatsächlich sind.
31.01.2024

Kunden der Sparkasse und der ING müssen aktuell besonders aufpassen: Nach Angaben der Verbraucherzentrale versuchen Cyber-Kriminelle derzeit verstärkt durch sog. Phishing-Mails an die Bankdaten ihrer Opfer zu kommen, um deren Konten zu plündern.
25.01.2024

Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde das Insolvenzverfahren über die Credicore Pfandhaus GmbH am 24. Januar 2024 am Amtsgericht Hamburg regulär eröffnet (Az.: 67a IN 366/23). Gläubiger und Anleger können ihre Forderungen bis zum 24. April 2024 beim Insolvenzverwalter anmelden.